Die häufigsten Probleme mit Blauregen sind ausbleibende Blüte, gelbe Blätter, Schädlinge, Wurzelhalsgallen und Schäden an Ihren Bauwerken. Die meisten Besitzer stoßen im Laufe der Zeit auf mindestens eines dieser Probleme. Frühes Erkennen macht die Lösung deutlich schneller und günstiger.
Meiner Erfahrung nach ist die ausbleibende Blüte das häufigste Problem, mit dem Blauregen-Besitzer zu kämpfen haben. Meine eigene Pflanze blieb drei Jahre lang ohne eine einzige Blüte. Ich ging eine Blauregen-Checkliste Schritt für Schritt durch. Die Sonne stimmte. Der Boden-pH-Wert war in Ordnung. Dann schaute ich mir meinen Schnittplan an. Ich hatte zu spät im Winter geschnitten und dabei alle Blütenknospen entfernt. Als ich den Rückschnitt auf Anfang Februar verlegte und zwei Knospen pro Trieb stehen ließ, kamen im nächsten Frühling die Blüten.
Eisenchlorose ist ein wichtiges Thema bei Wachstumsproblemen von Blauregen. Die Blätter werden gelb, während die Blattadern grün bleiben. Das passiert, wenn der Boden-pH-Wert über 7,0 steigt und Eisen in einer Form bindet, die die Wurzeln nicht aufnehmen können. Gebiete mit Kalkstein oder hartem Leitungswasser sind besonders betroffen. Ein schneller Boden-pH-Test zeigt Ihnen, ob das Ihr Problem ist. Geben Sie Schwefel hinzu, um den pH-Wert zu senken, und die Gelbfärbung verschwindet innerhalb weniger Wochen.
Schädlinge greifen Ihren Blauregen die ganze Saison über an. Die NC State Extension nennt Blattläuse, Schildläuse, Schmierläuse, Japankäfer und Miniermotten als die Hauptbedrohungen. Blattläuse sammeln sich an den Spitzen junger Triebe und saugen Pflanzensaft. Japankäfer fressen im Sommer Löcher in die Blätter. Schildläuse verstecken sich an Trieben und breiten sich schnell aus, wenn man sie übersieht. Kontrollieren Sie Ihre Pflanze einmal im Monat im Frühling und Sommer, um diese Schädlinge früh zu entdecken.
Wurzelhalsgalle
- Was Sie sehen: Raue, runde Wucherungen bilden sich am Stammgrund oder an den Wurzeln und werden im Laufe der Zeit mehrere Zentimeter groß.
- Ursache: Das Bodenbakterium Agrobacterium dringt durch Schnittwunden oder Insektenbisse an der Erdoberfläche ein.
- Was Sie tun können: Einmal gebildet, gibt es keine Heilung. Schneiden Sie befallenes Gewebe mit sauberen Werkzeugen heraus und vermeiden Sie Verletzungen am Stammgrund.
Triebsterben und Rindenkrebs
- Was Sie sehen: Äste sterben von den Spitzen her ab, mit dunklen, eingesunkenen Stellen auf der Rinde, wo der Pilz sich festgesetzt hat.
- Ursache: Pilze dringen durch Schnittwunden oder Frostschäden ein und breiten sich bei feuchtem Frühlingswetter am schnellsten aus.
- Was Sie tun können: Schneiden Sie nur bei trockenem Wetter. Desinfizieren Sie Ihre Werkzeuge mit Reinigungsalkohol zwischen jedem Schnitt. Entfernen Sie totes Holz schnell.
Blattfleckenkrankheit
- Was Sie sehen: Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern bei feuchtem Wetter. In schweren Fällen werfen die Pflanzen vorzeitig Blätter ab.
- Ursache: Pilzsporen gedeihen in warm-feuchter Luft und verbreiten sich durch Wasserspritzer von Blatt zu Blatt.
- Was Sie tun können: Verbessern Sie die Luftzirkulation durch Rückschnitt. Nicht von oben gießen. Rechen Sie herabgefallene Blätter zusammen, um die Sporenmenge in der Nähe zu reduzieren.
Strukturschäden runden die Liste ab. Die Triebe Ihrer Pflanze werden dick und stark genug, um Holz zu spalten, Dachrinnen abzureißen und Wände zu beschädigen. Schneiden Sie zweimal jährlich zurück und überprüfen Sie Ihre Stützkonstruktion jede Saison auf Belastungszeichen. Reparieren Sie schwache Balken, bevor die Pflanze sie zum Einsturz bringt.
Testen Sie Ihren Boden-pH-Wert einmal jährlich und kontrollieren Sie monatlich auf Schädlinge, während Ihre Pflanze wächst. Halten Sie Ihre Schnittwerkzeuge vor jedem Schnitt sauber. Einheimische Arten wie der Amerikanische Blauregen sind widerstandsfähiger gegen diese Probleme. Ein wenig Vorbeugung bringt deutlich mehr als die Reparatur von Schäden, die bereits entstanden sind.
Vollständigen Artikel lesen: Blauregen: Pflege und Anbau-Ratgeber