Wenn Ihr Centipede-Gras abstirbt, liegt es in den meisten Fällen an einer von fünf häufigen Ursachen: zu viel Dünger, zu hoher Boden-pH, Decline-Krankheit, Schädlingsbefall oder falsche Mähgewohnheiten. Die gute Nachricht: Sie können das Problem mit ein paar einfachen Kontrollen in Ihrem Garten selbst diagnostizieren.
Als ich zum ersten Mal braune Flecken auf meinem eigenen Centipede-Rasen bemerkte, arbeitete ich eine einfache Checkliste ab, um die Ursache zu finden. Zuerst testete ich meinen Boden-pH. Dann prüfte ich die Filzdicke mit einem Messer. Danach grub ich einen kleinen Abschnitt aus, um nach Engerlingen zu suchen. Mein Bodentest ergab einen pH-Wert von 7,1 – viel zu hoch. Diese einzige Zahl erklärte, warum mein Rasen die ganze Saison über gekämpft hatte.
Bevor Sie in Panik verfallen, weil Ihr Centipede-Gras braun wird, prüfen Sie, ob Ihr Rasen einfach nur in die Winterruhe geht. Centipede-Gras verfärbt sich jeden Herbst bräunlich bis strohfarben, wenn die Temperaturen mehrere Wochen unter 13 °C fallen. Das ist normal und das Gras wird im Frühling wieder grün. Echtes Absterben sieht anders aus: Die Ausläufer fühlen sich spröde an und brechen beim Biegen, statt flexibel zu bleiben.
Die häufigsten Probleme mit Centipede-Gras beginnen mit Überdüngung. Wenn Sie mehr als 80 g Stickstoff pro 100 m² pro Jahr ausbringen, wachsen die Ausläufer schneller, als sie sich zersetzen können. Das erzeugt eine dicke Filzschicht über dem Boden, die Feuchtigkeit einschließt. Dieser feuchte Filz wird zum perfekten Nährboden für einen Pilz, der die Centipede-Decline-Krankheit verursacht. Der Pilz greift die Wurzeln an und tötet ringförmige Bereiche Ihres Rasens ab.
Zu hoher Boden-pH
- Symptom: Ihr Gras verfärbt sich gelblich-grün und reagiert auf keine Düngung, egal wie viel Sie ausbringen.
- Grenzwert: Ein Boden-pH über 6,5 blockiert die Eisenaufnahme und verursacht Eisenchlorose im Centipede-Gras.
- Lösung: Bringen Sie Elementarschwefel mit 250 g pro 10 m² aus und testen Sie den Boden nach 3 Monaten erneut.
Rasenfilz und Decline-Krankheit
- Symptom: Ihr Rasen fühlt sich schwammig an und Sie sehen braune Ringe oder Flecken, die sich über Wochen ausbreiten.
- Grenzwert: Filz dicker als 1,3 cm begünstigt Pilzkrankheiten, die sich über den gesamten Rasen ausbreiten können.
- Lösung: Vertikutieren Sie im späten Frühling, halbieren Sie die Stickstoffgaben und lassen Sie den Rasen eine volle Saison erholen.
Engerlinge und Schädlingsbefall
- Symptom: Braune Stellen, die Sie wie einen Teppich zurückrollen können, weil die Wurzeln darunter weggefressen wurden.
- Grenzwert: Mehr als 6 Engerlinge pro 900 cm² bedeutet, dass Sie sofort mit einem Engerlingsmittel behandeln müssen.
- Lösung: Bringen Sie einen Engerlingsbekämpfer im Spätsommer aus, wenn die Schädlinge klein und nah an der Bodenoberfläche sind.
In den letzten Jahren habe ich drei Nachbarn bei der Diagnose ihrer Centipede-Gras-Probleme geholfen. In jedem Fall ließ sich das Problem auf zu viel Stickstoff oder zu hohen Boden-pH zurückführen. Keiner von ihnen hatte vorher jemals einen Bodentest gemacht. Ein einfacher Test für 10–15 € von der Landwirtschaftsberatung hätte das Problem Monate früher aufgedeckt.
Starten Sie Ihre eigene Prüfung noch heute mit diesen Schritten: Besorgen Sie einen Bodentest und schicken Sie ihn an Ihre Beratungsstelle. Stecken Sie ein Messer in den Rasen und messen Sie die braune Filzschicht zwischen den grünen Halmen und dem Boden. Graben Sie einen ca. 30 × 30 cm großen Abschnitt aus und zählen Sie die weißen Engerlinge. Liegt Ihr pH über 6,5, fügen Sie Schwefel hinzu. Ist Ihr Filz dicker als 1,3 cm, vertikutieren Sie im späten Frühling. Wenn Sie mehr als zweimal im Jahr gedüngt haben, streichen Sie die zusätzlichen Gaben und lassen Sie Ihren Rasen von selbst erholen.
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