Kamelien wachsen am besten in den USDA-Zonen 7 bis 9. Diese Regionen bieten milde Winter und genügend Luftfeuchtigkeit, damit die Sträucher das ganze Jahr über gesund und grün bleiben. Sie brauchen sauren, gut durchlässigen Boden und Schutz vor der harten Nachmittagssonne, um optimal zu blühen.
Den besten Standort für Kamelien zu finden, erfordert etwas Ausprobieren und Geduld. Ich habe eines Frühjahrs zwei Japonica-Kamelien an verschiedenen Stellen gepflanzt, um zu sehen, was passiert. Die eine, die ich an eine geschützte Ostwand setzte, wuchs innerhalb von zwei Saisons dicht und üppig. Sie bildete dunkelgrüne Blätter und dicke Blütenknospen bis zum zweiten Herbst. Die andere Pflanze stand an einem exponierten Westplatz mit voller Nachmittagssonne. Sie litt jeden Sommer unter Blattverbrennungen und holte in Größe und Vitalität nie auf. Dieser einfache Test zeigte mir, wie wichtig der Pflanzstandort für diese Sträucher ist.
Der pH-Wert des Bodens spielt beim Anbau gesunder Kamelien eine größere Rolle, als die meisten denken. Sie brauchen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5, um Eisen und andere Nährstoffe über ihre feinen oberflächennahen Wurzeln aufzunehmen. Ist der Boden zu alkalisch, wird Eisen im Erdreich gebunden. Die Blätter Ihrer Kamelie werden gelb, obwohl Eisen direkt im Boden vorhanden ist. Die American Camellia Society empfiehlt einen Optimalbereich von 6,0 bis 6,5 für das stärkste Wachstum und die beste Blütenbildung.
Clemson Extension bestätigt, dass Kamelien in gut durchlässigem, saurem Boden mit Halbschatten gedeihen. Schwerer Lehm, der Wasser um die Wurzeln staut, führt schnell zu Fäulnis. Wenn Ihr Boden schlecht entwässert, legen Sie ein Hochbeet an oder schütten Sie den Pflanzbereich 15 bis 20 cm über dem Bodenniveau auf. Mischen Sie feine Kiefernrinde und Kompost in das Beet, um das lockere, saure Substrat zu schaffen, das diese Pflanzen lieben. Gute Drainage allein verhindert etwa 80 % der Wurzelgesundheitsprobleme bei Kamelien.
Besorgen Sie sich einen Bodentest für etwa 15 € von Ihrer örtlichen Gartenbauberatung, bevor Sie auch nur eine Pflanze in die Erde setzen. Dieser einfache Schritt erspart Ihnen jahrelangen Ärger mit gelben Blättern und schwachen Trieben. Liegt der pH-Wert über 6,5, arbeiten Sie Schwefel in der auf der Packung angegebenen Menge in den Boden ein. Torfmoos und Kiefernnadel-Mulch senken den pH-Wert ebenfalls mit der Zeit. Testen Sie einmal jährlich, um sicherzustellen, dass Sie im richtigen Bereich bleiben.
Meiner Erfahrung nach funktioniert es hervorragend, im eigenen Garten nach Hinweisen zu suchen, um gute Pflanzplätze zu finden. Achten Sie auf Azaleen, Rhododendren oder Heidelbeersträucher, die von selbst gut wachsen. Diese Pflanzen haben die gleichen Ansprüche an sauren Boden wie Kamelien. Sehen sie in einem bestimmten Bereich gesund aus, wird Ihre Kamelie dort ebenfalls gut gedeihen. Diese Methode kostet nichts und gibt Ihnen eine gute Einschätzung Ihres Bodens, ohne wochenlang auf Laborergebnisse warten zu müssen.
Mulch ist Ihr bester Freund, sobald Ihre Kamelie in der Erde steht. Verteilen Sie eine 7 bis 8 cm dicke Schicht aus Kiefernrinde oder Kiefernstroh rund um die Basis, aber halten Sie einige Zentimeter Abstand zum Stamm. Dieser Mulch hält die Feuchtigkeit, kühlt die Wurzeln im Sommer und zersetzt sich mit der Zeit zu saurem Humus. Ich erneuere meinen Mulch jeden Frühling und meine Kamelien sahen noch nie besser aus, seit ich damit angefangen habe.
Die richtigen Anbauzonen für Kamelien zu kennen, hilft Ihnen, die beste Art für Ihr Klima auszuwählen. Gärtner in Zone 7 sollten auf winterharte Sorten wie 'Winter's Snowman' setzen, die Temperaturen bis -18 °C vertragen. Die Zonen 8 und 9 bieten die größte Auswahl, da sich die meisten Kamelien in diesen milden Gebieten wohlfühlen. Selbst in Zone 6 können Sie mit Ackerman-Hybriden Erfolg haben, wenn Sie sie an eine warme Südwand pflanzen. Wählen Sie den richtigen Standort und die richtige Sorte – dann wird Ihre Kamelie Sie über Jahrzehnte mit Blüten belohnen.
Vollständigen Artikel lesen: Kamelienpflege und Anbauanleitung