Was ist „Arme-Leute-Gras"?

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Michael Sullivan
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Armeleute-Gras ist ein Spitzname für jeden Bodendecker, der Ihren nackten Boden begrünt, ohne dass Sie Geld für Saatgut, Rollrasen oder Arbeit ausgeben müssen. Hirse-/Fingergras (Crabgrass) bekommt dieses Etikett am häufigsten, weil es von allein auftaucht. Es wächst in schlechtestem Boden und bedeckt Ihren Untergrund schnell. Auch andere Pflanzen wie Klee und heimische Gräser tragen diesen Spitznamen.

Ich habe dieses Konzept zum ersten Mal bei einem Mietobjekt erlebt, bei dem der Vermieter nicht für die Rasenpflege zahlen wollte. Der gesamte Hinterhof war verdichteter Lehm ohne einen Grashalm. Bis Mitte des Sommers hatten Fingergras und Weißklee den ganzen Hof mit grünem Bewuchs gefüllt. Es sah etwas wild aus, aber es stoppte den Matsch und hielt den Staub in Schach. Die Mieter mähten es wie einen normalen Rasen und niemand beschwerte sich. Dieses Grundstück hat mir gezeigt, dass man nicht immer einen perfekten Rasen braucht, um einen Garten zu haben, der seinen Zweck erfüllt.

Fingergras als Bodendecker zu nutzen, ergibt Sinn, wenn man sich sein Wachstum ansieht. Die Pflanze gedeiht in armem, hartem Boden, wo Ihre Rasengräser sich weigern zu wurzeln. Sie übersteht Trockenheit und Hitze über 32 °C (90 °F) ohne jegliche Bewässerung von Ihrer Seite. Eine einzelne Pflanze breitet sich bis zu 3 Meter (10 Fuß) aus und bedeckt Ihre kahlen Stellen in Wochen. Sie müssen sie nicht düngen, gießen oder sonst irgendetwas tun. Sie wächst einfach von selbst und füllt die Lücken.

Dieser Ruf ist nicht neu. Fingergras kam 1849 als Futterpflanze in die USA, weil Landwirte sein schnelles Wachstum schätzten. In Teilen Afrikas und Asiens wird es noch heute gezielt als Viehfutter und Getreide angebaut. Die Sichtweise von Fingergras als Unkraut setzte sich erst durch, als die Amerikaner Mitte des 20. Jahrhunderts einheitlich grüne Rasenflächen haben wollten. Vorher war ein Hof voller Fingergras einfach ein Hof voller nützlichem Gras, das Ihre Tiere ernährte.

Die Nachteile von Fingergras als Bodendecker sind allerdings schwer zu übersehen. Es stirbt beim ersten Frost ab und hinterlässt Ihren Garten von Oktober bis Mai braun und kahl. Jede Pflanze verteilt bis zu 150.000 Samen, die sich in Ihre Beete und den Rasen Ihrer Nachbarn ausbreiten. Es wächst mit einer groben Textur, die aus der Nähe unordentlich aussieht. Diese Eigenschaften machen es zu einer schlechten Wahl für alle, die ganzjährige Bodenbedeckung oder ein ansprechendes Erscheinungsbild für ihren Garten wünschen.

Es gibt bessere Alternativen, wenn Sie eine pflegeleichte Rasenalternative suchen, die weniger als normaler Rasen kostet. Weißklee kostet etwa 4–8 $ pro 100 m² an Saatgut. Er fixiert seinen eigenen Stickstoff und bleibt auch in den heißesten Sommern grün. Mikroklee lässt sich in Ihren bestehenden Rasen einmischen, sodass ein Mischrasen entsteht, der weniger Düngung braucht. Heimische Grasmischungen wie Büffelgras lassen sich günstig aus Samen ziehen. Sie brauchen deutlich weniger Wasser und Mähen als Bluegrass.

Ich habe vor zwei Herbsten eine Mischung aus Weißklee und Feinschwingel auf einer kahlen Stelle in meinem Seitenstreifen getestet. Das Saatgut hat mich unter 15 $ für die gesamte Fläche gekostet. Bis zum nächsten Frühjahr hatte ich eine dichte grüne Abdeckung, die den Sommer ohne zusätzliche Bewässerung überstand. Dieser günstige Bodendecker blieb das ganze Jahr über grün, statt wie Fingergras jeden Winter braun zu werden.

Wenn Sie kahlen Boden mit knappem Budget begrünen müssen, pflanzen Sie Klee oder eine heimische Grasmischung, statt darauf zu warten, dass sich Fingergras ansiedelt. Streuen Sie Ihr Saatgut im frühen Herbst über den nackten Boden und halten Sie ihn zwei Wochen lang feucht. Sie erhalten eine grüne Abdeckung, die jedes Jahr wiederkommt. Das bringt Ihnen die gleiche Ersparnis wie Armeleute-Gras – ohne das Durcheinander und den ständigen Ärger mit den Nachbarn wegen Samen, die in deren Garten wehen.

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