Was sind häufige Fehler beim Spalierbau?

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Paul Reynolds
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Die schlimmsten Fehler beim Rankgitterbau sind zu flach gesetzte Pfosten, zu große Maschenöffnungen und schwache Materialien, die verrotten oder brechen. Jeder einzelne dieser Fehler kann Ihr Rankgitter zerstören und Ihre Ernte mitten in der Saison ruinieren.

Ich habe das in meinem zweiten Gartenjahr auf die harte Tour gelernt. Ich baute ein vermeintlich solides Tomatenrankgitter, setzte die Pfosten aber nur etwa 20 Zentimeter tief in den Boden. Im ersten Monat stand es stabil, solange die Pflanzen klein waren. Dann schlug im Juli ein Sommergewitter zu. Das ganze Gestell kippte unter dem Gewicht nasser Ranken voller grüner Tomaten nach vorne. Ich verlor an dem Tag die Hälfte meiner Ernte. Das ist einer der häufigsten Fehler beim Rankgitterbau, den Gartenanfänger machen.

Die Physik hinter diesem Aufstellungsfehler ist einfach. Ein 1,80 Meter hohes Rankgitter voller Tomatenranken wirkt im Wind wie ein Segel. Die gesamte Kraft drückt gegen die Oberkante des Rahmens. Die Pfosten am Boden müssen dem standhalten. Pfosten, die nur 20–25 Zentimeter tief stecken, können nicht genug Hebelwirkung erzeugen. Die Virginia Tech Extension empfiehlt eine Tiefe von 46–61 Zentimetern. Diese zusätzliche Länge gibt dem Pfosten genug Verankerung im Boden, um dem Wind zu widerstehen.

Falsche Maschenweite ist der zweithäufigste Fehler. Öffnungen größer als 10 Zentimeter machen es Pflanzen schwer, sich festzuhalten. Ranken greifen ins Leere, finden keinen Halt, und die Pflanze kippt um. Kleinere Öffnungen zwischen 5 und 10 Zentimetern bieten Ihren Kletterpflanzen ausreichend Kontaktpunkte. Sie halten das Wachstum am Rahmen organisiert, statt in einem Durcheinander zu enden.

Pfosten nicht tief genug gesetzt

  • Das Problem: Pfosten unter 30 Zentimeter Tiefe kippen um, sobald Pflanzen Gewicht hinzufügen und Wind gegen den Rahmen drückt.
  • Die Lösung: Graben Sie Pfostenlöcher 46–61 Zentimeter tief für jedes Rankgitter über 1,20 Meter und verdichten Sie die Erde fest um die Basis.
  • Schnelltest: Drücken Sie kräftig gegen die Oberkante Ihres fertigen Rankgitters, bevor Sie pflanzen, um zu prüfen, ob es wackelt.

Schwache oder unbehandelte Materialien

  • Das Problem: Dünner Bambus, unbehandeltes Kiefernholz und billiger Draht verbiegen sich oder verrotten innerhalb einer Saison unter der Pflanzenlast.
  • Die Lösung: Verwenden Sie verzinkten Stahl, Zeder oder behandeltes Holz, das Feuchtigkeit standhält, ohne sich zu zersetzen.
  • Langfristig betrachtet: Materialversagen ist eine der Hauptursachen für Rankgitter-Ausfälle, da schwaches Holz unter schweren Früchten bricht.

Zu große Maschenöffnungen

  • Das Problem: Lücken größer als 10 Zentimeter lassen Pflanzen ohne Halt, und Ranken hängen zwischen den Stützen durch.
  • Die Lösung: Wählen Sie Gitter mit 5–10 Zentimeter Öffnungen, damit Ihre Kletterpflanzen alle paar Zentimeter einen Haltepunkt finden.
  • Beste Optionen: Baustahlmatten und geschweißte Drahtzaunpaneele haben ab Werk die ideale Maschenweite.

Materialverfall ist ein häufiges Problem bei Rankgitter-Ausfällen. Die meisten Gärtner bemerken es erst, wenn es zu spät ist. Unbehandeltes Kiefernholz verrottet in ein bis zwei Saisons. Dünner Bambus splittert und reißt bei Frost. Selbst verzinkter Draht kann an Schnittkanten rosten, wenn man sie nicht versiegelt. Wählen Sie Materialien, die für den Außeneinsatz geeignet sind. Prüfen Sie Ihr Rankgitter jeden Frühling auf Verschleißspuren, bevor Sie erneut daran pflanzen.

Geben Sie Ihrem Rankgitter nach dem Bau einen kräftigen Drucktest, bevor Sie pflanzen. Lehnen Sie sich mit Ihrem vollen Körpergewicht gegen die Oberkante und beobachten Sie die Basis auf Bewegung. Wenn die Pfosten sich auch nur leicht verschieben, setzen Sie sie tiefer oder fügen Sie Verstrebungen hinzu. Prüfen Sie Ihre Pfosten auch nach dem ersten starken Regen. Wasser kann verdichtete Erde lockern und Lücken um die Basis bilden. Diese Probleme frühzeitig zu finden kostet fünf Minuten Ihrer Zeit. Dafür ersparen Sie sich einen Einsturz mitten in der Saison, der wochenlange Wachstumsarbeit zunichtemachen könnte.

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