Was ist ein Strauch?

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Olivia Mitchell
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Was also ist ein Strauch? Es ist eine verholzende, mehrjährige Pflanze, die mehrere Triebe aus oder nahe der Basis bildet und kleiner bleibt als ein Baum. Sträucher behalten ihre verholzten Äste das ganze Jahr über oberirdisch und bauen Saison für Saison auf diesem Gerüst auf. Die meisten Sträucher werden 1 bis 4,5 Meter hoch, was sie zu den vielseitigen Arbeitspferden jeder Gartengestaltung macht.

Die Definition wird genauer, wenn man Sträucher mit ihren nächsten Verwandten im Garten vergleicht. Ein Strauch muss verholztes Gewebe in seinen Trieben haben – die Äste bilden also Rinde und überleben den Winter oberirdisch. Das unterscheidet Sträucher von krautigen Stauden wie Funkien und Taglilien, die jeden Herbst bis auf Bodenniveau absterben. Letzten Frühling ging ich mit einer Freundin durch ein großes Gartencenter, die alles als Busch bezeichnete. Wir hielten an jeder Auslage an und ich zeigte ihr, wie man einen Strauch von einer Staude unterscheidet, indem man einen Trieb anfasst. Fühlte er sich fest an und hatte Rinde, war es ein Strauch. War er weich und durchgehend grün, war es eine krautige Pflanze.

Der Unterschied zwischen Strauch und Baum verwirrt viele Menschen, weil manche Pflanzen die Grenze verschwimmen lassen. Das entscheidende Strukturmerkmal ist die Anzahl der Triebe an der Basis. Ein Baum bildet einen Hauptstamm, der aufsteigt, bevor er sich zu einer Krone verzweigt. Ein Strauch treibt mehrere Stämme auf Bodenniveau aus und erzeugt eine volle, buschige Form von unten nach oben. Manche Pflanzen wie Kreppmyrte und Zaubernuss können je nach Schnitt in beiden Formen wachsen. Aber in den meisten Fällen gibt Ihnen die Triebanzahl an der Basis innerhalb von Sekunden eine klare Antwort.

Die Oklahoma State Extension setzt die Obergrenze für Sträucher bei 4,6 Metern Höhe an. Alles, was darüber hinausgeht, fällt in den Baumbereich. Virginia Tech unterteilt diesen Bereich in drei nützliche Kategorien für die Gartenplanung. Kleine Sträucher bleiben unter 1,5 Metern und eignen sich gut unter Fenstern und entlang von Wegen. Mittlere Sträucher erreichen 1,5 bis 2,7 Meter und dienen als Sichtschutz oder Hausbepflanzung. Große Sträucher werden 2,7 bis 4,6 Meter hoch und können eine Gartenecke dominieren oder eine hohe Hecke bilden.

Dieses Wissen setzte ich letzten Herbst ein, als ich einer Nachbarin bei der Planung ihres Vorgartens half. Sie hatte drei unbekannte Pflanzen entlang ihres Zauns und wollte wissen, wie man sie schneidet. Wir prüften die Basis und fanden bei allen drei mehrere verholzte Triebe. Das verriet uns, dass es Sträucher und keine Bäume waren, und wir schnitten sie als Sträucher – indem wir alte Triebe auf Bodenhöhe auslichteten. Das Ergebnis war ein deutlich vollerer, gesünderer Anblick im folgenden Frühjahr.

Sie können einen Strauch in jeder Umgebung mit einem schnellen Drei-Punkte-Check bestimmen, der etwa zehn Sekunden dauert. Erstens: Schauen Sie an der Basis nach mehreren verholzten Trieben statt eines einzelnen Stammes. Zweitens: Prüfen Sie, ob die Pflanze unter 4,6 Metern hoch ist oder in diese Richtung wächst. Drittens: Kontrollieren Sie, ob die Triebe Rinde haben und sich fest anfühlen – als Beweis, dass die Pflanze ihre Struktur ganzjährig behält. Erfüllt eine Pflanze alle drei Punkte, haben Sie einen Strauch vor sich.

Sträucher füllen eine Lücke im Garten, die kein anderer Pflanzentyp schließen kann. Sie bieten dauerhafte Struktur wie Bäume, aber in einem Maßstab, der direkt neben das Haus, an einen Zaun oder in eine gemischte Rabatte passt. Sie schirmen Blicke ab, rahmen Eingänge ein, locken Bestäuber an und schaffen Lebensraum für Vögel. Sobald Sie wissen, was einen Strauch ausmacht, fallen sie Ihnen überall auf. Sie werden die Schwerstarbeit erkennen, die sie in jedem Garten und Park leisten.

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