Zimmerpflanze · Marantaceae
Stromanthe Triostar
Stromanthe thalia 'Triostar'
Gib ihr weiches Wasser, warme, feuchte Luft und sanftes Licht, und dieser pink gestreifte Charmeur belohnt deine Geduld.
Hell, indirekt
bis -1°C
0,6–1,5 m

Überblick
Die Stromanthe Triostar ist eine wahre Augenweide, mit Blättern in Grün, Creme, Weiß und Pink und einem warmen, weinroten Ton auf der Unterseite. Sie gehört zur Familie der Gebetspflanzen, jeden Abend heben sich die Blätter Richtung Decke und senken sich morgens wieder, eine sanfte kleine Bewegung, die sie fast wie eine Gefährtin wirken lässt. Die Farbe ist der Grund, sie zu ziehen, und mit ein wenig gleichbleibender Pflege bleibt sie wunderschön.
Diese Pflanze verlangt mehr Aufmerksamkeit als eine Einsteigerpflanze, aber lass dich davon nicht abschrecken. Sie ist auf dem warmen, feuchten Waldboden Brasiliens aufgewachsen und möchte zu Hause einfach dieselbe Wärme und Feuchtigkeit. Sie sagt dir, wenn etwas nicht stimmt, ob das nun braune Ränder von hartem Leitungswasser sind, Schmollen in trockener Luft oder Verbrennungen durch direkte Sonne. Lies diese kleinen Signale früh, dann kannst du gegensteuern, denn die meisten Fehler lassen sich hier leicht wieder ausbügeln.
Wächst sie gut, bildet sie einen weichen, horstartigen Hügel aus aufrechten Stängeln, den du alle ein bis zwei Jahre sanft teilen kannst. Halte Wasser, Licht und Luftfeuchtigkeit angenehm, und jedes neue Blatt öffnet sich im selben fröhlichen Dreiklang der Farben, der dich verzaubert hat. Du bist fähiger, diese Pflanze glücklich zu machen, als du vielleicht denkst.
Pflege
Kurz gesagt: Gib ihr helles, indirektes Licht und nie grelle direkte Sonne, gieße mit weichem, gefiltertem Wasser und halte die Erde gleichmäßig feucht. Strebe eine Luftfeuchtigkeit über 60 % an, halte sie kuschelig warm und dünge sie leicht, während sie wächst.
Licht
Stell sie an einen Ort mit hellem, indirektem Licht, etwa in die Nähe eines Ost- oder Nordfensters. Direkte Sonne bleicht und verbrennt das zarte Pink und Creme, und tiefer Schatten lässt die Farbe verblassen, sanftes, geflecktes Licht oder ein transparenter Vorhang ist also genau der Punkt, den sie liebt.
Gießen
Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nie durchnässt, gib mehr während des aktiven Wachstums und zieh im Winter zurück. Der Trick liegt beim Wasser selbst, denn Fluorid, Chlor und Salze im Leitungswasser verbrennen die Blattränder, gefiltertes Wasser, destilliertes Wasser oder Regenwasser lässt sie also am besten aussehen.
Boden
Topfe sie in eine nährstoffreiche, organisch reiche Erde, die feucht bleibt und dennoch gut abtrocknet, denn weder ein staubtrockener noch ein durchnässter Wurzelballen sind ihr recht. Beim pH-Wert ist sie entspannt und kommt problemlos mit 6,0 bis 8,0 zurecht.
Temperatur
Halte sie warm und gleichmäßig, nie kälter als etwa 15°C. Das ist eine tropische Pflanze, die für kalte Zugluft kein Verständnis hat, halte sie also im Winter von kühlen Fenstern und Türbereichen fern, dann bleibt sie zufrieden.
Luftfeuchtigkeit
Das ist der Punkt, den die meisten übersehen, und er lohnt sich, richtig gemacht zu werden. Die Pflanze möchte eine Luftfeuchtigkeit von 60 % oder mehr, und trockene Raumluft ist meist die Ursache für diese braunen Ränder. Ein Luftbefeuchter, eine Kiesschale oder einfach mehrere Pflanzen zusammenzustellen helfen alle dabei, die Luft feucht und die Blätter glatt zu halten.
Düngen
Dünge sie sanft während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer, etwa alle 2 bis 3 Wochen. Ein stickstoffarmer Flüssigdünger ist alles, was sie braucht, und in den kälteren Monaten, wenn das Wachstum von Natur aus nachlässt, kannst du das Düngen ganz einstellen.
Schneiden
Um Rückschnitt musst du dich kaum kümmern. Schneide einfach müde oder beschädigte Blätter an der Basis ab, sobald du sie entdeckst, und der Horst bleibt ordentlich und frisch.
