Was sind die Nachteile von Gummibäumen?

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Paul Reynolds
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Die größten Nachteile von Gummibäumen lassen sich auf vier Dinge zusammenfassen: reizender Saft, plötzlicher Blattabwurf, schnelles Wachstum und Giftigkeit für Haustiere.

Ich hatte das Blattabwurf-Problem in meinem ersten Winter als Gummibaumbesitzer. Ich stellte meine Pflanze näher ans Fenster, um in den kurzen Tagen mehr Licht zu bekommen. Was ich übersah, war der kalte Luftzug, der nachts durch den Fensterrahmen kam. Innerhalb einer Woche warf mein Gummibaum sieben Blätter von unten nach oben ab. Jeden Morgen lag ein weiteres dickes Blatt auf dem Boden. Die Pflanze sah kahl und traurig aus, bis ich die Ursache fand. Ich stellte sie testweise an ihren alten Platz zurück und der Blattabwurf hörte sofort auf. Aber die verlorenen Blätter wuchsen am unteren Stamm nie nach.

Dein Gummibaum reagiert auf Veränderungen wegen seiner tropischen Herkunft. In der Wildnis bleiben Temperatur und Licht das ganze Jahr über gleich. Wenn du etwas schnell in deinem Zuhause änderst, behandelt deine Pflanze das wie eine Krise. Sie wirft Blätter ab, um Energie zu sparen. Sogar das Umstellen deines Gummibaums in ein anderes Zimmer kann das auslösen, wenn der Licht- oder Temperaturunterschied zu groß ist. Der Saft, den er produziert, dient in der Wildnis als Abwehrmechanismus. Er enthält Ficin und Ficusin, Chemikalien, die Insekten und Tiere abwehren, die die Pflanze fressen wollen.

Reizender Saft

  • Dein Risiko: Weißer Saft tritt aus jedem geschnittenen Stängel aus und verursacht Hautrötungen, Juckreiz und Magenbeschwerden bei Verschlucken.
  • Warum das passiert: Der Saft enthält Abwehrchemikalien, die deine Pflanze in der Wildnis vor Insekten und Tieren schützen.
  • Deine Lösung: Trage Nitrilhandschuhe beim Schneiden und lege Zeitungspapier unter deine Pflanze, um die Tropfen aufzufangen.

Schnelles Wachstum drinnen

  • Dein Risiko: Dein Gummibaum kann drinnen 60 cm pro Jahr wachsen und die Decke erreichen, bevor du es merkst.
  • Warum das passiert: Tropische Gene treiben ihn zu schnellem Wachstum an, damit er im dichten Dschungeldach um Licht konkurrieren kann.
  • Deine Lösung: Schneide den Haupttrieb im Frühling auf deine Wunschhöhe zurück – er verzweigt sich dann seitlich.

Giftigkeit für Haustiere

  • Dein Risiko: Die ASPCA listet Gummibäume als giftig für Katzen, Hunde und Pferde mit Speicheln, Erbrechen und Schmerzen im Maul.
  • Warum das wichtig ist: Katzen, die an deinen Zimmerpflanzen knabbern, sind am stärksten gefährdet, da der Saft schnell Schmerzen im Maul verursacht.
  • Deine Lösung: Stelle deinen Gummibaum auf einen hohen Pflanzenständer oder hänge ihn weit über die Reichweite deiner Haustiere.

Plötzlicher Blattabwurf

  • Dein Risiko: Dein Gummibaum wirft schnell Blätter ab, wenn du ihn kaltem Luftzug, plötzlichen Standortwechseln oder Gießveränderungen aussetzt.
  • Warum das passiert: Deine Pflanze spart bei Stress Energie, indem sie ältere Blätter von unten am Stamm abwirft.
  • Deine Lösung: Nimm Veränderungen langsam vor. Verschiebe deine Pflanze über eine ganze Woche schrittweise statt alles auf einmal.

Ein Problembereich, der dir bei Gummibäumen im Freien begegnen kann, ist das Wurzelsystem. Die UF Extension weist darauf hin, dass Gummibäume im Boden große Oberflächenwurzeln entwickeln. Diese Wurzeln können Gehwege anheben, Terrassen beschädigen und in Wasserleitungen eindringen. Das betrifft dich nicht, wenn du deinen drinnen hältst. Aber wenn du in einer warmen Zone lebst und einen in deinem Garten pflanzen möchtest, halte ihn weit von Gebäuden und Strukturen entfernt.

Trotz dieser Nachteile des Gummibaums gibt es für jedes einzelne Problem eine Lösung. Handschuhe lösen das Saftproblem. Langsame Veränderungen verhindern Blattabwurf, bevor er beginnt. Rückschnitt hält die Größe in Schach. Hohe Regale schützen deine Haustiere. Keine Zimmerpflanze ist perfekt. Dein Gummibaum bietet dir weit mehr Vorteile als Nachteile, wenn du weißt, worauf du von Anfang an achten musst.

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