Wie kann ich kontaminierten Boden erkennen?

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Benjamin Miller
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Sie können kontaminierten Boden erkennen durch visuelle Hinweise, Geruch und Pflanzengesundheit. Aber viele gefährliche Schadstoffe verstecken sich ohne offensichtliche Zeichen. Blei und Arsen hinterlassen keine sichtbaren oder riechbaren Spuren. Tests bleiben der einzig sichere Weg zu wissen, was Ihr Boden enthält.

Ich testete letzten Sommer einen Garten und fand Erdöl durch den Regenbogenglanz nach einem Regen. Der ölige Film schwamm auf Pfützen in der Nähe einer alten Garage. Ein starker chemischer Geruch stieg aus dem Boden, als ich ein paar Zentimeter tief grub. Diese Anzeichen von Bodenkontamination sind schwer zu übersehen, wenn Sie wissen, worauf Sie in Ihrem Garten achten müssen.

Schwermetalle stellen die größte Herausforderung für visuelle Prüfungen dar. Blei von alten Farbsplittern sieht genauso aus wie normaler Schmutz in Ihrem Garten. Arsen aus früheren Pestiziden fügt sich nahtlos in gesunden Boden ein. Quecksilber aus alten Thermometern hinterlässt überhaupt keine Spur. Sie können diese gefährlichen Metalle nicht sehen, riechen oder schmecken. Nur Labortests zeigen, ob sie existieren.

Bestimmte Indikatoren für kontaminierten Boden fallen auf, wenn Sie wissen, wo Sie suchen müssen. Ungewöhnliche Pflanzenabsterbemuster können auf Giftstoffe darunter hinweisen. Kahle Stellen, an denen trotz Wasser und Pflege kein Gras wächst, deuten auf Probleme hin. Verfärbter Boden mit orangefarbenen, blauen oder grauen Streifen deutet auf chemische Ablagerungen hin. Öliger Rückstand auf der Oberfläche weist auf Erdöl darunter hin.

Visuelle Hinweise

  • Verfärbter Boden: Orangefarbene, blaue, graue oder schwarze Flecken, die sich von normalem braunem Schmutz unterscheiden, können Metall- oder Chemikalienablagerungen zeigen.
  • Öliger Glanz: Regenbogenfilme auf Wasserpfützen oder fettige Stellen auf trockenem Boden weisen oft auf Erdölprodukte unter der Oberfläche hin.
  • Kahle Stellen: Bereiche, in denen Pflanzen trotz richtiger Pflege nicht wachsen wollen, können toxische Schadstoffwerte haben, die die Wurzeln blockieren.

Geruchsindikatoren

  • Chemische Gerüche: Benzin-, Lösungsmittel- oder Faule-Eier-Gerüche aus dem Boden deuten auf flüchtige Verbindungen oder schwefelbasierte Schadstoffe hin.
  • Muffige Gerüche: Starke modrige oder erdige Gerüche über den normalen Bodengeruch hinaus können organische Kontamination oder schlechte Entwässerungsbedingungen zeigen.
  • Timing ist wichtig: Gerüche werden oft stärker nach Regen oder wenn Sie graben und frische Bodenoberflächen darunter freilegen.

Pflanzengesundheitszeichen

  • Verkümmertes Wachstum: Pflanzen, die trotz guter Pflege klein bleiben, können toxische Bedingungen haben, die die Nährstoffaufnahme an den Wurzeln blockieren.
  • Blattschäden: Vergilbung, Bräunung oder Flecken auf Blättern können auf Bodenverschmutzungssymptome hinweisen, die die Pflanzenfunktion beeinträchtigen.
  • Absterbemuster: Kreisförmige oder lineare Pflanzenabsterbezonen folgen oft Kontaminationsfahnen, die sich durch den Boden ausbreiten.

Visuelle Prüfungen funktionieren am besten bei Erdöl- und Chemikalienaustritten, die offensichtliche Spuren hinterlassen. Gehen Sie nach Regen über Ihr Grundstück, wenn ölige Glanzschichten auf Pfützen erscheinen. Graben Sie kleine Testlöcher und riechen Sie den Boden in verschiedenen Tiefen. Prüfen Sie die Pflanzengesundheit in verschiedenen Zonen und notieren Sie Muster. Diese Schritte kosten nichts, zeigen aber offensichtliche Probleme schnell auf.

Gehen Sie niemals davon aus, dass Boden sicher ist, nur weil er normal aussieht und riecht. Die gefährlichsten Schadstoffe hinterlassen keine offensichtlichen Bodenverschmutzungssymptome. Blei kann schädliche Werte erreichen ohne jegliche visuellen Hinweise. Arsen versteckt sich in Gartenbeeten, die gut aussehen. Labortests bleiben der einzig sichere Weg zu bestätigen, was Ihr Boden enthält.

Nutzen Sie visuelle Prüfungen als ersten Schritt, nicht als endgültige Antwort. Offensichtliche Zeichen sagen Ihnen, dass Tests sofort nötig sind. Keine Zeichen bedeutet nicht, dass der Boden sauber ist. Häuser, die vor 1978 gebaut wurden, brauchen Bleitests, egal wie der Boden aussieht. Frühere landwirtschaftliche Flächen brauchen Pestiziduntersuchungen, selbst bei üppigen Gärten. Kombinieren Sie, was Sie sehen, mit Labortests für beste Ergebnisse.

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