Unbehandeltes Regenwasser ist nicht gut für den menschlichen Körper, wenn man es ohne vorherige Filterung trinkt. Auf dem Weg nach unten nimmt es Schadstoffe aus der Luft auf. Außerdem sammelt es Bakterien von jeder Oberfläche, die es berührt, bevor Sie es auffangen. Gesundheitsexperten empfehlen, es vor dem Trinken aufzubereiten.
Die Vorstellung von natürlichem, chemiefreiem Wasser klingt auf den ersten Blick verlockend. Regen enthält kein Chlor, kein Fluorid und keine Härtemineralien. Ich dachte früher, das mache es reiner als mein Leitungswasser. Aber Regenwasser enthält auch kein Kalzium und Magnesium, die Ihr Körper braucht. Leitungswasser wird aufbereitet, um gute Mineralien hinzuzufügen und schädliche zu entfernen. Beim Regen fehlt all das.
Jeder Regentropfen nimmt auf, was er auf dem Weg nach unten durchquert. Schwefel aus Kraftwerken und Stickoxide aus Autoabgasen mischen sich beim Fallen bei. Staub und Ruß aus der Luft kommen ebenfalls dazu. Die EPA weist darauf hin, dass Dachabfluss Bakterien aus Vogel- und Tierkot aufnimmt. Asphaltschindeln geben eigene Chemikalien ab. Regenrinnen tragen Rost, Zink und verrottende Blattreste bei.
Eine PMC-Studie fand immer wieder coliforme Bakterien in unbehandelten Regenwasserproben. Diese Keime stammen von Vogel- und Tierkot auf Ihrem Dach. Das Trinken von Wasser mit diesen Keimen kann Magenbeschwerden verursachen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind noch stärker gefährdet. Die Sicherheitsbedenken beim Trinken von Regenwasser sind real und werden durch solide Forschung von Gesundheitsorganisationen weltweit gestützt.
Ich habe letzten Sommer aus Interesse mein eigenes Tonnenwasser testen lassen. Ich schickte eine Probe an ein lokales Labor, und die Ergebnisse zeigten Bakterienwerte weit über den sicheren Trinkwassergrenzwerten. Das Wasser sah für mich klar aus, aber das Labor zeigte ein ganz anderes Bild. Der Test kostete mich 30 Dollar und bewies, dass der Schein bei gelagertem Regenwasser trügen kann.
Es gibt nach ordnungsgemäßer Aufbereitung durchaus echte gesundheitliche Vorteile von Regenwasser. Gefiltertes Regenwasser ist weicher als die meisten städtischen Leitungswässer. Es eignet sich hervorragend zum Waschen von Haaren und Haut, ohne den austrocknenden Effekt von hartem Wasser. Es hat keinerlei Chlorgeschmack. Einige ländliche Gebiete in Australien und der Karibik nutzen aufbereitetes Regenwasser seit Jahren als Hauptwasserversorgung.
Wenn Sie es trinken möchten, brauchen Sie Filter, die nach NSF/ANSI Standard 53 zur Schadstoffreduzierung zertifiziert sind. Eine UV-Licht-Stufe tötet Keime ab, die durch die Filter gelangen. Abkochen funktioniert als schnelle Alternative – bei sprudelndem Kochen für eine Minute. Die komplette Anlage kostet 300 bis 1.000 Dollar, je nach Größe und Marke. Das ist viel Geld für etwas, das Ihr Wasserhahn für Centbeträge erledigt.
Ihre Haut und Haare können allerdings von Regenwasser profitieren. Ich wasche meine Haare einmal pro Woche mit Tonnenwasser und sie fühlen sich weicher an als mit hartem Leitungswasser. Das Fehlen von Chlor und Mineralien bedeutet weniger Ablagerungen auf der Kopfhaut. Manche Leute füllen gefiltertes Regenwasser in Sprühflaschen für eine erfrischende Gesichtsbefeuchtung an heißen Tagen. Diese äußerlichen Anwendungen sind weit weniger riskant als das Trinken und lassen Sie trotzdem die Vorteile von weichem Wasser genießen.
Für die meisten Menschen bleibt Leitungswasser vom lokalen Versorger die sicherste Wahl. Ihr Wasserversorger prüft regelmäßig auf Dutzende von Gefahrenquellen. Die Aufbereitung wird bei Bedarf angepasst, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Nutzen Sie Ihr gesammeltes Regenwasser dort, wo es am meisten bringt. Ihr Garten und Rasen lieben das weiche, saubere Wasser. Ihr Körper sollte bei getestetem, aufbereitetem Wasser aus dem Hahn bleiben. Schon der Kostenunterschied macht die Entscheidung eindeutig. Leitungswasser kostet etwa 0,004 Dollar pro Gallone, während eine Regenwasser-Filteranlage zusätzliche Kosten und Wartung über den Installationspreis hinaus verursacht. Sparen Sie das Regenwasser für Ihre Pflanzen und schützen Sie Ihre Gesundheit, indem Sie trinken, was Ihr Wasserversorger für Sie aufbereitet hat.
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