Zimmerpflanze · Araceae

Pink Princess Philodendron

Philodendron erubescens 'Pink Princess'

Biete ihm helles, indirektes Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit, und deine Pink Princess behält ihre zuckerrosa Blätter das ganze Jahr über.

Licht

Hell, indirekt

Wärme

18–⁠29°C

Winterhärte

bis -1°C

Endgröße

0,6–⁠18,3 m

Giftig für Katzen, Hunde, Pferde und mehr
Pink Princess Philodendron

Überblick

Die Pink Princess ist ein kletternder Philodendron aus der Familie der Aronstabgewächse, geliebt für die Spritzer aus Kaugummi-Pink, die sich durch ihre dunkelgrünen, herzförmigen Blätter ziehen. Jedes Blatt sieht ein wenig anders aus, und keine zwei gleichen sich. Genau diese Überraschung macht den Reiz aus, und deshalb braucht die Pflanze auch etwas Aufmerksamkeit, wenn auch nichts, das du nicht bewältigen könntest.

Das Pink ist eine chimäre Panaschierung, was bedeutet, dass sie nur in einem Teil des Pflanzengewebes steckt und keineswegs jedem neuen Blatt garantiert ist. Ein Trieb kann rein grün werden und, wenn du ihn lässt, das Pink für immer überwachsen. Es reicht, den neuen Austrieb lesen zu lernen und an der richtigen Stelle zu schneiden, um die Farbe zu bewahren, und das gelingt dir mit etwas Übung schnell.

Drinnen bleibt sie angenehm kompakt, meist etwa 90 cm an einer Moosstange oder einem Rankgitter, auch wenn die Art in der Wildnis viel höher klettern kann. Gib ihr Wärme, helles, indirektes Licht und ein gut durchlässiges Substrat, und sie wächst in einem gleichmäßigen, verzeihenden Tempo, das Raum für den einen oder anderen Fehler lässt.

Pflege

Kurz gesagt: helles, indirektes Licht, Wärme zwischen 18 °C und 29 °C und eine feuchte, aber gut durchlässige Erde, dazu schneidest du grün gewordene Triebe zurück, damit dir das Pink erhalten bleibt.

Licht

Stelle sie in helles, indirektes Licht in Fensternähe, aber außerhalb der heißen, direkten Sonnenstrahlen, die die Blätter verbrennen können. Gutes Licht ist auch das, was das Pink nährt, deshalb liefert dir eine zu dunkle Ecke meist nur schwachen, überwiegend grünen Austrieb. Ein helleres, sanftes Plätzchen hält sie zufrieden.

Gießen

Halte das Substrat gleichmäßig feucht, aber nie nass, und lass überschüssiges Wasser jedes Mal vollständig ablaufen. Staunässe ist der schnellste Weg zu Wurzelfäule, im Zweifel setzt du also eher auf gute Drainage als auf häufiges Gießen, und die Wurzeln bleiben gesund.

Boden

Pflanze sie in ein nährstoffreiches, gut durchlässiges Substrat auf Basis organischer Stoffe wie Lehm oder Schluff. Ein saurer bis neutraler pH-Wert passt gut, und die Drainage zählt mehr als das genaue Rezept, denn stehendes Wasser lässt die Wurzeln faulen. Mach dir keinen Stress, es perfekt hinzubekommen.

Temperatur

Am wohlsten fühlt sie sich in einem warmen Raum zwischen 18 °C und 29 °C. Halte sie von kalter Zugluft und frostigen Fensterbänken im Winter fern, denn Kälte verträgt sie überhaupt nicht, und sie dankt es dir mit gutem Wohlbefinden.

Luftfeuchtigkeit

Diese Pflanze liebt hohe Luftfeuchtigkeit und dankt es dir mit volleren, gesünderen Blättern. Sie kommt aber auch mit durchschnittlicher Raumluft gut zurecht, mach dir also keinen Stress, auch wenn ein Luftbefeuchter oder eine Kiesschale in der Nähe sie am besten aussehen lässt.

Düngen

Dünge sie im Frühjahr und Sommer monatlich mit einem ausgewogenen, auf halbe Stärke verdünnten Flüssigdünger für Zimmerpflanzen. In den dunkleren Monaten, wenn das Wachstum nachlässt, reduzierst du das Düngen deutlich, denn die Pflanze nimmt dann kaum etwas auf, und eine Pause tut ihr gut.

Schneiden

Schneide sie, um die Form zu erhalten und, viel wichtiger, um das Pink zu schützen. Wird ein Trieb komplett grün, schneide ihn bis zu einem Knoten zurück, der noch Pink trägt, sonst übernimmt das eifrige grüne Wachstum die Oberhand. Das ist eine kleine, verzeihende Aufgabe.

Umtopfen

Topfe sie im Frühjahr um, sobald sie durchwurzelt ist, was du daran erkennst, dass Wurzeln den Topf füllen oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle nur einen Topf, der eine Nummer größer ist, damit das frische Substrat nicht nass um die Wurzeln steht, und sie fügt sich mühelos ein.

