Ist Pflanzsubstrat einfach nur Erde?

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Paul Reynolds
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Ist Blumenerde echte Erde? Ganz und gar nicht. Blumenerde ist zu 100 % erdfrei – trotz des irreführenden Namens auf jeder Verpackung. Was Sie aus dem Sack schütten, ist eine Mischung aus organischen und mineralischen Bestandteilen, die das leisten soll, was Gartenerde im Topf nicht kann.

Als ich zum ersten Mal Blumenerde neben Gartenerde zwischen den Fingern zerrieb, war ich verblüfft. Die Blumenerde fühlte sich schwammig und leicht an, mit Rindenstücken und kleinen weißen Perlitkörnerchen. Die Gartenerde war dicht und körnig. Sie klumpte fest zusammen. Wenn Sie diesen Test selbst machen, sehen Sie sofort, dass diese beiden Produkte weder gleich aussehen noch sich gleich anfühlen.

Penn State Extension erklärt, warum Premium-Mischungen aus zwei wichtigen Gründen erdfrei sein sollten. Der Verzicht auf echte Erde eliminiert das Risiko von Krankheiten wie Pythium und Fusarium, die Ihre Wurzeln im Topf angreifen. Ein erdloses Substrat bewahrt zudem stabile Lufträume zwischen den Partikeln. So können Ihre Wurzeln auch bei feuchter Mischung atmen. Gartenerde verdichtet sich in Töpfen und schneidet den Sauerstoff ab, den die Wurzeln brauchen.

Jeder Inhaltsstoff der Blumenerde erfüllt eine bestimmte Aufgabe für Ihre Pflanzen. Torfmoos oder Kokosfaser nimmt Wasser auf und speichert es, damit die Wurzeln zwischen den Gießvorgängen trinken können. Perlit ist vulkanisches Glas, das dauerhafte Lufttaschen in der Mischung bildet. Kompostierte Rinde sorgt für eine feste Struktur und verhindert, dass sich die Mischung verdichtet. Manche Säcke enthalten zusätzlich Vermiculit, um Wasser und Nährstoffe direkt in der Wurzelzone zu halten.

Nach meiner Erfahrung lernt man Blumenerde am besten kennen, indem man sie direkt mit Gartenerde vergleicht. Letztes Jahr testete ich drei verschiedene Marken gegen meine Gartenerde – mit denselben Kräutern in gleichen Töpfen. Jede Blumenerde-Marke brachte größeres, grüneres Basilikum hervor als die Töpfe mit Gartenerde. Ihre Ergebnisse werden ähnlich ausfallen, egal welche Marke Sie nehmen.

Sie können schon vor dem Öffnen erkennen, ob ein Sack echte Erde enthält. Heben Sie ihn zuerst hoch. Ein Sack mit reiner Blumenerde fühlt sich für seine Größe leicht an, da keiner der Inhaltsstoffe aus dichten Mineralien besteht. Drücken Sie den Sack zusammen. Er sollte nachgeben wie ein Kissen, nicht durchhängen wie ein Sandsack. Dann drehen Sie ihn um und lesen Sie das Etikett. Torf, Kokosfaser, Perlit oder Rinde sollten ganz oben auf der Liste stehen. Wenn Sie „Mutterboden" oder „Gartenerde" lesen, legen Sie den Sack zurück ins Regal.

Nach dem Öffnen nehmen Sie eine Handvoll und drücken sie in der Faust zusammen. Gute Blumenerde sollte kurz ihre Form halten und dann auseinanderbröckeln, wenn Sie die Hand öffnen. Bleibt sie in einem festen Klumpen, ist die Mischung für die meisten Töpfe zu dicht. Fällt sie sofort auseinander, könnte sie zu schnell entwässern und braucht mehr Kokosfaser. Dieser Drucktest dauert fünf Sekunden und verrät Ihnen, wie die Mischung in Ihren Kübeln mit Wasser umgeht.

Vollständigen Artikel lesen: Blumenerde-Ratgeber für Anfänger

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