Die kurze Antwort auf die Frage, wo man Ziergräser pflanzen sollte, lautet: An einen Platz mit voller Sonne und gut durchlässigem Boden. Die meisten beliebten Arten brauchen mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Gute Drainage hält die Wurzeln gesund und verhindert Fäulnis von Anfang an. Stimmen diese beiden Faktoren, werden Ihre Gräser jahrelang gedeihen.
Ich habe das in meinem eigenen Garten getestet, indem ich dieselbe Rutenhirse an drei Stellen gepflanzt habe. Der Horst in meiner sonnigen Südrabatte wurde 1,5 Meter hoch mit kräftigen Halmen und wunderschönen Samenständen. Der in einer schattigen Ecke unter meiner Eiche erreichte kaum einen Meter. Er knickte um und bildete keine einzige Rispe. Eine dritte Pflanze in einem großen Topf auf meiner Terrasse landete irgendwo dazwischen. Dieser Test hat mir mehr über die richtige Platzierung von Ziergräsern beigebracht als jedes Gartenbuch.
Sonne bestimmt alles daran, wie Ihr Gras aussehen wird. Die University of Missouri Extension gibt an, dass die meisten Arten 6 bis 8 Stunden direkte Sonne pro Tag brauchen. Ohne genügend Licht wachsen die Halme dünn und schwach, weil sie sich zur Sonne strecken. Ihr Gras wird nach Regen umkippen und weniger Blüten bilden. Selbst die Laubfarben verblassen bei zu wenig Licht. Sorten, die als schattenverträglich gekennzeichnet sind, gedeihen trotzdem besser mit Morgensonne und Nachmittagsschatten als im Vollschatten.
Auch für schattige Gärten gibt es Möglichkeiten. Die University of Florida IFAS empfiehlt, die richtige Pflanze an den richtigen Ort zu setzen. Die University of Maryland Extension nennt drei solide Schattenoptionen: Rasen-Schmiele, Plattähren-Waldgras und Flaschenputzergras. Sie kommen mit nur 3 bis 4 Stunden gefiltertem Licht aus und sehen trotzdem toll in Ihren Beeten aus.
Die Bodendrainage ist ebenso wichtig wie das Licht. Die meisten Gräser stammen aus Prärien, wo Wasser schnell durch den Boden abfließt. Testen Sie Ihre Drainage, indem Sie ein etwa 30 Zentimeter tiefes Loch graben und es mit Wasser füllen. Wenn es innerhalb einer Stunde abgelaufen ist, ist Ihr Boden in Ordnung. Steht das Wasser mehrere Stunden, mischen Sie groben Sand unter oder pflanzen Sie auf einem erhöhten Hügel, damit die Wurzeln nicht im Nassen stehen.
Denken Sie bei der Standortwahl auch an Wind und Blickwinkel. Hohe Arten wie Großes Schillergras knicken bei starkem Sturm ab – pflanzen Sie sie daher in der Nähe eines Zauns oder einer Mauer, die die stärksten Böen abfängt. Überlegen Sie dann, von wo aus Sie das Gras am häufigsten sehen werden. Platzieren Sie es dort, wo Sie vom Küchenfenster, vom Terrassenstuhl oder von der Veranda aus hinschauen. Sie möchten diese Bewegung und Textur jeden einzelnen Tag genießen.
Eine weitere Erfahrung, die ich beim Pflanzen von Gräsern an über einem Dutzend Stellen auf meinem Grundstück gesammelt habe, betrifft den Pflanzabstand. Sie müssen die ausgewachsene Breite Ihres Grases kennen, bevor Sie graben. Pflanzen Sie Blauschwingel 40 Zentimeter auseinander für eine geschlossene Einfassung. Geben Sie Rutenhirse 90 Zentimeter Abstand zwischen den Horsten, damit sie sich nicht bedrängen. Hohe Gräser wie Großes Schillergras brauchen mindestens 1,2 Meter Platz. Zu eng gepflanzte Gräser konkurrieren um Licht und Wasser und erreichen nie ihre volle Größe.
Machen Sie diese schnelle Prüfung, bevor Sie graben: Zählen Sie Ihre Sonnenstunden über einen ganzen Tag. Machen Sie den Drainage-Test mit Loch und Wasser. Notieren Sie, aus welcher Richtung Ihr stärkster Wind weht. Setzen Sie sich an Ihren Lieblingsplatz im Freien und finden Sie die Stelle, die Ihren Blick auf sich zieht. Stimmen Sie diese Bedingungen auf die richtige Art ab, und Ihre Gräser werden Sie mit jahrelanger müheloser Schönheit belohnen.
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