Größe & Abstand

24–720 in (61–1829 cm) hoch

Probleme lösen

Die meisten Probleme bei der Pink Princess zeigen sich an Blättern und Wurzeln, und fast immer stecken Gießverhalten und Licht dahinter. Erkennst du die ersten Anzeichen früh, sind die Lösungen sanft und schnell umgesetzt. Finde unten das Bild, das zu deiner Pflanze passt, greife ein, bevor es sich ausbreitet, und alles wird gut.

Schwerwiegend

Schlaffes, gelbes Laub und Erde, die tagelang nass bleibt

Weiche, braune Wurzeln unter Erde, die nicht trocknen will, deuten auf Wurzelfäule hin, und die gute Nachricht ist, dass die Ursache etwas ist, das du ändern kannst: zu viel Wasser oder ein Substrat, das ständig nass bleibt. Gesunde Wurzeln fühlen sich fest und hell an, werden sie weich und dunkel, ist es Zeit zu handeln. Setze die Pflanze in ein frisches, schnell durchlässiges Substrat, schneide die abgestorbenen Wurzeln zurück und gieße von nun an etwas weniger, dann kann sie sich erholen.

Lösung:

  • Seltener gießen
  • In ein frisches, gut durchlässiges, organisch reiches Substrat umtopfen
  • Verfaulte Wurzeln zurückschneiden
Rückschlag

Frische Blätter entfalten sich rein grün ganz ohne Pink

Mach dir keine Sorgen, wenn ein neues Blatt rein grün erscheint, denn das Pink ist eine chimäre Panaschierung, die die Pflanze nicht immer halten kann, und ein grüner Trieb wächst einem sich selbst überlassenen Pink-Trieb mit der Zeit davon. Zu wenig Licht begünstigt das Gleiche. Schneide den grünen Trieb bis zu einem Knoten zurück, an dem noch Pink zu sehen ist, stelle die Pflanze dann an einen Platz mit hellem, indirektem Licht, und das hübsche Wachstum bekommt seine Chance aufzuholen.

Lösung:

  • Den zurückgebildeten Trieb bis zu einem Knoten mit noch vorhandener pinker Panaschierung zurückschneiden
  • Helles, indirektes Licht bieten
Rückschlag

Braune Flecken mit Höfen breiten sich über das Laub aus

Klar umrissene Flecken auf den Blättern, manche mit einem zarten gelben Rand, deuten meist auf einen pilzlichen oder bakteriellen Blattfleckenbefall hin, der sich einnistet, wenn die Luft steht und die Blätter feucht bleiben. Die Lösung ist einfach: Zupfe die betroffenen Blätter ab und gib der Pflanze etwas mehr Abstand, damit Luft um sie zirkulieren kann. Achte beim nächsten Gießen darauf, die Blätter trocken zu halten, dann sollte sich das Problem legen.

Lösung:

  • Betroffene Blätter entfernen
  • Luftzirkulation verbessern
  • Blätter beim Gießen nicht benetzen
Rückschlag

Feine Gespinste, klebriger Film oder weiße Flocken zeigen sich an der Pflanze

Feine Gespinste, ein klebriger Film oder kleine wattige Flöckchen sind Anzeichen für saftsaugende Schädlinge wie Spinnmilben, Wollläuse, Blattläuse, Schildläuse und Thripse, denen so gut wie jeder Pflanzenfreund irgendwann begegnet. Gespinste deuten meist auf Milben hin, die wattigen Klümpchen auf Wollläuse, und Klebrigkeit bedeutet, dass irgendetwas im Verborgenen saugt. Spüle oder wische die Schädlinge ab, behandle die Pflanze mit insektizider Seife oder Gartenbauöl, und halte sie so lange von deinen anderen Pflanzen fern, bis sie wieder sauber ist.

Lösung:

  • Schädlinge abwischen oder abspülen
  • Mit insektizider Seife oder Gartenbauöl behandeln
  • Betroffene Pflanze isolieren
Kosmetisch

Blasse, knusprig trockene Stellen dort, wo das Licht auf die Blätter trifft

Blasse oder knusprige Stellen auf der Fensterseite sind schlicht Sonnenbrand durch zu viel direktes Licht, und das lässt sich leicht vermeiden. Diese Pflanze liebt helles Licht, nur eben abgemildert statt als heißer Strahl direkt durchs Glas. Rücke sie etwas vom Fenster weg oder häng eine dünne Gardine zwischen Pflanze und Sonne, dann kommen die neuen Blätter makellos nach.

Lösung:

  • An einen Platz mit hellem, indirektem Licht ohne direkte Sonne stellen

Giftigkeit

Diese Zimmerpflanze ist giftig, also stelle sie außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern auf. Jeder Teil enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen sofort im Mund brennen und stechen, und der Pflanzensaft kann nackte Haut reizen. Nichts an dieser Pflanze ist zum Essen gedacht, und ein wenig Vorsicht hält alle sicher.

