Die Nachteile von Blauregen gehen weit über das hinaus, was die meisten erwarten. Diese Kletterpflanze beschädigt Bauwerke, breitet sich in der Natur aus, braucht ständigen Rückschnitt und ist giftig für Haustiere. Die hübschen Blüten haben ihren Preis, wenn man nicht vorausplant. Jeder Gärtner sollte diese Schattenseiten kennen, bevor er eine Pflanze in den Boden setzt.
Ich erfuhr von dem Schadensproblem, als mein Blauregen eine Zedernholz-Pergola von innen heraus sprengte. Der Hauptstamm war auf etwa 10 Zentimeter Durchmesser angewachsen und drückte die Balken auseinander. Allein für die Reparaturmaterialien zahlte ich rund 600 Dollar. Die Nachteile von Blauregen treffen Ihren Geldbeutel hart, wenn Sie bei der Pflege in Rückstand geraten.
Nach meiner Erfahrung häufen sich die Probleme mit Blauregen im Garten schnell an, wenn man auch nur eine Saison bei der Pflege auslässt. Wurzelausläufer schießen überall im Rasen hoch. Neue Triebe greifen in alle Richtungen. Am Ende verbringt man ganze Wochenenden damit, den Ausgangszustand wiederherzustellen. Es ist eine Pflanze, die Ihre Zeit einfordert und nicht wartet, bis Sie sich darum kümmern.
Die Ausbreitung in die freie Natur ist ebenfalls ein großes Problem. Trusty et al. stellten 2007 fest, dass 82 bis 96 % des wildwachsenden Blauregens im Südosten der USA Hybride sind. Diese Pflanzen verbreiten sich über Samen und Triebe, die bei Bodenkontakt wurzeln. Der USDA Forest Service berichtet, dass wilde Ranken so dicht wachsen, dass sie einheimische Pflanzen verdrängen. Wisconsins DNR hat Asiatischen Blauregen inzwischen als verbotene Art in ihrem Bundesstaat eingestuft.
Risiko von Strukturschäden
- Wuchskraft: Stämme werden bis zu 38 Zentimeter dick und können Holzbalken spalten, Metall verbiegen und mit der Zeit Dachrinnen abreißen.
- Gefahr für das Fundament: Wurzeln und Ausläufer dringen in Mauerrisse ein, vergrößern Spalten und lassen Wasser ins Haus eindringen.
- Reparaturkosten: Schäden an Pergolen, Zäunen und Dächern zu beheben kann je nach Ausmaß Hunderte bis Tausende von Euro kosten.
Hoher Pflegeaufwand
- Schnittplan: Der Rückschnitt muss zweimal pro Jahr im Sommer und Winter erfolgen, um das Wachstum zu kontrollieren und die Blüte zu fördern.
- Ausläufer entfernen: Wurzelausläufer sprießen die ganze Saison über im Garten und müssen entfernt werden, bevor sie neue Pflanzen bilden.
- Zeitaufwand: Jeder Rückschnitt dauert bei einer ausgewachsenen Pflanze 2 bis 4 Stunden, was Blauregen zu einer der pflegeintensivsten Pflanzen macht.
Sicherheitsbedenken bei Haustieren
- Giftige Inhaltsstoffe: Alle Pflanzenteile enthalten Lektin und Wisterin, die bei Hunden, Katzen und Pferden Erbrechen, Übelkeit und Durchfall auslösen.
- Gefahr durch Samenschoten: Heruntergefallene Schoten haben die höchste Giftkonzentration und ziehen Haustiere und Kinder an, die daran kauen könnten.
- Aufräumpflicht: Schoten fallen im Spätsommer und Herbst ab, daher muss rund um die Pflanze regelmäßig aufgeräumt werden.
Sie sollten diese Nachteile von Blauregen gegen die Schönheit der Frühlingsblüte abwägen. Wenn Sie trotzdem Blüten möchten, wählen Sie Amerikanischen oder Kentucky-Blauregen statt asiatischer Arten. Einheimische Sorten wachsen weniger stark und breiten sich nicht in der Natur aus. Sie sehen trotzdem großartig aus – ohne die meisten Probleme.
Bauen Sie Ihre Stützstruktur stabil und legen Sie einen Schnittkalender fest, bevor Sie pflanzen. Lassen Sie eine Saison aus, und Sie zahlen beim nächsten Mal mit doppeltem Aufwand dafür. Der Schlüssel ist, mit offenen Augen an die Sache heranzugehen, damit Sie Blauregen genießen können – ohne böse Überraschungen.
Vollständigen Artikel lesen: Blauregen: Pflege und Anbau-Ratgeber