Umtopfen
Topfe sie alle 1 bis 2 Jahre im Frühjahr um, sobald Wurzeln beginnen, den Topf zu umkreisen, Wasser sofort durchläuft oder der Horst gedrängt aussieht. Das ist auch der perfekte Moment zum Teilen, denn die Pflanze ist ohnehin schon aus dem Topf und leicht zu handhaben.
Größe & Abstand
Drinnen wächst sie zu einem aufrechten Horst von etwa 60 bis 150 cm Höhe und 60 bis 90 cm Breite heran. Gib ihr etwas Freiraum auf dem Regal, damit Luft um die Blätter zirkulieren kann und nichts gegen eine Wand gedrückt wird.
Probleme lösen
Fast jede kleine Störung bei dieser Pflanze zeigt sich zuerst an den Blättern, und meist liegt die Ursache bei Wasser, Luft oder Licht. Schau dir in Ruhe die Ränder, die Panaschierung und die Erde an, dann erkennst du Probleme, solange sie noch klein sind. Finde dein Symptom weiter unten, behandle die Ursache, und die Pflanze erholt sich wieder.
Eine welkende Pflanze mit weichen Stängelbasen und säuerlicher Erde
Nasse, luftundurchlässige Erde führt zu Wurzel- und Stängelfäule, und ein säuerlicher Geruch aus dem Topf ist das deutlichste Anzeichen. Nimm die Pflanze aus dem Topf und schneide jede weiche, braune Wurzel und jeden weichen Stängel ab, bevor du sie in frische, gut durchlässige Erde umtopfst. Gieße von da an nur so viel, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, und achte auf guten Abzug im Topf, dann hat sie eine echte Chance, sich zu erholen.
Lösung:
- Aus dem Topf nehmen und alle weichen, verfaulten Wurzeln und Stängel entfernen
- In frische, gut durchlässige Erde umtopfen
- Nur so viel gießen, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, nie durchnässt, und für guten Abzug sorgen
Feine Gespinste und ein gesprenkeltes, staubiges Aussehen der Blätter
Heiße, trockene Luft ist eine offene Einladung für Spinnmilben, die sich an Blattunterseiten und Blattachseln sammeln und einen gesprenkelten, staubigen Film hinterlassen. Spüle das Laub ab und wische die Unterseiten sauber, hebe dann die Luftfeuchtigkeit an, damit die Pflanze für sie weniger einladend wird. Behandle mit Insektizidseife oder Gartenbauöl, wiederhole das laut Etikett, und die Pflanze erholt sich wieder.
Lösung:
- Laub abspülen und Unterseiten abwischen
- Luftfeuchtigkeit anheben, das schreckt Milben ab
- Mit Insektizidseife oder Gartenbauöl behandeln und laut Etikett wiederholen
Weiße Wattebäusche versteckt in den Blattachseln
Diese watteartigen weißen Klumpen sind Wollläuse, und sie hinterlassen oft eine klebrige Spur. Berühre jede einzelne mit einem in Isopropylalkohol getränkten Wattestäbchen und behandle danach mit Insektizidseife oder Gartenbauöl. Halte die Pflanze für sich und behandle sie nach einer Weile erneut, denn ein paar Nachzügler können die Kolonie still und leise neu aufbauen.
Lösung:
- Insekten mit einem in Isopropylalkohol getränkten Wattestäbchen betupfen
- Mit Insektizidseife oder Gartenbauöl behandeln
- Die Pflanze isolieren und die Behandlung wiederholen
Braune, knusprige Ränder, die sich an den Blättern ausbreiten
Diese kleine Schönheit ist wählerisch beim Wasser, und meist steckt genau das hinter der Braunfärbung. Fluorid, Chlor und Salze aus gewöhnlichem Leitungswasser sammeln sich im Blatt und verbrennen die Ränder und Spitzen, während die Mitte grün bleibt. Wechsle zu gefiltertem, destilliertem Wasser oder Regenwasser, hebe die Luftfeuchtigkeit über 60 % an und lass die Erde nicht austrocknen, denn trockene Luft und durstige Wurzeln machen es nur schlimmer. Es ist rein kosmetisch, mach dir also nicht zu viele Sorgen.
Lösung:
- Zu gefiltertem, destilliertem Wasser oder Regenwasser wechseln
- Die Luftfeuchtigkeit mit einem Luftbefeuchter oder einer Kiesschale auf über 60 % anheben
- Die Erde durchgehend feucht halten, nie staubtrocken
- Stark verbräunte Ränder nur aus optischen Gründen zurückschneiden
Blasse, verbrannte Flecken auf den cremefarbenen und pinken Bereichen
Die hellen cremefarbenen und pinken Teile jedes Blattes enthalten sehr wenig Chlorophyll, deshalb verbrennt sie direkte Sonne zuerst. Achte auf blasse, knusprige Flecken auf Blättern, die im grellen Mittagslicht stehen. Stell die Pflanze behutsam in helles, indirektes Licht oder an ein Ost- oder Nordfenster, mildere starke Sonne mit einem transparenten Vorhang, und das neue Wachstum kommt sauber nach.
