Welche Pflanzen sind wirksam für natürliche Wasserfiltration?

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Paul Reynolds
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Die besten Pflanzen für die natürliche Wasserfilterung sind Rohrkolben, Binsen und Wasserhyazinthen. Diese Arten ziehen Schadstoffe über ihre Wurzeln aus dem Wasser. Rohrkolben allein entfernen bis zu 80 % des Stickstoffs aus verschmutztem Wasser.

Feuchtgebietspflanzen filtern Wasser, indem sie Giftstoffe über ihr Wurzelsystem aufnehmen. Die Wurzeln absorbieren Stickstoff, Phosphor und Schwermetalle aus dem umgebenden Wasser. Bakterien in der Nähe der Wurzeln bauen organische Abfälle in unbedenklichere Stoffe ab.

Ich habe vor drei Jahren ein kleines Feuchtgebiet bei mir zu Hause angelegt, um Grauwasser aus Waschmaschine und Duschen zu reinigen. Wir haben Rohrkolben und Binsen in ein Kiesbett gepflanzt, das etwa 750 Liter pro Tag aufnimmt. Keine Pumpen oder elektrischen Filter betreiben das System.

Die Ergebnisse meines Feuchtgebiets haben mich im ersten Testjahr erstaunt. Wasserproben zeigten, dass die Stickstoffwerte um 75 % sanken, nachdem das Wasser die Pflanzen durchlaufen hatte. Die Rohrkolben wuchsen hoch und dicht, während sich die Binsen ausbreiteten und jeden freien Platz bedeckten.

Meine Nachbarin sah, was wir gemacht hatten, und richtete letzten Frühling ihr eigenes System ein. Sie konzentrierte sich auf Wasserhyazinthen, da Schwermetalle ihr Hauptproblem waren. Ihre Testergebnisse nach drei Monaten zeigten, dass die Bleiwerte in ihrem kleinen Teich um 60 % gesunken waren.

Rohrkolben (Typha)

  • Stickstoffaufnahme: Nimmt bis zu 80 % des Stickstoffs über weitreichende Wurzelsysteme auf, die tief in feuchten Boden reichen.
  • Wachstumsbedingungen: Sie können diese in Wasserständen von 15 cm bis 1 Meter Tiefe anbauen, und sie vertragen sowohl Süß- als auch Salzwasser.
  • Pflegetipps: Schneiden Sie abgestorbene Stängel jeden Frühling zurück, damit altes Pflanzenmaterial keine Nährstoffe ins Wasser abgibt.

Wasserhyazinthen

  • Metallaufnahme: Zieht Blei, Quecksilber und Cadmium aus verschmutztem Wasser besser heraus als die meisten anderen Wasserpflanzen in Ihrem Teich.
  • Schnelles Wachstum: Verdoppelt ihre Größe alle zwei Wochen unter guten Bedingungen, daher müssen Sie sie regelmäßig ernten, um die Ausbreitung zu kontrollieren.
  • Nur für warmes Klima: Stirbt bei Frost ab, daher können Sie sie nur in Gebieten der USDA-Zonen 9-11 ganzjährig anbauen.

Binsen (Scirpus)

  • Fängt Sediment auf: Dichte Stängel verlangsamen den Wasserfluss und fangen schwebende Partikel auf, wodurch die Trübung in Ihrem Teich um 60-70 % reduziert wird.
  • Nützliche Bakterien: Beherbergt winzige Mikroben, die organische Stoffe abbauen und schädliches Ammoniak in harmloses Stickstoffgas umwandeln.
  • Winterhart: Übersteht strenge Winter in den Zonen 3-9 und treibt jeden Frühling von selbst aus den Wurzeln wieder aus.

Natürliche Wasserreinigungspflanzen funktionieren am besten, wenn Sie sie auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Testen Sie zuerst Ihr Wasser, um zu sehen, welche Schadstoffe entfernt werden müssen. Bei hohem Metallgehalt sind Hyazinthen geeignet, während Stickstoffprobleme besser auf Rohrkolben ansprechen.

Denken Sie an Ihr Klima, bevor Sie entscheiden, welche Arten Sie bei sich anpflanzen. Rohrkolben und Binsen vertragen kalte Winter problemlos. Wasserhyazinthen sterben beim ersten Frost, daher sollten Sie diese überspringen, wenn Sie in einer kalten Region leben.

Die Wassertiefe ist wichtig, da jede Pflanzenart unterschiedliche Wasserstände bevorzugt. Rohrkolben mögen 15-30 cm stehendes Wasser, während Binsen bei Tiefen bis zu 60 cm gut gedeihen. Wasserlinsen schwimmen an der Oberfläche und funktionieren bei jeder Tiefe, brauchen aber ruhiges Wasser.

Beginnen Sie mit einem kleinen Testbeet, bevor Sie ein großes System bei sich zu Hause bauen. Pflanzen Sie drei oder vier Arten und beobachten Sie, welche an Ihrem Standort gedeihen. Sobald Sie sehen, was gut wächst, können Sie das Feuchtgebiet erweitern, um Ihren gesamten Wasserbedarf zu decken.

Bedenken Sie, dass Ihr pflanzenbasiertes System Zeit zum Reifen braucht. Ein neues Feuchtgebiet benötigt etwa sechs Monate bis ein Jahr, um seine volle Reinigungsleistung zu erreichen. Die Bakterien rund um die Pflanzenwurzeln brauchen Zeit, um zu wachsen und mit voller Kraft Abfälle abzubauen.

Sie können Ihr Wasser vor und nach dem Durchlaufen Ihres Feuchtgebiets testen, um den Fortschritt zu verfolgen. Einfache Stickstoff-Testkits kosten etwa 15-20 € in Gartencentern. Tests alle paar Monate helfen Ihnen zu sehen, wie gut Ihre Pflanzen das Wasser im Laufe der Zeit reinigen.

Vollständigen Artikel lesen: Wasserfiltrationssysteme: Prozesse und Bedeutung

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