Welche Nachteile hat Blumenerde?

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Paul Reynolds
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Die größten Nachteile von Blumenerde sind hohe Kosten, schnelles Austrocknen, schwache Nährstoffversorgung und die Umweltbelastung durch Torf. Jeder Hobbygärtner mit Kübelpflanzen hat irgendwann mit diesen Problemen zu tun. Wer die Schwächen kennt, kann rechtzeitig gegensteuern – bevor die Pflanzen darunter leiden.

Ich hatte letzten Juli eines der schlimmsten Blumenerde-Probleme, als ich ein paar Töpfe etwa eine Woche lang nicht gegossen habe. Die torfbasierte Erde löste sich von den Topfwänden und trocknete zu einem harten Block aus. Das Wasser lief einfach durch den Spalt zwischen Erde und Topf hindurch. Nichts wurde aufgesaugt. Ich musste jede Pflanze herausnehmen und den Wurzelballen zwanzig Minuten lang in einem Eimer einweichen, damit der Torf wieder Feuchtigkeit aufnahm. Das passiert bei Torfmischungen im Sommer viel zu oft.

Das Nährstoffproblem überrascht die meisten Anfänger. Der Startdünger in der Packung ist bereits nach zwei bis drei Bewässerungen aufgebraucht. Selbst Säcke mit Langzeitdünger-Granulat versorgen Ihre Pflanzen nur etwa einen Monat lang, bevor die Wirkung nachlässt. Ohne regelmäßigen Flüssigdünger werden Ihre Pflanzen bis Mitte Sommer gelb und hören auf zu wachsen.

Die Kosten gehören zu den Nachteilen von Blumenerde, die besonders schmerzen. Tests von Epic Gardening ergaben Preise von 5,24 bis 21,33 Dollar pro Kubikfuß. Füllen Sie ein paar große Kübel und geben schnell 50 bis 100 Dollar allein für Erde aus – noch bevor Sie eine einzige Pflanze kaufen. Diese Kosten fallen jedes Frühjahr erneut an, da die meisten Ratgeber empfehlen, jede Saison frische Erde einzufüllen.

Bedenken zur Nachhaltigkeit von Torf

  • Auswirkungen des Abbaus: Torfmoore brauchen Tausende von Jahren zur Entstehung, und ihr Abbau zerstört Feuchtgebiete schneller, als sie sich erholen können.
  • CO₂-Freisetzung: Die Entwässerung von Mooren für den Abbau setzt gespeicherten Kohlenstoff in die Atmosphäre frei – das macht Torfmischungen zu einer schlechten Wahl für umweltbewusste Gärtner.
  • Bessere Alternative: Steigen Sie auf Kokos-Substrat um, das genauso gut funktioniert – ohne die Schäden an Feuchtgebieten weltweit.

Probleme mit Gewicht und Stabilität

  • Kopflastige Töpfe: Leichte Erde lässt hohe Pflanzen bei Wind umkippen, weil nicht genug Gewicht vorhanden ist, um den Topf auf der Terrasse zu halten.
  • Unordnung beim Gießen: Leichte Mischungen schwimmen auf und verschieben sich beim Gießen, wodurch Samen verrutschen oder Wurzeln freigelegt werden.
  • Lösung: Geben Sie eine dünne Kiesschicht auf die Erde oder verwenden Sie schwerere Töpfe, um das geringe Gewicht erdloser Mischungen auszugleichen.

Zersetzung mit der Zeit

  • Verdichtung: Torf und Rinde zersetzen sich innerhalb von 12 bis 18 Monaten, und die Erde verliert dabei ihre Lufträume und Drainage.
  • Auswirkung auf die Wurzeln: Beim Zerfall speichert die Erde mehr Wasser und weniger Luft – es entsteht dasselbe matschige Problem wie bei Gartenerde.
  • Lösung: Tauschen Sie Blumenerde jährlich für Einjährige aus und topfen Sie Stauden mit frischer Erde um, damit die Drainage funktioniert.

Die meisten dieser Probleme lassen sich mit ein paar Gewohnheiten beheben. Verwenden Sie Kokos-Substrat statt Torf, um das Problem des wasserabweisenden Austrocknens zu umgehen. Düngen Sie mit Flüssigdünger zwei Wochen nach dem Eintopfen, statt auf gelbe Blätter zu warten. Kaufen Sie Rohstoffe in großen Mengen und mischen Sie Ihre eigene Erde, um die Kosten um ein Drittel zu senken. Diese Einschränkungen von Blumenerde sind real, aber sie müssen Ihre Saison nicht ruinieren. Wer sie frühzeitig kennt, kann trotzdem kräftige Pflanzen ziehen.

Vollständigen Artikel lesen: Blumenerde-Ratgeber für Anfänger

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