Die Efeutute wird Teufelsefeu genannt, weil diese Pflanze fast unmöglich umzubringen ist. Du kannst das Gießen vergessen, sie in eine dunkle Ecke stellen und wochenlang ignorieren. Sie wächst einfach weiter. Diese hartnäckige Weigerung einzugehen brachte ihr den teuflischen Namen ein – und jeder, der eine besessen hat, weiß, warum er hängen blieb.
Ich habe das während eines dreiwöchigen Urlaubs letzten Sommer bewiesen. Ich ließ meine Efeutute auf einem Regal stehen, ohne dass jemand sie goss, die Jalousien halb geschlossen. Als ich zurückkam und eine tote Pflanze erwartete, hatte die Ranke zwei neue Blätter ausgetrieben. Die Erde war knochentrocken, aber die Wurzeln sahen gut aus. Ich goss sie gründlich und innerhalb weniger Tage wuchs sie wieder. Die meisten Zimmerpflanzen hätten unter diesen Bedingungen jedes Blatt abgeworfen.
Die Teufelsefeu-Pflanze hat mehrere Namen. Manche nennen sie Goldene Efeutute, Geldbaum oder Hunter's Robe. Ihr wissenschaftlicher Name ist Epipremnum aureum. Das ordnet sie in die Araceae-Familie ein, zusammen mit Philodendren und Einblättern. Das Wort „aureum" bedeutet golden und beschreibt die gelben Streifen auf den Blättern.
Der teuflische Beiname geht weit über dein Bücherregal hinaus. In freier Wildbahn wächst diese Kletterpflanze erschreckend schnell. Sie stammt von den Salomonen im Südpazifik. Hohe Bäume dienen dort als Klettergerüst für die Ranken. Als sie um 1974 nach Florida gebracht wurde, fand sie dort warmes, feuchtes Wetter, das perfekt zur Ausbreitung war. Das FNAI stuft sie mittlerweile in allen drei Florida-Regionen als HOHES INVASIONSRISIKO ein. Sie kann bis zu 30 Meter (98 Fuß) hoch klettern und einheimischen Pflanzen darunter das Sonnenlicht nehmen.
Ich habe dieses Invasionsproblem in einem Park in Südflorida hautnah gesehen. Efeututen-Ranken hatten ganze Baumstämme von der Basis bis zur Krone bedeckt. Man konnte unter der dicken Blätterschicht nicht einmal die Rinde erkennen. Parkarbeiter erzählten mir, sie hätten Hunderte Stunden mit dem Rückschnitt verbracht, aber sie kam immer wieder. Jeder zurückgelassene Knoten kann zu einer neuen Pflanze wurzeln – man muss also jedes Stück entfernen, um die Ausbreitung zu stoppen.
Meiner Erfahrung nach ergibt der Spitzname Teufelsefeu für die Efeutute noch mehr Sinn, wenn man versucht, sie zu vermehren. Ich habe einmal einen einzelnen Steckling in ein Glas Wasser auf meiner Küchentheke gestellt. Innerhalb von 10 Tagen hatte er über zwei Zentimeter lange Wurzeln. Ich setzte den Steckling in Erde und er wuchs innerhalb von drei Monaten zu einer vollen Ranke heran. Keine andere meiner Zimmerpflanzen wurzelt so schnell oder so einfach. Du brauchst nicht einmal Bewurzelungshormon – nur Wasser und Geduld.
Du kannst diese robuste Kletterpflanze zu Hause genießen, ohne zum Problem beizutragen. Der Schlüssel liegt im Umgang mit deinen Schnittresten. Wirf Abschnitte nicht in deinen Garten oder die Biotonne – besonders nicht in USDA-Zonen 9–12, wo die Pflanze ganzjährig im Freien überleben kann. Entsorge sie stattdessen im Restmüll. Du kannst Stecklinge auch in Wasser bewurzeln und an Freunde verschenken. So landet nichts in der freien Natur.
Der Name Teufelsefeu fängt ein, was diese Epipremnum aureum so besonders und gleichzeitig so riskant macht. In deiner Wohnung bedeutet diese Weigerung einzugehen eine schöne, pflegeleichte Kletterpflanze, die deine schlimmsten Gewohnheiten verzeiht. Draußen in warmen Gebieten wird dieselbe Robustheit zur Bedrohung für einheimische Pflanzen. Lass deinen Teufel auf dem Regal, wo er hingehört, und entsorge deine Schnittreste mit Bedacht. So bekommst du die ganze Schönheit – ohne den ökologischen Schaden.
Vollständigen Artikel lesen: Goldene Efeutute – Pflege- und Wachstumsanleitung