Vertragen Schneeball-Sträucher volle Sonne?

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Tina Carter
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Schneebälle in voller Sonne – das wird nicht nur vertragen, sondern ist sogar ideal für die üppigste Blütenpracht. Diese Sträucher bilden die meisten Blüten, wenn sie mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag bekommen. Volle Sonne gibt dem Schneeball die Energie, die er braucht, um Blütenknospen am alten Holz für den nächsten Frühling anzulegen.

Ich habe meinen eigenen Vergleichstest mit zwei Schneebällen gemacht, die im selben Jahr gepflanzt wurden. Einer bekommt etwa 8 Stunden Sonne in einem offenen Beet. Der andere steht an der Nordseite meiner Garage, wo er nur 4 Stunden direktes Licht abbekommt. Nach drei Vegetationsperioden brachte der sonnige Strauch etwa dreimal so viele Blütenstände hervor wie der beschattete. Beide Pflanzen sehen gesund aus, aber der Unterschied bei den Blüten ist nicht zu übersehen, wenn sie nebeneinander stehen.

Die Wissenschaft dahinter hat mit Photosynthese und Energiespeicherung zu tun. Im Sommer wandelt ein Schneeball Sonnenlicht in Zucker um, der Wachstum und Knospenbildung antreibt. Mehr Sonne bedeutet mehr Zucker, der in den Trieben gespeichert wird. Aus dieser gespeicherten Energie entwickelt der Strauch Blütenknospen am vorjährigen Holz. Diese Knospen überwintern ruhend und öffnen sich im folgenden Frühling. Ein Strauch im starken Schatten bildet weniger Zucker und setzt weniger Knospen an – das Ergebnis ist eine spärliche Blütenpracht.

Forschungsergebnisse der University of Arkansas bestätigen dies. Ihr Schneeball braucht mindestens 6 Stunden volle Sonne für die beste Blüte. Die NC State Extension gibt den Lichtbedarf als volle Sonne bis Halbschatten an. Der Sonnenbedarf des Schneeballs liegt dabei am sonnigen Ende dieser Spanne, wenn Sie maximale Blüten wollen. Halbschatten funktioniert, wenn Sie nur einen gesunden grünen Strauch möchten, aber Sie verzichten auf einen großen Teil der Frühlingsblüte, wegen der Sie die Pflanze eigentlich gekauft haben.

Die Frage Schneeball – Sonne oder Schatten wird in heißen Klimazonen noch interessanter. In den Zonen 7 und 8 treibt die Nachmittagssonne die Temperaturen über 35 °C und kann Blattverbrennungen und Welke verursachen. Morgensonne mit leichtem Nachmittagsschatten liefert in diesen Regionen die besten Ergebnisse. Der Strauch bekommt seine nötigen Lichtstunden vor Mittag und ruht dann während der heißesten Tageszeit. In den kühleren Zonen 3 bis 6 ist ganztägige volle Sonne ideal.

Hier ist eine einfache Methode, um die Sonneneinstrahlung an einem Pflanzplatz zu prüfen. Wählen Sie einen sonnigen Tag und notieren Sie, ob der Platz um 9 Uhr, mittags und um 15 Uhr direkte Sonne bekommt. Machen Sie diesen Test im Frühling oder Sommer, da der Sonnenstand im Winter deutlich niedriger ist. Bekommt der Platz zu allen drei Zeiten Sonne, haben Sie einen vollsonnigen Standort. Sonne zu zwei der drei Zeiten ergibt Teilsonne. Bei einer oder weniger ist es zu schattig für eine reiche Blüte.

Ich habe bei meinem Test noch einen weiteren Vorteil der vollen Sonne festgestellt. Die beschattete Pflanze bekam zwei Jahre in Folge Mehltau. Die in voller Sonne hatte nie einen einzigen Mehltaufleck auf irgendeinem Blatt. Schatten hält die Feuchtigkeit länger auf den Blättern und gibt Pilzen mehr Zeit, sich festzusetzen. Der sonnige Strauch trocknet jeden Morgen schnell ab und bleibt die ganze Saison über gesund. Dieser Gesundheitsvorteil wird mit zunehmendem Alter der Pflanzen immer deutlicher.

Pflanzen Sie Ihren Schneeball möglichst dort, wo die Sonne morgens als Erstes hinscheint. Morgenlicht trocknet den Tau schnell von den Blättern und beugt Mehltau vor – einem der häufigsten Probleme bei diesen Sträuchern. Ein sonniger, gut belüfteter Standort hält Ihr Laub gesund und sorgt jeden Frühling für eine kräftige Blüte. Geben Sie Ihrem Strauch die Sonne, die er braucht, und Sie werden die Belohnung Jahr für Jahr in Form von Blüten ernten – ganz ohne Ausnahme.

Vollständigen Artikel lesen: Schneeball-Strauch: Vollständiger Pflanzratgeber

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