Was ist das Besondere an Geweihfarnen?

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Liu Xiaohui
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Die auffälligsten einzigartigen Merkmale des Geweihfarns ergeben sich aus seinem Zwei-Wedel-System. Kein anderer gängiger Zimmerfarn wächst auf diese Weise. Diese Pflanzen bilden zwei Arten von Wedeln mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein Typ schützt die Wurzeln und sammelt Nahrung. Der andere ist für die Fortpflanzung zuständig und verleiht der Pflanze ihre berühmte Geweihform.

Der Gattungsname Platycerium stammt von den griechischen Wörtern „platys" (flach) und „keras" (Horn). Dieser Name beschreibt die breiten, gegabelten Wedel, die wie Hirschgeweihe aussehen. Es gibt 18 bekannte Arten, verbreitet in Afrika, Südostasien und Australien. P. bifurcatum erhielt 1993 den RHS Award of Garden Merit für seine starke Gartenleistung. Diese Platycerium-Eigenschaften heben die gesamte Gattung von den Farnen ab, die man auf dem Waldboden findet.

Was Geweihfarne besonders macht, geht über ihr Aussehen hinaus. Sie haben ein eingebautes Kompostiersystem, das die Pflanze ganz ohne Erde ernährt. Die runden Schildwedel an der Basis wachsen flach an die Unterlage und fangen herabfallende Blätter, tote Insekten und organische Reste auf. Dieses Material zersetzt sich zu einer nährstoffreichen Schicht, die die Wurzeln aufnehmen. Die geweihförmigen fertilen Wedel bilden braune Sporenflecken an ihrer Unterseite zur Fortpflanzung.

Ich habe diesen Prozess an meinem eigenen aufgebundenen Geweihfarn im ersten Jahr beobachtet. Die Schildwedel kamen leuchtend grün heraus und sahen wunderschön auf dem Zedernholzbrett aus. Etwa vier Monate später begannen sie, an den Rändern braun zu werden. Mein erster Impuls war, sie abzuziehen, weil sie tot aussahen. Eine schnelle Recherche hat mich vor diesem Fehler bewahrt. Diese braunen Schildwedel arbeiten weiterhin hart, um die Wurzeln zu schützen und Feuchtigkeit zu halten. Neue grüne Schildwedel wuchsen direkt über die alten und bauten jede Saison eine dickere Basis auf.

Ihre epiphytische Natur ist der Schlüssel, der jede Pflegeentscheidung logisch macht. Geweihfarne wachsen in der Natur auf Ästen, nicht im Boden. Sie ziehen Feuchtigkeit aus Regen und feuchter Luft über ihre Wedel und Wurzeln. Das bedeutet, Sie brauchen weder einen Topf noch Erde. Befestigen Sie sie auf einem Brett mit feuchtem Sphagnum-Moos hinter dem Wurzelballen und hängen Sie sie an Ihre Wand. So entsteht ein lebendiges Kunstwerk, das in jedem Raum Aufmerksamkeit erregt.

Dieses biologische Wissen verändert, wie Sie Ihre Pflanze gießen, düngen und präsentieren. Sie tauchen die Aufhängung einmal pro Woche, anstatt Wasser in einen Topf zu gießen. Sie entfernen niemals die braunen Schildwedel, weil sie als pflanzeneigene Mulchschicht dienen. Sie verzichten auf Blumenerde und verwenden stattdessen Sphagnum-Moos oder Kokosfaser als Basis.

Ihr Geweihfarn wächst langsam, kann aber Jahrzehnte leben, wenn Sie respektieren, wie er sich im Blätterdach des Regenwalds entwickelt hat. Geben Sie ihm helles gefiltertes Licht, gute Luftfeuchtigkeit und die Geduld, die Schildwedel ihre Arbeit tun zu lassen. Sie brauchen keinen grünen Daumen, um diese Pflanze am Leben zu halten. Sie müssen nur aufhören, sie wie eine normale Zimmerpflanze zu behandeln, und anfangen, sie wie den baumlebenden Epiphyten zu behandeln, der sie ist.

Sobald Sie diese Grundlagen verstanden haben, werden Sie sehen, warum so viele Pflanzenliebhaber Geweihfarne als einen der lohnendsten Farne zum Kultivieren bezeichnen. Sie verwandeln eine kahle Wand in ein lebendiges Display, das Gesprächsstoff liefert. Ihre Freunde werden bei jedem Besuch danach fragen. Sie können ihnen alles über das Zwei-Wedel-System erzählen, das diese Pflanzen von allem anderen in Ihrem Zuhause unterscheidet.

Vollständigen Artikel lesen: Geweihfarn: 8 Arten, Aufbinden und Pflege

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