Welche Nachteile haben selbstbewässernde Töpfe?

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Michael Sullivan
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Die wichtigsten Nachteile selbstbewässernder Töpfe lassen sich auf vier Punkte zusammenfassen. Sie kosten mehr in der Anschaffung, wiegen gefüllt viel, eignen sich nicht für jede Pflanzenart und müssen regelmäßig gereinigt werden. Diese Töpfe funktionieren hervorragend für durstige Pflanzen, sind aber nicht für jeden Garten die richtige Wahl.

Die Kosten summieren sich schnell, wenn man mehrere Stück braucht. Ein mittelpreisiges selbstbewässerndes Pflanzgefäß kostet 25 bis 40 € – das ist zwei- bis dreimal so viel wie ein einfacher Terrakotta-Topf. Die NC State Extension weist darauf hin, dass die Ausstattung einer ganzen Terrasse mit diesen Töpfen teuer wird. Die Nachteile auf der Kostenseite verschärfen sich, wenn günstige Modelle nach wenigen Saisons reißen. Dann kauft man doppelt. Gelprodukte, die als günstige Alternative angepriesen werden, funktionieren ebenfalls nicht gut.

Den versteckten Pflegeaufwand habe ich auf die harte Tour gelernt. Nach sechs Monaten mit hartem Leitungswasser in meinem Küchenkräuter-Pflanzkübel nahm ich den Tank zum Schrubben auseinander. Eine dicke weiße Kalkschicht überzog die Innenwände. Die Ablagerungen hatten begonnen, den Docht zu verstopfen – mein Basilikum bekam also weniger Wasser als gedacht. Solche Probleme mit selbstbewässernden Töpfen tauchen in keiner Werbung auf. Bei hartem Leitungswasser sollten Sie das Reservoir alle 3 bis 4 Monate durchspülen.

Meine Freundin hatte das gleiche Problem mit Algen, die in ihrem durchsichtigen Reservoir wuchsen. Der grüne Schleim blockierte den Docht nach nur vier Monaten. Sie musste den gesamten Pflanzkübel auseinandernehmen, um ihn zu reinigen. Dunkle Reservoirs helfen, Algenbildung zu verhindern, aber regelmäßiges Spülen bleibt trotzdem nötig.

Auch das Gewicht überrascht die meisten. Ein 20-Liter-Selbstbewässerungstopf mit feuchter Erde und vollem Tank kann über 18 Kilogramm wiegen. Ihn zu verschieben, um mehr Sonne zu bekommen oder ihn im Winter reinzuholen, wird zur Plackerei. Wer zur Miete wohnt und eine Gewichtsbegrenzung für den Balkon hat, kann mit einer Reihe gefüllter Töpfe die Belastungsgrenze der Konstruktion überschreiten.

Die konstante Feuchtigkeit dieser Töpfe schadet Pflanzen, die für Trockenperioden gemacht sind. Sukkulenten, Kakteen, Lavendel und Rosmarin brauchen es, dass ihre Erde zwischen den Wassergaben austrocknet. Ihre Wurzeln nehmen bei Regen schnell Wasser auf und ruhen dann bis zum nächsten Schauer in trockener Erde. Ein Reservoir hält die Erde ständig feucht, was die Wurzeln dieser Arten zum Faulen bringt. Die Feuchtigkeit lässt sich nicht tief genug regulieren für Pflanzen mit Trockenzyklen.

Normale Töpfe sind in einigen klaren Fällen die bessere Wahl. Bleiben Sie bei Terrakotta oder Ton, wenn Sie Sukkulenten oder Kräuter wie Rosmarin anbauen. Wählen Sie leichtere Töpfe, wenn Sie Ihre Pflanzen häufig umstellen. Selbstbewässernde Pflanzgefäße lohnen sich für durstige Tropenpflanzen, Basilikum und Tomaten, die den ganzen Sommer über viel Wasser brauchen.

Kaufen Sie zuerst einen selbstbewässernden Topf und testen Sie ihn mit einer Pflanze, die gleichmäßig Wasser braucht. Notieren Sie über 3 bis 4 Monate, wie oft Sie den Tank reinigen. Wenn der Pflegeaufwand vertretbar ist und die Pflanze gut gedeiht, kaufen Sie von dort aus weitere. Dieser Testlauf lässt Sie die Vorteile gegen die zusätzlichen Kosten und den Aufwand abwägen, bevor Sie voll einsteigen.

Vollständigen Artikel lesen: Selbstbewässernde Pflanzgefäße: Der komplette Leitfaden

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