Die häufigsten Zaunbaufehler, die man vermeiden sollte, sind falsche Maschenweite, zu kurz eingegrabene Pfosten, keine Bodenschürze und fehlende Genehmigungsprüfung. Jeder einzelne dieser Fehler macht aus einem Wochenendprojekt eine teure Nachbesserung. Die meisten Gärtner machen beim ersten Zaunbau mindestens einen davon.
Mir ist beim ersten Gemüsegarten ein klassischer Gartenzaun-Fehler passiert. Ich kaufte 5-cm-Maschendraht, weil er günstig und leicht zu bekommen war. Innerhalb von drei Wochen nagten sich Wühlmäuse durch den dünnen Draht. Sie fraßen mein gesamtes Karottenbeet. Ich hätte von Anfang an 1,2-cm-Volierendraht verwenden sollen. Diese eine falsche Materialwahl kostete mich eine ganze Saison Wurzelgemüse.
Jeder Fehler hat einen Grund, den man kennen sollte. Pfosten müssen unter die Frostgrenze reichen, sonst werden sie im Winter hochgedrückt. In den meisten nördlichen Regionen bedeutet das eine Tiefe von 60 bis 90 cm. Zu kurze Pfosten kippen oder lösen sich bis zum Frühling. Maschenöffnungen müssen kleiner sein als der Schädling, den man fernhalten will. Durch eine 5-cm-Öffnung schlüpfen Kaninchen hindurch. Man braucht 2,5-cm-Sechseckgeflecht oder enger.
Die UGA Extension hat klare Angaben zu Gartenzaun-Fehlern je nach Tierart. Kaninchenzäune brauchen 2,5-cm-Sechseckmaschen, nicht die 5-cm-Rollen, die in den meisten Baumärkten vorne stehen. Waschbärenzäune brauchen ein flexibles oberes Stück, das zurückklappt, wenn die Tiere hochklettern wollen. Rehzäune müssen mindestens 1,80 bis 2,40 Meter hoch sein. Ein gesundes Reh springt mühelos über einen 1,50-Meter-Zaun.
Zaunbau-Probleme mit der vergrabenen Schürze bringen viele Leute ins Stolpern. Tiere wie Murmeltiere und Kaninchen graben sich direkt unter einem Zaun durch, der nur auf dem Boden steht. Man braucht eine L-förmige Schürze aus Drahtgeflecht, die 15 bis 30 cm tief eingegraben wird und nach außen zeigt. Ich habe das beim ersten Bau übersprungen und zugesehen, wie ein Murmeltier sich in einer einzigen Nacht darunter durchgrub. Die Reparatur bedeutete, die gesamte Zaunlinie wieder auszugraben.
Genehmigungen sind der Fehler, an den niemand denkt, bis es zu spät ist. Viele Gemeinden begrenzen die Zaunhöhe auf 1,80 Meter ohne Genehmigung. Manche Eigentümergemeinschaften schränken Materialien und Farben ein. Baut man über die Grundstücksgrenze hinaus, kann ein Abriss erzwungen werden. Ein kurzer Anruf beim Bauamt dauert 10 Minuten. Er bewahrt einen vor Bußgeldern oder erzwungenem Rückbau.
Gehen Sie eine einfache Checkliste durch, bevor Sie etwas kaufen. Schreiben Sie auf, welche Schädlinge Sie fernhalten müssen. Prüfen Sie Ihre örtlichen Höhenbegrenzungen. Bestätigen Sie Ihre Grundstücksgrenzen anhand eines Lageplans oder Katasterauszugs. Messen Sie den gesamten Umfang, damit Ihnen kein Material fehlt. Rechnen Sie 10–15 % extra für Ecken, Tore und Zuschnitte ein. Dieser fünfminütige Planungsschritt verhindert die kostspieligsten Zaunbau-Probleme.
Die Torplatzierung ist ein weiterer Fehler, auf den man achten sollte. Ich habe mein erstes Tor auf die gegenüberliegende Seite vom Wasseranschluss gesetzt. Jedes Mal beim Gießen musste ich den Schlauch um den ganzen Zaun herum ziehen. Platzieren Sie Ihr Tor in der Nähe Ihres Wasseranschlusses und Geräteschuppens, um sich über die Gartensaison Hunderte von Wegen zu sparen.
Meiner Erfahrung nach ist die Checkliste wertvoller als jede Produktbewertung. Ich habe gesehen, wie Nachbarn Hunderte Euro für das falsche Drahtgeflecht ausgaben, Pfosten nicht tief genug setzten und die Schürze wegließen. Alle drei Fehler hätten mit fünf Minuten Planung vor der Fahrt zum Baumarkt vermieden werden können. Erst planen, dann kaufen – so bauen Sie den Zaun gleich beim ersten Mal richtig.
Vollständigen Artikel lesen: Gartenzaun-Ratgeber für jeden Garten