Giftig für

Katzen · Hunde · Pferde · Kaninchen · Nutztiere · Vögel · Menschen

Katzen Mittel

Kaut eine Katze an einem Blatt, werden scharfe Calciumoxalat-Kristalle freigesetzt, die sofort im Mund brennen. Du bemerkst möglicherweise Speicheln, Pfoten im Gesicht und Erbrechen, und deine Katze schluckt vielleicht nicht, weil Maul und Zunge wund und geschwollen sind.

Hunde Mittel

Ein Hund, der in die Blätter beißt, bekommt eine Ladung dieser stechenden Kristalle ab. Achte auf starkes Speicheln, Würgen oder Erbrechen, geschwollene Lippen und Zunge sowie Schluckbeschwerden kurz danach.

Pferde Mittel

Dieselben Kristalle reizen Maul und Rachen eines Pferdes und führen zu Speicheln, schmerzhaften Schwellungen und Schluckbeschwerden. Da Pferde nicht erbrechen können, bleibt das Brennen meist in Maul und Verdauungstrakt bestehen.

Kaninchen Vorsicht

Die Oxalat-Kristalle brennen im Maul eines Kaninchens genau wie bei anderen Tieren, deshalb hältst du die Pflanze am besten außer Reichweite. Schon ein angeknabbertes Blatt kann einem Kaninchen ein wundes Maul bescheren und die Fresslust nehmen.

Nutztiere Vorsicht

Weidetiere, die an den Blättern knabbern, spüren dasselbe Brennen und Speicheln. Es ist keine Weidepflanze, doch eine neugierige Ziege oder ein Schaf, das sie erreicht, kann sich ein wundes, geschwollenes Maul einhandeln.

Vögel Vorsicht

Ein Vogel, der in die Blätter beißt, stößt auf dieselben reizenden Kristalle mit Schwellung und Wundsein im Schnabelbereich. Halte Ziervögel sanft von Blättern und Trieben fern.

Menschen Vorsicht

Kein Teil dieser Pflanze ist zum Essen gedacht. Ein zerkautes Blatt brennt in Mund und auf den Lippen, und der Saft kann die Haut rot und juckend hinterlassen. Zieh beim Schneiden Handschuhe an und halte die Pflanze von kleinen Kindern fern.

Der Pflanzensaft kann Kontaktdermatitis auslösen, wasche beim Schneiden die Hände oder trage Handschuhe

Notrufnummern

Deutschland

Giftnotruf (Berlin): 030 19240

Österreich

Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43

Schweiz

Tox Info Suisse: 145

Vermehrung

Aus deiner vorhandenen Pink Princess kannst du weitere Pflanzen ziehen, solange du von einem Trieb ausgehst, der bereits Pink trägt. Beide Methoden sind sanft und auch für Einsteiger gut geeignet, sobald du von einem panaschierten Knoten startest.

TriebstecklingeMittel

Frühjahr bis Sommer, während der aktiven Wachstumsphase · Mehrere Wochen bis zur Bewurzelung

Schneide deine Stecklinge im Frühjahr oder Sommer, wenn die Pflanze gut wächst, und achte darauf, dass jeder mindestens einen Knoten mit pinker Panaschierung trägt. Ein Stück aus einem rein grünen Abschnitt wächst immer nur grün, da die Panaschierung chimär ist, wähle die Schnittstelle also mit Bedacht. Setze den Steckling in ein feuchtes Substrat und gib ihm mehrere Wochen Zeit, in seinem eigenen Tempo Wurzeln zu bilden.

AbsenkerMittel

Frühjahr bis Sommer, während der aktiven Wachstumsphase · Mehrere Wochen bis zur Bewurzelung vor dem Abtrennen

Ableger ziehen ist der schonendere Weg mit geringerem Risiko und funktioniert am besten im Frühjahr oder Sommer während der aktiven Wachstumsphase. Du lässt einen Trieb Wurzeln bilden, während er noch mit der Mutterpflanze verbunden ist, wartest die paar Wochen ab, die er zur Bewurzelung braucht, und trennst ihn erst dann ab, damit er eigenständig steht.

Mythen

Mythos

Die pinke Panaschierung ist dauerhaft, jedes künftige Blatt wird also mit denselben pinken Zeichnungen erscheinen.

Realität

Das Pink ist eine chimäre Panaschierung, die nicht fest verankert ist, die Pflanze kann also jederzeit wieder rein grün werden. Sich selbst überlassen, überwächst ein kräftiger grüner Trieb die pinken Teile. Schneide zurückgebildetes Wachstum bis zu einem pinken Knoten zurück, damit die Farbe erhalten bleibt, so behältst du die Kontrolle.

Mythos

Gib einem komplett grünen Trieb genug Zeit, dann kehrt das Pink von selbst zurück.

Realität

Ist ein Trieb erst einmal komplett grün geworden, bleibt er es, denn das grüne Gewebe ist stabil und findet seine Panaschierung nicht wieder. Das ist aber kein Verlust. Schneide ihn bis zu einem Knoten zurück, an dem noch Pink zu sehen ist, und von dort kann frisches panaschiertes Wachstum wieder beginnen.

Quellen