Lösung:
- An einen Standort mit hellem, indirektem Licht oder Ost-/Nordausrichtung stellen
- Grelle direkte Sonne mit einem transparenten Vorhang filtern
Giftigkeit
Hier eine beruhigende Nachricht für Haushalte mit Haustieren: Das ist eine ungiftige Gebetspflanze, in ihren Blättern oder Stängeln wurde kein Gift gefunden. Die NC State Extension führt die Art als tierfreundlich, ein neugieriger Probierbiss von Katze, Hund oder Kaninchen ist also kein Grund zur Sorge. Zum Essen ist sie nicht gedacht, und ein großer Mund voll Blattfasern kann eine kurze Magenverstimmung auslösen, aber wirklich schädlich ist hier nichts.
Ungiftig für
Menschen · Katzen · Hunde · Pferde · Kaninchen · Nutztiere · Vögel
Katzen Keine
Katzen sind in ihrer Nähe sicher. Die NC State führt diese Gebetspflanze als tierfreundlich, und in den Blättern wurde nichts Giftiges gefunden, ein neugieriger Probierbiss ist also kein Grund zur Sorge.
Hunde Keine
Hunde kommen in ihrer Nähe problemlos zurecht. Im Laub ist kein Gift bekannt, auch wenn ein Hund, der eine Zimmerpflanze verschlingt, allein durch die Fasern eine kurze Magenverstimmung bekommen kann.
Pferde Unbedenklich
Für Pferde ist nichts Giftiges verzeichnet. Sie lebt drinnen statt draußen auf einer Weide, aber ein verirrtes Blatt schadet nicht, sollte eines gefunden werden.
Kaninchen Unbedenklich
Kaninchen können sich gefahrlos den Raum mit ihr teilen. Die Blätter enthalten kein Gift, ein heimlicher Biss schadet einem Kaninchen also nicht.
Nutztiere Unbedenklich
In dieser Pflanze steckt nichts, das Weidetieren schadet, und als Zimmerpflanze kreuzt sie ohnehin selten ihren Weg.
Vögel Unbedenklich
Ziervögel sind neben dem Laub sicher. In ihren Blättern oder Stängeln wurde keine schädliche Verbindung dokumentiert.
Menschen Unbedenklich
Unbedenklich in jedem Raum, in dem sich die Familie aufhält. Sie wird nicht zum Essen angebaut, enthält aber auch kein Gift, Kinder sind also in ihrer Nähe nicht gefährdet.
Wie bei jeder Zimmerpflanze solltest du Haustiere davon abhalten, am Laub zu kauen; das Verschlucken von Pflanzenfasern kann trotzdem eine leichte, vorübergehende Magen-Darm-Verstimmung verursachen.
Sorten
Triostar ist der Star, den jeder kennt, aber sie ist nicht die einzige bunt gezeichnete Stromanthe, der du begegnen könntest. Hier sind die zwei, die es zu unterscheiden lohnt.
'Triostar' (Syn. 'Tricolor')
Ihre grünen Blätter sind mit Weiß, Creme und Pink gesprenkelt, und jedes leuchtet auf der Unterseite in kräftigem Pink bis Weinrot.
'Magic Star'
Magic Star tauscht das Pink gegen cremeweiße Sprenkel auf grünen Blättern, mit satten kastanienbraunen Unterseiten.
Vermehrung
Es gibt eigentlich nur einen zuverlässigen Weg, diese Pflanze zu vermehren, und das Schöne ist, dass er genau mit dem Umtopfen eines vollen Horsts zusammenfällt. Wird der Topf eng, erledigst du gleich zwei erfreuliche Aufgaben auf einmal.
TeilungMittel
Frühjahr, bevor neues Wachstum einsetzt · Mehrere Wochen bis wenige Monate
Der sanfte Weg, diese Pflanze zu vermehren, ist das Teilen des Rhizomhorsts im Frühjahr, kurz bevor frisches Wachstum erscheint. Topfe jede Teilung ein und halte sie warm, feucht und gleichmäßig gegossen, während sie sich einlebt. Hab Geduld mit ihr, denn eine Teilung kann mehrere Wochen bis wenige Monate brauchen, um Wurzeln zu bilden und eigenständig zu wachsen.
Mythen
Die Stromanthe Triostar ist eigentlich nur eine Art Calathea.
In Geschäften wird sie oft als 'Calathea Triostar' verkauft und ausgezeichnet, dabei gehört sie zu einer eigenen Gattung, Stromanthe. Der von Botanikern anerkannte Name ist Stromanthe thalia, mit Stromanthe sanguinea als Synonym, weshalb die RHS sie unter Stromanthe sanguinea 'Triostar' führt.