Kommen Zinnien jedes Jahr wieder?

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Liu Xiaohui
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Nein, dass Zinnien jedes Jahr wiederkommen, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Zinnien sind echte Einjährige, die nach dem ersten starken Frost absterben und im folgenden Frühjahr nicht aus ihren Wurzeln zurückkehren. Jede Saison erfordert eine neue Aussaat – entweder mit frischen Samen oder mit Samen, die die Pflanzen im vorherigen Herbst abgeworfen haben.

Sie fragen sich vielleicht, ob Zinnien einjährig oder mehrjährig sind, weil sie manchmal Jahr für Jahr an derselben Stelle auftauchen. Das fiel mir vor drei Jahren in meinem eigenen Garten auf. Rosa und orangefarbene Keimlinge erschienen genau dort, wo im Sommer zuvor meine roten Zinnien gestanden hatten. Die Farben stimmten überhaupt nicht mit den Elternpflanzen überein. Das verriet mir, dass es sich um Selbstaussaat-Sämlinge aus herabgefallenen Samen handelte – nicht um die alten Pflanzen, die zurückkamen.

Der Lebenszyklus der Zinnie erklärt, warum sie nicht wiederkommen können. Als echte Einjährige durchlaufen Zinnien jeden Lebensabschnitt in einer Vegetationsperiode. Sie keimen, bilden Stängel und Blätter, bringen Blüten hervor, setzen Samen an und sterben dann ab. Dieser gesamte Prozess dauert etwa 60–90 Tage von der Aussaat bis zur letzten Blüte. Sobald die Pflanze Samen gebildet hat, ist ihre Aufgabe erfüllt und sie beginnt abzubauen. Das passiert sogar ohne Frost. Sie werden sehen, dass die Stängel verholzen und die Blätter sich gelb färben, wenn die Pflanze sich dem Ende zuneigt.

Die NC State Extension führt Zinnia elegans als einjährig in den USDA-Zonen 2a bis 11b auf. Selbst wenn Sie in einer frostfreien Zone wie Südflorida leben, werden Ihre Zinnien nicht als Stauden überdauern. Die Pflanzen erschöpfen sich nach der Samenbildung und verblassen – unabhängig davon, wie warm es bleibt. Hitze und Luftfeuchtigkeit können diesen Abbau sogar noch beschleunigen.

Die gute Nachricht ist, dass Zinnien sich mit sehr wenig Zutun selbst aussäen. Wenn Blütenköpfe an der Pflanze vertrocknen, fallen die Samen auf den Boden darunter. Diese Samen überdauern den Winter in Ihrer Erde. Sie keimen, wenn es im Frühling warm genug wird. Das kann den Eindruck erwecken, Ihre Zinnien seien von selbst wiedergekommen. Tatsächlich sehen Sie aber eine völlig neue Generation von Pflanzen, die aus den abgefallenen Samen des Vorjahres wächst.

Sie können diesen natürlichen Prozess mit ein paar einfachen Schritten fördern. Lassen Sie am Ende der Vegetationsperiode 3–5 Blütenköpfe pro Pflanze vertrocknen und ihre Samen abwerfen. Schneiden Sie diese Pflanzen nicht zurück, bevor die Samenstände braun und papierartig geworden sind. Verzichten Sie im Frühling auf Umgraben oder Harken in diesem Bereich, damit die Samen nicht zu tief vergraben werden. Gießen Sie die Stelle leicht, wenn warmes Wetter kommt, um die Keimung anzuregen. Sie können getrocknete Samenstände auch über den Winter in einer Papiertüte sammeln und sie im Frühling selbst ausstreuen, um mehr Kontrolle darüber zu haben, wo die neuen Pflanzen wachsen.

Ihre selbst ausgesäten Zinnien werden nicht genauso aussehen wie die Elternpflanzen. Hybridsorten bringen Nachkommen mit gemischten Farben und Größen hervor. Wenn Sie jedes Jahr exakt die gleichen Blumen möchten, kaufen Sie frische Samentüten benannter Sorten. Wenn Sie aber Überraschungen mögen, lassen Sie Ihre Zinnien sich selbst aussäen und genießen Sie ein einzigartiges Gartenbild. Es verändert sich jede Saison, und Sie wissen nie, welche Farben auftauchen werden.

So oder so: Planen Sie ein, jedes Frühjahr neue Samen als Hauptstrategie auszubringen. Betrachten Sie alle Freiwilligen-Pflanzen, die von selbst erscheinen, als willkommenen Bonus. Ich säe immer eine frische Runde aus und schaue dann, welche Extras der Garten mir gratis schenkt. In manchen Jahren bekomme ich Dutzende Freiwillige, in anderen nur eine Handvoll. Auf Selbstaussaat allein kann man sich nicht verlassen, aber es ist eine schöne Belohnung dafür, ein paar verblühte Blütenköpfe am Ende des Herbstes an den Pflanzen zu lassen.

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