Sind Gewächshäuser umweltverträglich?

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Benjamin Miller
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Sind Gewächshäuser in der realen Welt umweltverträglich und können sie unserem Planeten helfen? Das hängt davon ab, wie Sie sie bauen und betreiben. Diese Strukturen bieten echte Vorteile bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs. Sie ermöglichen auch den Einsatz von weniger Chemikalien. Sie können Lebensmittel auch näher bei Ihren Käufern anbauen. Aber sie benötigen Energieeinsatz, der diese Vorteile zunichtemachen kann. Ihre Entscheidungen geben den Ausschlag.

Ich habe vor zwei Jahren eine Wasserrecyclinganlage installiert, und die Ergebnisse haben mich umgehauen. Meine Wasserrechnungen sanken in der ersten vollen Saison um 60 %. Das Ablaufwasser, das früher Dünger in meinen Garten trug, zirkuliert jetzt zurück durch meine Pflanzen. Sie bekommen die gleichen Nährstoffe, während ich weit weniger Abfall in den Boden um mein Grundstück leite.

Als ich das System zum ersten Mal testete, machte ich mir Sorgen, dass das recycelte Wasser Krankheiten verbreiten oder Salze anreichern könnte. Keines der Probleme trat auf. Ich filtere den Rückfluss durch einfache Siebe und UV-Licht. Meine Pflanzen wuchsen genauso gut wie zuvor. Die 800 €, die ich für Tanks, Filter und Rohrleitungen ausgab, hatten sich in unter zwei Jahren durch niedrigere Rechnungen amortisiert.

Kontrollierte Räume reduzieren den Chemikalieneinsatz durch physische Barrieren, die Schädlinge von vornherein fernhalten. Insektenschutzgitter an Lüftungen blockieren Blattläuse, Weiße Fliegen und Thripse beim Eindringen. Wenn doch Schädlinge auftauchen, macht der geschlossene Raum Nützlinge wie Marienkäfer als Jäger effektiver. Sie können Sprühmittel oft ganz weglassen durch nachhaltige Gewächshauspraktiken, die mit der Natur arbeiten.

Wassereinsparungen stechen als eines der stärksten ökologischen Argumente für den Anbau unter Dach hervor. Intelligente Bewässerungssysteme reduzieren den Verbrauch um 30-70 % im Vergleich zu Freilandfeldern. Tropfleitungen bringen Wasser direkt an die Wurzeln, anstatt es über den Boden zu sprühen, wo das meiste verdunstet. Geschlossene Kreislaufsysteme zirkulieren Flüssigkeit, sodass fast nichts verschwendet wird.

Ganzjährige lokale Produktion reduziert Transportemissionen, die sich schnell summieren für Lebensmittel, die quer durchs Land transportiert werden. Eine Tomate, die in einem beheizten Gewächshaus achtzig Kilometer vom Laden entfernt angebaut wird, schlägt oft eine, die dreitausend Kilometer aus einem wärmeren Gebiet herangefahren wird. Das USDA stellte fest, dass die kontrollierte Anbaumenge um 56 % stieg, bei gleicher oder geringerer Flächennutzung. Mehr Nahrung auf weniger Fläche schützt natürliche Lebensräume.

Energieverbrauch bleibt die größte ökologische Herausforderung für Ihre Gewächshausarbeit. Heizen in kalten Gebieten und Kühlen in heißen verbraucht echte Energie. Solarpaneele oder Erdwärme helfen viel, wo Ihr Budget es erlaubt. Neue dichte Strukturen übertreffen ältere undichte Konstruktionen bei Weitem. Das gilt auch ohne Solar- oder andere saubere Energie.

Umweltfreundlicher Gewächshausanbau beginnt damit, dass Sie Regenwasser sammeln und Ihr Ablaufwasser recyceln. Fügen Sie Solar- oder andere saubere Energie hinzu, wo Sie es sich leisten können. Setzen Sie Nützlinge, Klebefallen und resistente Pflanzensorten ein, bevor Sie zur Sprühflasche greifen. Kombinieren Sie diese Maßnahmen und Sie schaffen einen Betrieb, der mehr Nahrung mit weniger Schaden produziert.

Sie können mit jedem Budget echte Fortschritte machen, wenn Sie Ihre Prioritäten setzen. Beginnen Sie mit den Veränderungen, die Ihnen Geld sparen, wie Wasserrecycling. Nutzen Sie diese Einsparungen, um Ihr nächstes ökologisches Upgrade zu finanzieren. Ich habe meinen Wasserverbrauch, meine Chemikalienkosten und meinen Energieverbrauch über fünf Jahre mit diesem schrittweisen Ansatz um 40 % gesenkt.

Vollständigen Artikel lesen: Gewächshaus-Klimasteuerung: Wachstum & Effizienz

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