Die faulste Art zu kompostieren ist Kaltkompostierung in einem einfachen Behälter oder offenen Haufen. Sie werfen Abfälle hinein, bedecken sie mit Laub und gehen weg. Kein Umschichten, keine Temperaturkontrolle, keine Feuchtigkeitstests. Die Natur erledigt die ganze Arbeit, während Sie nur ab und zu Abfälle hinzufügen.
Ich habe ein Jahr lang als Experiment einen faulen Komposthaufen in der hinteren Ecke meines Gartens betrieben. Jedes Mal, wenn ich Küchenabfälle hatte, ging ich raus, öffnete den Deckel, kippte sie hinein und warf eine Handvoll trockenes Laub darüber. Das war meine gesamte Kompostier-Routine. Null Umschichten, null Gießen, null Aufwand außer dem 30-Sekunden-Gang zum Komposter. Nach zwölf Monaten grub ich am Boden und holte eine Schicht wunderschönen dunklen Kompost heraus, den meine Gartenbeete liebten. Es funktionierte besser als erwartet – für praktisch keinen Aufwand.
Kaltkompostierung funktioniert, weil die Organismen, die den Abbau übernehmen, Ihre Hilfe nicht brauchen. Regenwürmer kriechen von unten durch den Boden in Ihren Komposter und beginnen, Material von unten zu verarbeiten. Pilze breiten sich im Haufen aus und zersetzen hartnäckige kohlenstoffreiche Materialien wie Pappe und Äste. Bakterien kümmern sich in ihrem eigenen Tempo um die weichen Küchenabfälle. Dieser Kompostieransatz mit minimalem Aufwand überspringt die Heißphase der Heißkompostierung und dauert daher 9 bis 12 Monate statt 8 Wochen. Aber das Endergebnis ist genauso nützlich für Ihren Garten – und der Kompromiss ist, fast keine Arbeit zu haben.
Zwei weitere Methoden gelten ebenfalls als einfaches Kompostieren ganz ohne Umschichten.
Grabenkompostierung
- So funktioniert es: Graben Sie einen Graben oder ein Loch 20 bis 30 cm tief in Ihr Gartenbeet, füllen Sie Küchenabfälle ein und bedecken Sie sie mit der ausgehobenen Erde.
- Warum es faul ist: Kein Behälter zu pflegen, kein Haufen zu warten und kein Ernteschritt nötig, da der Kompost direkt dort entsteht, wo Ihre Pflanzen wachsen.
- Am besten für: Gärtner, die bestimmte Beete düngen möchten, ohne zusätzliche Schritte zwischen Küchenabfällen und Pflanzenwurzeln.
Flächenkompostierung
- So funktioniert es: Legen Sie Pappe oder Zeitungspapier auf den bloßen Boden, schichten Sie Küchenabfälle und Laub darüber und bedecken Sie alles mit 10 bis 15 cm Mulch.
- Warum es faul ist: Sie bauen es einmal auf und lassen es eine ganze Saison liegen, während es sich unter der Mulchschicht zu einem pflanzfertigen Beet zersetzt.
- Am besten für: Neue Gartenbeete von Grund auf anlegen – ohne Umgraben, Erde anschleppen oder irgendwelche Grabarbeiten.
Statische Kaltkompostierung im Behälter
- So funktioniert es: Stellen Sie einen bodenlosen Komposter auf offenen Boden, geben Sie Abfälle hinein, bedecken Sie sie mit Laub oder Pappe und ignorieren Sie ihn 9 bis 12 Monate lang, bis der Boden zu Kompost geworden ist.
- Warum es faul ist: Der Behälter übernimmt die Eindämmung und Organismen kommen von unten durch den Boden hinein. Sie fügen nur Material hinzu und warten.
- Am besten für: Alle, die brauchbaren Kompost mit dem absolut geringsten Zeit- und Energieaufwand über das Jahr hinweg gewinnen möchten.
Für den absolut geringsten Aufwand empfehle ich Folgendes: Kaufen Sie einen bodenlosen Komposter für unter 40 € und stellen Sie ihn an einem schattigen Platz auf offenen Boden. Geben Sie jedes Mal Ihre Obst- und Gemüsereste hinein und bedecken Sie sie mit trockenem Laub oder zerrissener Pappe. Nicht umschichten. Nicht gießen. Nicht die Temperatur prüfen. Fügen Sie einfach oben neues Material hinzu, wann immer Sie Abfälle zum Entsorgen haben.
Kommen Sie nach 9 bis 12 Monaten zurück und öffnen Sie die Entnahmeklappe unten. Sie finden dunklen, krümeligen Kompost vor, während die oberen Schichten für die nächste Ernte weiter zersetzt werden. Schaufeln Sie das fertige Material heraus, verteilen Sie es auf Ihren Gartenbeeten und halten Sie den Kreislauf am Laufen. Diese Methode braucht im Durchschnitt weniger als eine Minute pro Tag. Sie erhalten trotzdem gartengeeigneten Kompost, der Ihnen jede Saison Geld für Erdprodukte spart.
Vollständigen Artikel lesen: Die 8 besten Komposter für jeden Garten