Man legt Tennisbälle ins Vogelbad, um die Eisbildung bei kaltem Wetter zu verlangsamen. Die Bälle schwimmen auf der Oberfläche und bewegen sich mit dem Wind. Diese Bewegung stört das Wasser gerade genug, um zu verhindern, dass sich eine geschlossene Eisschicht über Ihrem Becken bildet. Vögel brauchen das ganze Jahr über flüssiges Wasser, und dieser einfache Trick hilft, bei leichtem Frost einen kleinen Bereich Ihres Bades offen zu halten.
Ich habe diesen Vogelbad-Wintertrick letzten Januar während einer Kältewelle ausprobiert, als die Temperaturen über Nacht auf -1 °C (30 °F) fielen. Ich warf vor dem Schlafengehen zwei alte Tennisbälle in mein Steinbecken. Am Morgen hatte der Rand des Bades eine dünne Eisschicht, aber das Wasser um jeden Ball herum blieb flüssig. Die Bälle waren über Nacht mit der Brise gewandert und hielten zwei faustgroße Stellen mit offenem Wasser frei. Eine Meise trank bereits aus einer dieser offenen Stellen, als ich bei Sonnenaufgang aus meinem Küchenfenster schaute.
Die Physik hinter diesem Trick ist einfach. Der Wind erfasst den leichten Tennisball und schiebt ihn über die Wasseroberfläche. Schon eine leichte Brise erzeugt genug Bewegung, um die Eiskristallbildung zu stören. Wasser muss still sein, um zu einer festen Schicht zu gefrieren. Das ständige Treiben des Balls bricht die frühen Eiskristalle immer wieder auf, bevor sie sich verbinden und die Oberfläche verschließen können. Den gleichen Effekt sehen Sie bei einem Bach, wo fließendes Wasser lange flüssig bleibt, nachdem stille Pfützen bereits zugefroren sind.
Diese Methode funktioniert am besten bei leichtem Frost zwischen -2 °C und 0 °C (28 °F bis 32 °F). Ihr Tennisball-Trick gegen das Einfrieren des Vogelbads wirkt bei diesen milden Temperaturen gut. Sobald die Temperaturen für mehr als ein paar Stunden unter -7 °C (20 °F) fallen, können die Bälle nicht mehr viel ausrichten. Die Kälte überwindet die geringe Bewegung, die sie erzeugen, und Ihr Bad friert um sie herum ein. Bei starkem Frost finden Sie die Tennisbälle morgens in festem Eis eingeschlossen.
Wenn Sie in einer Region mit langen Frostwintern leben, brauchen Sie mehr als Tennisbälle, um Ihre Vögel mit Wasser zu versorgen. Ein richtiger Vogelbad-Heizer kostet zwischen 20 und 40 Dollar und hält das Wasser per Thermostat den ganzen Winter über knapp über dem Gefrierpunkt. Enteiser, die in Ihrem Becken schwimmen, nutzen elektrische Heizelemente statt Wasserbewegung. Diese Geräte verhindern die Eisbildung im Vogelbad auch in den kältesten Nächten des Jahres. Tennisbälle sind eine nette kostenlose Ergänzung zu einem Heizer, können ihn aber bei starker Kälte nicht ersetzen.
Sie können neben Ihren Tennisbällen auch andere Vogelbad-Wintertricks ausprobieren. Ein dunkles Becken nimmt mehr Sonnenwärme auf und lässt dünnes Eis tagsüber schneller schmelzen. Stellen Sie Ihr Bad an einen geschützten Platz nahe einer Südwand, damit es maximales Sonnenlicht einfängt. Manche Leute legen zusätzlich einen Tischtennisball hinein für mehr Bewegung, aber Tennisbälle funktionieren besser, weil sie schwerer sind und mehr Wind einfangen.
Tennisbälle sind der günstigste und einfachste Weg, Ihren Vögeln bei milden Kälteeinbrüchen zu helfen. Schnappen Sie sich ein paar aus dem Schrank oder dem Eineuroladen und werfen Sie sie vor dem ersten Frost in Ihr Bad. Ihre Vögel werden Ihnen für diese kleine offene Wasserstelle danken, wenn alles andere im Garten zugefroren ist. Verlassen Sie sich aber nicht allein auf diesen Trick, wenn bei Ihnen wochenlang Minusgrade herrschen.
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