Ihre Amaryllis im Winter drinnen braucht drei Dinge: helles Licht in Fensternähe, Wasser nur bei trockener Erde und einen kühlen Raum. Stimmen diese drei Faktoren, halten Ihre Winterblüten wochenlang statt nur wenige Tage.
Ihre tägliche Winter-Pflegeroutine für die Amaryllis ist einfacher als gedacht. Prüfen Sie die Erde alle paar Tage, indem Sie Ihren Finger etwa 2,5 cm tief in die Oberfläche drücken. Fühlt sie sich trocken an, gießen Sie am Fuß der Pflanze, bis das Wasser unten abläuft. Drehen Sie den Topf alle 2 bis 3 Tage eine Vierteldrehung, damit der Stiel gerade nach oben wächst statt sich zum Fenster zu neigen. Das war's im Wesentlichen für die tägliche Pflege.
Ich freue mich jedes Jahr auf diese Zeit im Winter. Als ich zum ersten Mal eine Amaryllis zog, war ich verblüfft, wie schnell der Stiel emporschoss. Er wuchs mehrere Zentimeter an einem einzigen Tag. Die dicken Knospen an der Spitze schwellen jeden Morgen weiter an. Und dann kommt der Tag, an dem man reinkommt und die erste Blüte sich geöffnet hat. Dieser Moment macht all die Monate der Blattpflege und Ruhephase mehr als wett.
Die Raumtemperatur spielt beim Blühen der Amaryllis drinnen eine größere Rolle, als die meisten denken. Kühlere Bedingungen um 16 °C bis 18 °C verlangsamen den Stoffwechsel der Blüten und helfen jeder einzelnen, deutlich länger zu halten. Ein wärmerer Raum bei 24 °C oder darüber lässt die Blüten schneller aufgehen und verblühen. Wenn möglich, stellen Sie den Topf nachts in einen kühleren Raum, um die Blütenpracht noch länger zu genießen.
Wo Sie den Topf platzieren, ist genauso wichtig wie die Temperatur. Wählen Sie einen Platz an einem Süd- oder Westfenster mit kräftigem Licht, aber vermeiden Sie direkte Nachmittagssonne auf den Blüten. Halten Sie den Topf 15 bis 30 cm vom Glas entfernt, da Fensterscheiben im Winter so kalt werden können, dass sie die Pflanze schädigen. Meiden Sie auch Heizungsauslässe und Kamine, denn trockene, heiße Luft lässt die Blütenblätter schnell schrumpeln.
Hohe Stiele brauchen manchmal etwas Hilfe, um aufrecht zu bleiben – besonders Sorten, die über 51 cm hinauswachsen. Stecken Sie einen dünnen Bambusstab am Topfrand in die Erde und binden Sie den Stiel mit weichem Bindfaden daran fest. So kippt Ihre Amaryllis nicht um, wenn sich die schweren Blüten oben öffnen. Ein schwerer Keramik- oder Steintopf sorgt zusätzlich für Stabilität.
Die drei häufigsten Winterfehler lassen sich leicht vermeiden, wenn man sie kennt. Übergießen steht ganz oben, denn beheizte Raumluft verleitet dazu, zu oft zu gießen. Ihre Pflanze braucht im Winter weniger Wasser als Sie denken. Sie auf ein Regal weit vom Fenster zu stellen, raubt ihr das Licht für kräftige Stiele. Und ein Thermostat auf 22 °C oder höher halbiert die Blütezeit nahezu.
Geben Sie Ihrer Amaryllis einen hellen, kühlen Platz am Fenster und eine einfache Gießroutine, und die Winterblüten werden Ihr Zuhause 3 bis 6 Wochen lang erstrahlen lassen. Nur wenige Pflanzen bieten eine so große Belohnung für so wenig Winterpflege.
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