Ja, Blumen vermehren sich ohne Insekten auf verschiedene Weisen. Wind trägt Pollen für Gräser und viele Bäume. Manche Pflanzen bestäuben sich selbst ohne fremde Hilfe. Wasser transportiert Pollen für bestimmte Wasserpflanzen. Sie können die Aufgabe sogar von Hand erledigen, wenn Insekten knapp sind.
Ich lernte über insektenfreie Bestäubung, als ich eines Sommers Mais in meinem Garten anbaute. Diese hohen Rispen an der Spitze setzen Wolken von gelbem Staub frei. Er schwebt hinunter zu den Seidenfäden an jedem Kolben. Keine Biene besucht je eine Maispflanze. Der Wind erledigt die ganze Arbeit. Ich musste auch meinen Kürbis von Hand bestäuben, als in einem Jahr die Bienen fernblieben.
Windbestäubung funktioniert bei vielen Pflanzenfamilien. Gräser, Eichen, Birken und Kiefern nutzen alle diese Methode. Diese Pflanzen setzen riesige Mengen leichten Pollens in die Luft frei. Die meisten Körner wehen davon und erreichen nie eine Blüte. Aber die Mengen sind so groß, dass genug Pollen dort landet, wo er hinmuss. Ihr Rasen wächst jedes Jahr auf diese Weise.
Selbstbestäubende Pflanzen haben es einfacher. Bohnen, Tomaten und Paprika lassen Pollen von ihren Staubbeuteln auf ihre eigenen Narben fallen. Alles geschieht innerhalb einer Blüte. Eine leichte Brise oder ein Schütteln der Pflanze bringt den Pollen in Bewegung. Sie brauchen keine Insekten, Vögel oder Wind von außen. Die Blüte erledigt es allein.
Windbestäubung
- Wie es funktioniert: Pflanzen produzieren leichten Pollen, der durch die Luft zu anderen Blüten schwebt.
- Wer es nutzt: Gräser, Mais, Weizen, Eichen, Birken und Kiefern setzen alle auf Wind.
- Pollenmengen: Windpflanzen produzieren 10- bis 100-mal mehr Pollen als Pflanzen, die Insekten nutzen.
Selbstbestäubung
- Wie es funktioniert: Pollen fällt von Staubbeuteln auf die Narbe innerhalb derselben Blüte oder Pflanze.
- Wer es nutzt: Tomaten, Bohnen, Paprika, Erbsen und Salat bestäuben sich gut selbst.
- Großer Vorteil: Selbstbestäubende Pflanzen bilden Samen, auch wenn keine Bestäuber auftauchen.
Handbestäubung
- Wie es funktioniert: Sie bewegen Pollen mit einem Pinsel, Wattestäbchen oder indem Sie Blüten zusammenführen.
- Wann Sie es brauchen: Gewächshäuser, Balkongärten und Jahre mit wenig Bienen erfordern Ihre Hilfe.
- Beste Methode: Sammeln Sie Pollen am Morgen und tupfen Sie ihn auf geöffnete Narben für gute Ergebnisse.
Etwa 90% der Blütenpflanzen nutzen in der Natur tierische Helfer. Aber das lässt immer noch viele übrig, die überhaupt keine Insekten brauchen. Gräser bedecken große Teile jedes Kontinents. Reisfelder, Weizenfelder und Ihr Rasen wachsen alle aus windgetragenem Pollen.
Wasser transportiert Pollen auch bei einigen Pflanzen. Bestimmte Unterwasserarten setzen Pollen frei, der zu nahegelegenen Blüten schwimmt. Seegräser nutzen diesen Trick in Küstengewässern. Es funktioniert wie Windbestäubung, aber durch Wasser statt Luft.
Sie können einspringen, wenn Bestäuber nicht auftauchen. Bei Kürbis und Gurken pflücken Sie eine männliche Blüte und reiben ihre Staubbeutel an der Narbe einer weiblichen Blüte. Bei Tomaten klopfen Sie an den Stängel oder verwenden eine elektrische Zahnbürste, um Pollen freizuschütteln. Diese Tricks bringen Ihnen Früchte auch ohne Bienen.
Planen Sie Ihren Garten mit diesem Wissen. Setzen Sie selbstbestäubende Pflanzen dorthin, wo Bienen selten vorbeikommen. Pflanzen Sie Mais in Blöcken, damit Wind Pollen zwischen den Stängeln verteilen kann. Halten Sie Werkzeuge zur Handbestäubung für Ihre Kürbis- und Melonenranken bereit. Sie haben Optionen, wenn Insekten nicht da sind.
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