Die Lebensmittel, die nicht in den Komposter dürfen, sind Fleisch, Fisch, Milchprodukte sowie ölige oder fettige Reste. Diese Abfälle zersetzen sich in einem Gartenkomposter zu langsam. Sie erzeugen unangenehme Gerüche und ziehen Schädlinge an, die das Kompostieren zur Qual machen.
Ich habe eines Sommerabends alten Käse und übrig gebliebene Hähnchenhaut in meinen Komposter geworfen. Innerhalb von 48 Stunden war der Gestank so schlimm, dass mein Nachbar fragte, ob etwas im Garten verendet sei. Am Morgen schwärmten Fruchtfliegen um den Deckel. Am dritten Tag entdeckte ich Waschbär-Kratzspuren an den Seiten. Dieser eine Fehler kostete mich zwei Wochen mit extra Braunmaterial und häufigem Umschichten. Der Geruch hielt sich noch lange, nachdem sich die Reste zersetzt hatten.
Die Biologie hinter diesen Regeln ist einfach. Fette und Proteine brauchen Mikroben, die in Ihrem aeroben Komposter kaum vorhanden sind. Fettige oder fleischhaltige Reste bilden dichte Stellen, die der Sauerstoff nicht erreicht. Bakterien an diesen Stellen produzieren Schwefelwasserstoff und andere übelriechende Gase. Diese Gase tragen weit genug, um Tiere aus der ganzen Nachbarschaft anzulocken. Pflanzliche Reste zersetzen sich schneller, weil die Bakterien in Ihrem Komposter bereits gut Zellulose und einfachen Zucker verarbeiten.
Hier ist die vollständige Übersicht der Lebensmittelabfälle, die nicht in einen normalen Gartenkomposter gehören.
Die Kompostregeln für Lebensmittel variieren je nach System. Ein Heißkomposter, der über Wochen 55–65 °C hält, kann kleine Mengen Milchprodukte und gekochtes Getreide verarbeiten. Wurmkomposter haben die strengsten Regeln, da Kompostwürmer saure, ölige und salzige Lebensmittel meiden. Ein normaler Gartenkomposter liegt dazwischen und verarbeitet alle Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Getreide problemlos. Halten Sie einfach tierische Produkte fern.
Wenn Sie Ihren gesamten Küchenabfall verwerten möchten, probieren Sie ein Bokashi-System neben Ihrem normalen Komposter. Bokashi nutzt einen luftdichten Eimer und spezielle Kleie, um alle Lebensmittelabfälle in etwa zwei Wochen zu fermentieren. Anschließend vergraben Sie die fermentierten Reste im Boden oder geben sie auf Ihren Komposthaufen. Sie zersetzen sich schnell ohne Geruch oder Schädlingsprobleme. Ich habe letztes Frühjahr einen Bokashi-Eimer in Betrieb genommen und jetzt landet kein einziger Lebensmittelrest mehr im Müll. Die beiden Systeme decken jeden Abfall meines Haushalts ab – ich wünschte, ich hätte früher damit angefangen.
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