Welche häufigen Probleme gibt es beim vertikalen Gärtnern?

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Paul Reynolds
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Die häufigen Probleme beim vertikalen Gärtnern lassen sich auf Wasser-, Nährstoff- und Stabilitätsprobleme zurückführen. Ungleichmäßige Bewässerung steht ganz oben auf der Liste. Nährstoffmangel und schwache Strukturen verursachen ebenfalls Probleme. Zu wissen, worauf man achten muss, hilft Ihnen, Dinge schnell zu beheben.

Ich lernte Probleme mit vertikalen Gärten auf die harte Tour mit meinem ersten Turmsystem kennen. Die obere Ebene blieb durchnässt, während die unteren Pflanzen austrockneten. Wasser lief durch die oberen Ebenen und floss ab, bevor es die unteren erreichte. Ich verlor die Hälfte meiner Salaternte, bevor ich herausfand, was schiefgelaufen war.

Die Schwerkraft ist die Ursache der meisten Bewässerungsprobleme in gestapelten Systemen. Wasser fließt nach unten und trifft zuerst auf die oberen Pflanzen. Diese oberen Pflanzen saugen Feuchtigkeit auf, während untere Ebenen nur Abflusswasser bekommen. Bis das Wasser unten ankommt, hat es auch die meisten Nährstoffe verloren. Obere Pflanzen wachsen kräftig, während untere Pflanzen verhungern.

Forschung bestätigt, was Gärtner in ihren eigenen Gärten beobachten. Eine PMC-Studie ergab, dass Sie Ihr System nach dessen Pflegebedarf auswählen sollten. Ein System zu wählen, das zu Ihrem Erfahrungsniveau passt, verhindert viele Herausforderungen beim vertikalen Gärtnern, bevor sie entstehen. Einfache Erdtürme erfordern weniger Arbeit als komplexe Hydroponik-Anlagen.

Lichtprobleme gehören zu einer weiteren häufigen Schwierigkeit. Obere Ebenen beschatten untere Pflanzen bei den meisten Designs. Die unterste Reihe bekommt möglicherweise nur 40% des Lichts, das oben ankommt. Blattgemüse kommt mit Schatten zurecht. Fruchtende Pflanzen brauchen volle Sonne, um Früchte zu bilden.

Ungleichmäßige Bewässerung

  • Die Lösung: Bewässern Sie jede Ebene von oben und geben Sie den unteren Ebenen, die schnell abfließen, zusätzlich Wasser.
  • Bessere Option: Installieren Sie Tropfleitungen, die Wasser zu jeder Tasche mit der gleichen Rate liefern.
  • Profi-Tipp: Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit auf mehr als einer Ebene vor jedem Gießen.

Nährstoffmangel

  • Die Lösung: Versorgen Sie untere Ebenen mit Flüssigdünger, da Nährstoffe mit dem Wasser nach unten gespült werden.
  • Bessere Option: Verwenden Sie Langzeitdünger-Kügelchen in jeder Tasche für gleichmäßige Versorgung.
  • Profi-Tipp: Gelbe Blätter an unteren Pflanzen signalisieren oft Stickstoffmangel durch ungleichmäßige Düngung.

Schlechte Lichtverteilung

  • Die Lösung: Drehen Sie Ihren Turm alle paar Tage, damit alle Seiten gleich viel Sonne bekommen.
  • Bessere Option: Pflanzen Sie schattentolerantes Blattgemüse auf unteren Ebenen und Sonnenliebhaber oben.
  • Profi-Tipp: Pflanzenlampen können untere Ebenen verstärken, wenn Ihr Aufbau deren Montage erlaubt.

Strukturelle Schwäche

  • Die Lösung: Fügen Sie Stützen oder Verankerungspunkte hinzu, wenn Pflanzen mit Früchten oder Laub schwer werden.
  • Bessere Option: Wählen Sie kompakte Pflanzensorten, die die ganze Saison leicht bleiben.
  • Profi-Tipp: Überprüfen Sie Wandhalterungen jeden Monat, da das Gewicht mit dem Pflanzenwachstum zunimmt.

Die meisten Probleme im vertikalen Garten haben einfache Lösungen, wenn Sie sie früh erkennen. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen alle paar Tage und achten Sie auf Welken, Vergilben oder Neigen. Probleme schnell zu erkennen gibt Ihnen Zeit zum Anpassen, bevor Pflanzen Schaden nehmen.

Beginnen Sie mit einem einfachen System und lernen Sie seine Eigenheiten, bevor Sie komplexe Aufbauten versuchen. Ein einfacher Turm, den Sie gut bewässern, ist besser als eine ausgeklügelte Anlage, die Ihr Leben übernimmt. Passen Sie das System an Ihre Zeit an, und Sie werden stetige Ernten mit weniger Kopfschmerzen bekommen.

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