Was sind die häufigsten Probleme bei Kamelien?

picture of Tina Carter
Tina Carter
picture of Samuel Fitzgerald
Samuel Fitzgerald
Veröffentlicht:
Aktualisiert:

Die häufigsten Probleme bei Kamelien lassen sich auf vier Hauptpunkte eingrenzen. Clemson Extension nennt Triebsterben und Krebs, Wurzelfäule, Kamelienblütenfäule und Teenapfschildlaus. Die meisten davon gehen auf falsche Pflanzentscheidungen oder mangelnde Aufmerksamkeit für Boden und Drainage zurück. Beheben Sie diese Grundlagen und Sie vermeiden die Mehrheit der Kamelienprobleme.

Gute Kamelien-Fehlersuche beginnt mit einem Blick auf die Blätter. Ich hatte einmal eine Japonica, die innerhalb weniger Wochen komplett gelbe Blätter bekam. Meine erste Vermutung war zu viel Wasser. Ich reduzierte das Gießen, aber die Pflanze verschlechterte sich. Ein Bodentest zeigte, dass mein pH-Wert im Laufe der Zeit auf 7,0 gestiegen war. Der hohe pH-Wert blockierte Eisen in der Wurzelzone und verursachte Chlorose. Nachdem ich Schwefel zugegeben und den pH-Wert wieder auf 6,0 gebracht hatte, kehrte die grüne Farbe innerhalb weniger Monate zurück.

Die Teenapfschildlaus ist einer der tückischsten Schädlinge bei Kamelien. Diese winzigen Insekten verstecken sich auf der Blattunterseite und saugen den Pflanzensaft. Anfangs sehen Sie sie nicht. Was Sie sehen werden, sind gelbe Sprenkel auf der Blattoberseite. Drehen Sie ein Blatt um und Sie entdecken weiße oder braune Erhebungen an der Oberfläche. Laut UF/IFAS können Sie sie mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen oder mit Pflanzenschutzöl behandeln, das auf die Blattunterseiten gesprüht wird.

Rußtau zeigt sich als schwarzer Belag auf den Blättern Ihrer Kamelie. Er wächst auf dem klebrigen Honigtau, den Blattläuse und Schildläuse hinterlassen. Der Pilz greift die Pflanze nicht direkt an, blockiert aber das Sonnenlicht am Blatt. Ihre Pflanze kann keine Nährstoffe produzieren und das Wachstum verlangsamt sich. Bekämpfen Sie zuerst die Insekten mit Ölspray und waschen Sie dann den Pilzbelag mit Seifenwasser und einem weichen Tuch ab.

Wurzelfäule befällt Kamelien, die in schwerem Lehm oder an Stellen gepflanzt wurden, wo sich nach Regen Wasser staut. Der Phytophthora-Pilz greift die Wurzeln an und Ihre Pflanze welkt, obwohl der Boden nass ist. Sie denken vielleicht, sie braucht mehr Wasser, aber mehr gießen verschlimmert die Sache nur. Die beste Lösung ist, von Anfang an in gut durchlässigen Boden zu pflanzen. Wenn Sie es früh erkennen, können Sie die Pflanze ausgraben, die faulen Wurzeln abschneiden und sie in ein Hochbeet umsetzen.

Kamelienblütenfäule verwandelt Ihre wunderschönen Blüten in braune Matsche. Ein Pilz im Boden infiziert die Blütenblätter und lässt sie schnell faulen. Sie erkennen es an den braunen Adern, die durch das Blütengewebe verlaufen. Sammeln Sie alle herabgefallenen Blütenblätter unter Ihren Pflanzen auf und entsorgen Sie sie. Kompostieren Sie sie nicht, da der Pilz im Kompost überlebt. Eine 5 cm dicke Schicht frischer Mulch im Spätwinter bildet eine Barriere zwischen dem Bodenpilz und Ihren Blüten.

Blatt- und Schädlingskontrolle

  • Was zu tun ist: Drehen Sie 5 bis 10 Blätter an jeder Pflanze um und suchen Sie nach winzigen Schildläusen oder weißen Erhebungen auf der Unterseite.
  • Warum es hilft: Früherkennung der Teenapfschildlaus hält das Problem klein und erspart Ihnen den Einsatz schwerer Spritzmittel später in der Saison.
  • Maßnahme bei Befall: Besprühen Sie befallene Blätter mit Pflanzenschutzöl und achten Sie darauf, die Blattunterseite gründlich zu benetzen, wo sich die Schädlinge verstecken.

Boden-pH-Test

  • Wann testen: Überprüfen Sie den pH-Wert Ihres Bodens einmal jährlich im zeitigen Frühjahr, bevor Sie Ihre Kamelien für die Saison düngen.
  • Zielbereich: Halten Sie den pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 für die beste Nährstoffaufnahme über die Wurzeln Ihrer Pflanze.
  • Hohen pH korrigieren: Arbeiten Sie Schwefel in der auf der Verpackung angegebenen Menge in den Boden ein und mulchen Sie mit Kiefernrinde oder Kiefernnadeln, um den Wert langfristig zu senken.

Aufräumen abgefallener Blütenblätter

  • Zeitpunkt: Sammeln Sie verblühte Blüten jede Woche während der Blütezeit auf, um die Ausbreitung des Fäulnispilzes in Ihrem Garten zu verhindern.
  • Entsorgung: Sammeln Sie abgefallene Blütenblätter in einem Beutel und werfen Sie sie in den Müll statt auf den Kompost, um den Pilz von Ihrem Boden fernzuhalten.
  • Vorbeugung: Bringen Sie im Spätwinter frischen Mulch unter Ihren Pflanzen aus, um eine Barriere zwischen Bodensporen und neuen Blütenknospen zu schaffen.

Die meisten Kamelienprobleme lassen sich leicht verhindern, wenn Sie ein paar einfache Aufgaben im Blick behalten. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen einmal im Monat, testen Sie Ihren Boden einmal im Jahr und räumen Sie während der Blütezeit abgefallene Blütenblätter auf. Diese Gewohnheiten dauern nur wenige Minuten, bewahren Sie aber vor großen Problemen. Ihre Kamelien bleiben gesund und blühen jahrelang weiter, wenn Sie ihnen dieses kleine Maß an Pflege gönnen.

Vollständigen Artikel lesen: Kamelienpflege und Anbauanleitung

Weiterlesen