Wird Wasser in einer Regentonne schlecht?

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Paul Reynolds
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Ja, Wasser in einer Regentonne wird schlecht, wenn Sie es zu lange stehen lassen, ohne es zu nutzen oder zu behandeln. Stehendes Regenwasser bildet mit der Zeit Bakterien und Algen. Es kann auch üble Gerüche entwickeln, die Ihnen sofort entgegenschlagen, wenn Sie den Deckel öffnen.

Ich habe meine Regentonne einmal etwa drei Wochen im heißen Juli stehen lassen. Als ich sie öffnete, um eine Gießkanne zu füllen, hat mich der Geruch sofort zurückweichen lassen. Es war ein abgestandener, schwefelartiger Geruch, den ich nicht vergessen werde. Das Wasser war trüb geworden, mit einem grünen Belag an den Wänden. Algen hatten sich innen entlang der Wasserlinie ausgebreitet. Die ganze Ladung kam auf den Rasen und ich verbrachte eine Stunde damit, die Tonne sauber zu schrubben.

Der Verderb funktioniert ganz einfach. Pollen, Blattreste und Vogelkot werden bei jedem Regen von Ihrem Dach in die Tonne gespült. Diese Partikel ernähren Bakterien im stehenden Wasser. Eine PMC-Studie hat coliforme Bakterien als größtes Risiko in gespeichertem Regenwasser identifiziert. Hitze über 21 °C lässt Bakterien schneller wachsen. Wenn Ihre Tonne durch durchsichtige Wände oder einen lockeren Deckel Sonnenlicht durchlässt, bilden sich innerhalb von Tagen Algenblüten.

Die Wasserqualität in Ihrer Regentonne hängt von einigen wichtigen Faktoren ab. Temperatur, Sonneneinstrahlung, Verschmutzungsgrad und Standzeit des Wassers spielen alle eine Rolle. Wasser, das innerhalb von 5–7 Tagen verbraucht wird, bleibt in den meisten Fällen klar und geruchlos. Nach zwei Wochen in der Sommerhitze sinkt die Qualität deutlich. Die UGA Extension empfiehlt, Chlor in einer Dosierung von 0,2 mg pro Liter hinzuzufügen, wenn Sie Wasser länger als eine Woche lagern müssen.

Ich teste mein Tonnenwasser jetzt jeden Monat während der warmen Jahreszeit. Ich prüfe die Farbe, rieche daran und schaue nach grünem Belag an den Wänden. Frisches Wasser ist klar und geruchlos. Alles, was trüb oder verfärbt ist, kommt auf den Rasen, wo es keinen Schaden anrichten kann. Diese schnelle Prüfung dauert weniger als eine Minute und sagt Ihnen alles, was Sie über Ihr Wasser wissen müssen.

Selbst schlechtes Tonnenwasser schadet Ihren Blumen oder dem Rasen nicht. Bakterien und Algen werden im Boden abgebaut und stellen kein Risiko für Zierpflanzen dar. Die eigentlichen Probleme sind Mückenbrut, üble Gerüche und der Aufwand, eine stark verunreinigte Tonne zu reinigen. Für Ihren Gemüsegarten verwenden Sie frisches Wasser und gießen Sie direkt auf den Boden. Sprühen Sie es nicht auf Blätter oder Früchte, die Sie essen möchten.

Das Wasser frisch zu halten ist weniger Aufwand als eine Grundreinigung. Verbrauchen Sie Ihr gespeichertes Wasser jede Woche durch regelmäßiges Gießen. Stellen Sie die Tonne in den Schatten, um die Temperatur niedrig zu halten und Algenwachstum zu verhindern. Wählen Sie eine lichtundurchlässige Tonne, damit kein Licht ans Wasser gelangt. Legen Sie in der warmen Jahreszeit monatlich eine Bti-Mückentablette hinein. Halten Sie den Deckel geschlossen und das Sieb jederzeit sauber.

Führen Sie mindestens einmal pro Saison eine komplette Entleerung und Reinigung mit verdünntem Bleichmittel durch. Das tötet jeden Belag an den Innenwänden ab und gibt Ihnen einen sauberen Start. Spülen Sie nach der Reinigung gründlich nach, damit das Bleichmittel Ihre Pflanzen bei der nächsten Füllung nicht beeinträchtigt. Diese Schritte dauern etwa eine Stunde pro Saison und halten Ihr Wasser vom Frühling bis zum Herbst frisch.

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