Der Pflanzentyp Staude umfasst eine viel größere Bandbreite, als die meisten denken. Dazu gehören Blumen und Gräser. Ebenso Sträucher und sogar einige Gemüsearten wie Spargel. Jede Pflanze, die mehr als zwei Saisons lebt und aus ihren Wurzeln zurückkehrt, zählt dazu. Das macht Stauden zu einer der vielfältigsten Pflanzengruppen, die Sie in Ihrem Garten anbauen können.
Ich kultiviere verschiedene Staudenarten in meinem Garten, und die Kontraste überraschen Besucher. Meine Hostas verschwinden bis November komplett. Kein einziges Blatt bleibt über der Erde. Die Christrosen direkt daneben behalten ihre dunkelgrünen Blätter durch die kältesten Monate. Sie blühen sogar im Februar, bevor irgendetwas anderes aufwacht. Meine Lavendelbüsche am Weg behalten ihre verholzten Stängel das ganze Jahr – nur die weichen Spitzen werden braun. Derselbe Garten, dieselbe Bezeichnung „Staude", aber drei völlig verschiedene Erscheinungsbilder.
Diese Unterschiede ergeben sich daraus, wie jeder Typ den Winter bewältigt. Krautige Stauden sterben jeden Herbst bis zum Boden ab. Ihr gesamtes Leben zieht sich in die Wurzeln unter der Erde zurück. Immergrüne Stauden behalten ihre Blätter im Winter und geben Ihrem Garten im Januar grüne Struktur. Verholzende Stauden bilden dauerhafte Stängel über der Erde, ähnlich wie Sträucher. Der Unterschied zwischen krautigen und verholzenden Stauden ist besonders wichtig, wenn Sie das Winterbild Ihres Gartens planen.
Krautige Stauden
- Winterverhalten: Sterben jeden Herbst bis zum Boden ab und treiben im Frühling aus den Wurzeln neu aus, wobei kahler Boden während der Ruhephase bleibt.
- Häufige Beispiele: Hostas, Taglilien, Sonnenhut und Pfingstrosen gehören hierher und gedeihen in den Zonen 3 bis 8.
- Ideal für: Gärten in kalten Klimazonen, in denen Pflanzen eine vollständige Ruhephase brauchen, um strenge Winter ohne Stammschäden zu überstehen.
Immergrüne Stauden
- Winterverhalten: Behalten ihr Laub durch die kalten Monate und bieten ganzjährig Farbe und Textur in Ihren Beeten.
- Häufige Beispiele: Christrosen, Purpurglöckchen und Bergenie behalten ihre Blätter den ganzen Winter und manche blühen schon vor dem Frühling.
- Ideal für: Gärten, die visuelles Interesse im Winter brauchen, wenn die meisten anderen Pflanzen unterirdisch ruhen.
Verholzende Stauden
- Winterverhalten: Behalten dauerhafte Stängel und Zweige über der Erde, die Rinde entwickeln und mit der Zeit dicker werden.
- Häufige Beispiele: Lavendel, Rosmarin und Russischer Salbei verwischen die Grenze zwischen Stauden und echten Sträuchern in Beeten.
- Ideal für: Die Schaffung permanenter Garten-Ankerpunkte, die die Form Ihrer Beete zu jeder Jahreszeit definieren.
Winterharte vs. frostempfindliche Stauden
- Winterharte Stauden: Überstehen Frostwinter im Freien und kehren jeden Frühling ohne besonderen Schutz zurück.
- Bedingt winterharte Stauden: Vertragen leichten Frost, können aber bei starker Kälte eingehen und brauchen in kalten Zonen oft dicken Mulch.
- Frostempfindliche Stauden: Überleben keinen Frost und müssen zum Überwintern ins Haus oder als Einjährige behandelt werden.
BBC Gardeners' World ordnet Stauden in diese Gruppen ein, damit Sie Pflanzen auf Ihre Bedingungen abstimmen können. Eine winterharte Hosta funktioniert in fast jeder kalten Zone. Eine frostempfindliche Dahlie muss in Zonen unter 8 jeden Herbst ausgegraben und drinnen gelagert werden. Die richtige Kategorie zu kennen bewahrt Sie davor, Pflanzen durch Wetter zu verlieren, das sie nicht vertragen.
Wählen Sie Ihre Staudentypen danach, was Ihr Garten am meisten braucht. Füllen Sie Beete mit krautigen Stauden für kräftige saisonale Farbe in kälteren Zonen. Fügen Sie immergrüne Typen hinzu, damit Ihre Beete auch im Winter gut aussehen. Nutzen Sie verholzende Stauden als Ankerpunkte, die Ihr Layout über Jahre prägen. Ich mische alle drei Typen in meinen Rabatten und habe immer etwas Sehenswertes – egal in welchem Monat.
Vollständigen Artikel lesen: Stauden: Pflanzratgeber für jede Klimazone