Kann man Weidelgras-Saatgut einfach ausstreuen?

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Liu Xiaohui
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Ja, Sie können Weidelgras-Saatgut einfach auf Ihren Rasen oder nackten Boden streuen und Ergebnisse erzielen. Die Samen keimen bereits bei reinem Oberflächenkontakt. Aber ein paar zusätzliche Vorbereitungsschritte machen einen enormen Unterschied, wie dicht und gleichmäßig Ihr neues Gras aufgeht. Bloßes Saatgut auf nackter Erde funktioniert, aber vorbereiteter Boden funktioniert viel besser.

Ihre Weidelgras-Aussaatmethode macht mehr Unterschied als die meisten Menschen denken. Ein Schleuderstreuer bietet die gleichmäßigste Verteilung auf größeren Flächen. Ein Fallstreuer eignet sich besser für enge Stellen und Kanten. In jedem Fall ist Ihr Ziel, dass das Saatgut nackten Boden berührt. Samen, die auf totem Gras oder dickem Rasenfilz liegen, wurzeln nicht so gut.

Ich habe in meinem eigenen Garten einen Vergleichstest gemacht, um diese Frage zu klären. Auf einer Hälfte einer kahlen Stelle streute ich einfach Saatgut aus und wässerte. Auf der anderen Hälfte harkte ich den Boden erst locker, streute dann das Saatgut und drückte es an. Vier Wochen später hatte die vorbereitete Seite etwa die doppelte Dichte der nachlässigen Seite. Beide Seiten keimten, aber der Bodenkontakt machte den entscheidenden Unterschied.

Ihre Weidelgras-Samen brauchen Licht zum Keimen, also vergraben Sie sie nicht tief. Aber sie brauchen auch Feuchtigkeit aus dem Boden, um das Wachstum auszulösen. Der optimale Bereich liegt bei maximal 0,6 cm Erde darüber. Drücken Sie Ihre Samen in die Oberfläche oder harken Sie leicht nach dem Ausstreuen. So erhalten Sie die richtige Mischung aus Licht- und Feuchtigkeitskontakt.

Ihre Aussaatmenge ändert sich je nach Vorhaben. Für komplett neue Rasenflächen streuen Sie 40–50 g pro m² für volle Abdeckung. Für die Nachsaat in Ihren bestehenden Rasen reduzieren Sie auf 15–25 g pro m², da Sie nicht flächendeckend neues Gras brauchen. Ihre Bodentemperatur sollte zwischen 50–65 °F (10–18 °C) liegen, um die schnellste Keimung zu erzielen.

Oberfläche vorbereiten

  • Erst harken: Ritzen Sie Ihren Boden mit einer Metallharke auf, um kleine Rillen zu schaffen, in die sich die Samen einbetten können.
  • Kurz mähen: Schneiden Sie Ihr bestehendes Gras vor der Nachsaat auf 4 cm, damit neue Samen genug Licht zum Keimen bekommen.
  • Rückstände entfernen: Beseitigen Sie Laub, Stöcke und abgestorbenes Schnittgut, das Ihre Samen am Bodenkontakt hindern würde.

Streuen und Andrücken

  • Zwei Durchgänge: Fahren Sie mit Ihrem Streuer in zwei Richtungen bei halber Menge für gleichmäßige Verteilung ohne kahle Streifen.
  • Danach walzen: Verwenden Sie eine Rasenwalze oder treten Sie die Fläche fest, um die Samen in Ihren Boden zu drücken, ohne sie zu vergraben.
  • Leichte Abdeckung: Eine dünne Schicht Kompost über Ihren Samen hält die Feuchtigkeit und fördert schnellere Keimung.

Bewässern und Abwarten

  • Häufiges Besprühen: Bewässern Sie Ihr Saatgut in den ersten 7–10 Tagen 2–3 Mal täglich mit leichtem Sprühnebel.
  • Schrittweise reduzieren: Wechseln Sie nach dem Auflaufen zu einmal täglicher Bewässerung und dann zum normalen Tiefenbewässerungs-Rhythmus.
  • Erster Mähzeitpunkt: Warten Sie, bis Ihr Gras 7,5 cm Höhe erreicht hat, bevor Sie mähen, um junge Wurzeln zu schützen.

Die beste Zeit zum Aussäen von Weidelgras ist in den meisten Regionen der Frühherbst. Ihre Bodentemperaturen sinken in den idealen Bereich für die Keimung. In vielen Regionen nimmt auch der Niederschlag zu. Das Gras bekommt Monate kühlen Wetters, um kräftige Wurzeln aufzubauen, bevor der Sommer kommt. Frühjahrsaussaat funktioniert ebenfalls, gibt Ihrem neuen Gras aber weniger Zeit zum Reifen vor der Hitze.

Machen Sie sich diese Arbeit nicht zu kompliziert. Sie können brauchbare Ergebnisse erzielen, wenn Sie Saatgut auf die Erde werfen und feucht halten. Aber wenn Sie 30 Minuten extra in leichtes Harken und Andrücken investieren, bekommen Sie einen Rasen, der doppelt so dicht aussieht. Dieser geringe Zeitaufwand vorab erspart Ihnen, dünne Stellen im nächsten Jahr erneut nachsäen zu müssen.

Vollständigen Artikel lesen: Deutsches Weidelgras – Ratgeber für den Rasen

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