Direkte Fundamentschäden durch Baumwurzeln sind selten, trotz dessen, was viele Menschen über Bäume in Hausnähe glauben. Wurzeln können massiven Beton nicht aus eigener Kraft reißen oder durch intakte Wände drücken. Der tatsächliche Schaden entsteht durch indirekte Auswirkungen wie Veränderungen der Bodenfeuchtigkeit und Wurzeln, die durch bereits vorhandene Lücken wachsen. Diese Wahrheit ist wichtig für Ihre Gartenplanung rund um Ihr Haus.
Ich lernte diese Lektion bei einer Hausinspektion vor Jahren. Die Besitzerin machte eine große Eiche für Risse in ihrer Kellerwand verantwortlich. Wir holten einen Ingenieur, der die wahre Ursache fand: schlechte Drainage und Bodensetzung. Der Baum stand 8 Meter (26 Fuß) entfernt und hatte überhaupt nichts mit dem Schaden zu tun. Sie hätte beinahe einen gesunden Baum ohne guten Grund gefällt.
Ein anderer Fall zeigte mir, wie Wurzeln bestehende Probleme im Laufe der Zeit verschlimmern können. Eine Kundin hatte Haarrisse in ihrem Plattenfundament von normaler Setzung vor Jahren. Wurzeln eines nahegelegenen Ahorns fanden diese winzigen Spalten und wuchsen hinein, um Feuchtigkeit zu suchen. Die Wurzeln verursachten nicht die ursprünglichen Risse, aber sie erweiterten die Spalten, sobald sie drinnen waren. Das lehrte mich, zuerst nach früheren Schäden zu suchen.
Der Mythos, dass Wurzeln Fundamente reißen, beruht auf einem grundlegenden Missverständnis darüber, wie Wurzeln funktionieren. Baumwurzeln wachsen, indem sie Wegen mit dem geringsten Widerstand durch den Boden folgen. Sie können massiven Beton nicht durchdringen, da ihnen die Kraft dazu fehlt. Forschungen der University of Florida zeigen, dass Hauptstützwurzeln abbiegen, wenn sie auf harte Objekte treffen. Fundamente und Bordsteine lenken das Wurzelwachstum in neue Richtungen ab.
Veränderungen der Bodenfeuchtigkeit verursachen die meisten tatsächlichen Schäden an Gebäuden durch Baumwurzeln, über die Sie in den Nachrichten hören. Große Bäume ziehen während Trockenperioden riesige Wassermengen aus dem Boden. Lehmböden schrumpfen beim Austrocknen, wodurch sich Ihr Fundament ungleichmäßig setzen kann. Wenn der Regen zurückkehrt, quillt der Boden auf und übt Druck auf die Wände aus. Dieser Zyklus aus Schrumpfen und Quellen lässt Beton mit der Zeit reißen.
Ihre Fundamentprobleme durch Wurzeln werden wahrscheinlicher bei bestimmten Kombinationen von Baumarten und Bodentypen. Weiden und Pappeln trinken mehr Wasser als die meisten Bäume und verursachen schnellere Bodenveränderungen. Lehmboden bewegt sich stärker als sandiger Boden, wenn der Feuchtigkeitsgehalt schwankt. Häuser, die auf Lehm gebaut sind und durstige Bäume in der Nähe haben, tragen das höchste Risiko für Setzungsschäden.
Sichere Pflanzabstände variieren je nach Baumart und Ihrem Bodentyp zu Hause. Kleine Zierbäume können 3-5 Meter (10-16 Fuß) von Ihrem Haus entfernt wachsen, ohne Bedenken. Mittelgroße Bäume brauchen 6-8 Meter (20-26 Fuß) Abstand, um sicher zu sein. Große Bäume wie Eichen sollten mindestens 10 Meter (33 Fuß) von Ihrem Fundament entfernt stehen. Fügen Sie zusätzlichen Abstand hinzu, wenn Sie Lehmboden unter Ihrem Haus haben.
Achten Sie auf Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Baum bald Ihr Fundament beeinflussen könnte. Neue Risse, die bei trockenem Wetter erscheinen und sich in feuchten Perioden schließen, weisen auf Bodenbewegung hin. Türen und Fenster, die nur im Sommer klemmen, deuten auf saisonale Setzung durch Feuchtigkeitsverlust hin. Böden, die sich zu einem großen Baum hin oder von ihm weg neigen, verdienen eine genauere Untersuchung durch einen Fachmann.
Rufen Sie einen zertifizierten Baumpfleger, wenn Sie diese Warnzeichen an Ihrem Haus sehen. Der Baumpfleger kann die Wurzelzone des Baumes und seinen Wasserverbrauch beurteilen. Lassen Sie gleichzeitig einen Bauingenieur Ihr Fundament prüfen. Wurzelbarrieren, die zwischen Baum und Haus platziert werden, können viele Probleme lösen. Das Fällen des Baumes wird nur dann zur Lösung, wenn das Risiko seinen Wert für Sie überwiegt.
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