Die Wahl zwischen Bermuda oder Schwingel hängt davon ab, wo Sie leben und wie Ihr Rasen im Winter aussehen soll. Bermudagras gedeiht in den USDA-Zonen 7 bis 10 mit heißen Sommern und milden Wintern. Rohrschwingel eignet sich am besten für die Zonen 3 bis 8, wo er sowohl Sommerhitze als auch kalte Winter verträgt und das ganze Jahr über grün bleibt.
Ich habe beide Gräser in meiner Nachbarschaft im direkten Vergleich beobachtet – wir liegen genau in der Übergangszone. Jeden November werden die Bermuda-Rasen strohbraun und bleiben so bis Ende April. Die Rohrschwingel-Rasen hingegen behalten ihre dunkelgrüne Farbe den gesamten Winter über. Diese fünfmonatige Farblücke ist das Erste, was Besuchern auffällt. Es ist der Hauptgrund, warum immer mehr Hausbesitzer in meiner Straße auf Schwingel umgestiegen sind.
Der biologische Kompromiss zwischen Bermudagras und Rohrschwingel liegt darin, wie jedes Gras wächst und sich selbst repariert. Bermuda bildet oberirdische Stolonen und unterirdische Rhizome. Es schließt Schäden innerhalb weniger Wochen von selbst, ohne Ihr Zutun. Rohrschwingel wächst in Horsten und kann kahle Stellen nicht eigenständig füllen. Sie müssen Schwingel alle paar Jahre nachsäen, um ihn dicht zu halten, während Bermuda das von alleine erledigt.
Aber Bermudas Ausbreitungsdrang hat auch eine Kehrseite. Es dringt in Blumenbeete, Gehwegfugen und den Garten Ihres Nachbarn ein, wenn Sie es nicht in Schach halten. Rohrschwingel bleibt dort, wo Sie ihn gepflanzt haben. Bermuda braucht außerdem volle Sonne und überlebt unter Baumschatten nicht, während Rohrschwingel 4 bis 6 Stunden Halbschatten verträgt, ohne auszudünnen.
UC Davis bewertet Rohrschwingel als ausgezeichnet bei Trockenheit und Hitze mit geringem Pflegeaufwand. Bermuda erfordert mittlere bis hohe Pflege, weil es im Sommer so schnell wächst. Sie werden Bermuda in Spitzenmonaten alle 3 bis 5 Tage mähen müssen, damit es nicht verwildert. Rohrschwingel braucht nur einen Schnitt pro Woche. Allein dieser Unterschied im Mährhythmus macht viel aus, wenn Sie wenig Zeit haben.
Auch der Wasserbedarf unterscheidet sich zwischen beiden Gräsern. Das tiefe Wurzelsystem des Rohrschwingels zieht Feuchtigkeit aus 60 bis 90 cm Tiefe. Sie können seltener gießen und das Gras bleibt trotzdem grün. Bermuda hat kürzere Wurzeln, geht bei Trockenheit aber in die Ruhephase, anstatt abzusterben. Beide Gräser überleben Trockenperioden, aber Schwingel sieht dabei besser aus, weil er seine grüne Farbe auch unter Stress behält.
Starke Trittbelastung ist der Bereich, in dem Bermuda seinen größten Vorteil ausspielt. Sportplätze, Spielplätze und Gärten mit aktiven Hunden kommen mit Bermuda besser zurecht, weil es Schäden durch sein ausbreitendes Wachstum schnell repariert. Rohrschwingel verträgt mäßige Belastung, erholt sich aber ohne Nachsaat nicht von starker Abnutzung. Wenn Ihr Rasen täglich stark beansprucht wird, bietet Bermuda Ihnen einen Rasen, der sich selbst heilt.
Hier ist die Entscheidungshilfe für Ihre Wahl zwischen Schwingel und Bermuda. Wählen Sie Bermuda, wenn Sie in den Zonen 7 bis 10 leben, volle Sonne ohne Schatten haben und einen Rasen brauchen, der starke Belastung aushält. Sie müssen mit braunem Gras von November bis April leben, aber Sie bekommen den Rest des Jahres schnelle Selbstreparatur.
Wählen Sie Rohrschwingel, wenn Sie ganzjährig grüne Farbe wollen, etwas Schatten in Ihrem Garten haben und weniger Zeit hinter dem Mäher verbringen möchten. Er funktioniert hervorragend überall in den Zonen 3 bis 8 und kostet im Laufe der Zeit weniger im Unterhalt. Beide Gräser sind robust, aber das richtige Gras für Ihr Klima und Ihre tägliche Nutzung zu wählen, macht den entscheidenden Unterschied für Ihren Garten.
Vollständigen Artikel lesen: Rohrschwingel-Ratgeber für Hausbesitzer