Der wichtigste Unterschied zwischen normaler Iris und Bartiris ist ein flaumiger Haarstreifen auf jedem unteren Blütenblatt. Schauen Sie sich die drei herabhängenden Blütenblätter einer Bartiris an. Sie sehen einen erhabenen Streifen weicher Härchen genau in der Mitte. Dieser Streifen ist der Bart. Was also ist eine Bartiris? Es ist jede Iris, die diese flaumigen Härchen auf ihren Hängeblättern hat.
Meinen ersten genauen Blick auf einen Bart warf ich, als ich neben einer 'Beverly Sills'-Blüte in meinem Garten kniete. Die Härchen fühlten sich an wie eine winzige pelzige Raupe auf dem Blütenblatt. Jedes Haar stand einzeln aufrecht. Die Farbe wechselte von Korallenrot an den Spitzen zu Weiß am Ansatz. Wenn man dieses Detail einmal aus der Nähe bemerkt hat, erkennt man eine Bartiris von der anderen Seite des Gartens. Andere Iristypen haben glatte Hängeblätter ohne jeglichen Flaum.
Die Unterschiede gehen über den Bart hinaus. Bartiris wachsen aus dicken, fleischigen Rhizomen, die direkt an der Erdoberfläche sitzen. Sie bevorzugen trockenen, gut durchlässigen Boden und viel Sonne. Beim Vergleich von Bartiris und Sibirischer Iris kehren sich die Ansprüche um. Sibirische Iris wachsen aus dünneren Wurzeln, die fünf Zentimeter tief gepflanzt werden. Sie mögen gleichmäßige Feuchtigkeit in nährstoffreichem Boden. Japanische Iris gehen noch weiter und gedeihen in sumpfigem Boden nahe Teichen.
Die Penn State Extension gibt an, dass die Gattung Iris rund 280 Arten umfasst. Für einen schnellen Vergleich der Iristypen: Fünf Gruppen sind in Gartencentern am häufigsten vertreten. Bartiris bilden die größte Gruppe. Ihre Klassen reichen von Miniatur-Zwergen mit 20 Zentimetern bis zu hohen Bartiris von über 94 Zentimetern. Sibirische, Japanische, Louisiana- und Holländische Iris runden die wichtigsten Typen ab, die Sie in den meisten Gärtnereien kaufen können.
Wählen Sie Ihren Iristyp danach, was Ihr Garten bietet. Ein sonniges Beet mit schneller Drainage ist perfekt für Bartiris. Eine tiefe, feuchte Rabatte, die dauerhaft feucht bleibt, eignet sich am besten für Sibirische Iris. Nasser Boden nahe einem Wasserelement verlangt nach Japanischen oder Louisiana-Typen. Bartiris faulen an solchen feuchten Stellen – passen Sie also die Pflanze dem Standort an.
Sie müssen sich nicht für nur einen Typ entscheiden. Ich baue Bartiris auf einem erhöhten Hang und Sibirische Iris im flachen Beet darunter an. Die Bartiris blühen zuerst Mitte Mai. Die Sibirischen öffnen sich etwa zwei Wochen später. Das ergibt einen vollen Monat Irisfarben aus einem Gartenbereich. So eine Mischung deckt mehr der Frühlingssaison ab und füllt verschiedene Stellen in Ihrem Garten je nach Boden- und Feuchtigkeitsverhältnissen.
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