Sind Einbruchschutzspitzen legal?

picture of Michael Sullivan
Michael Sullivan
Veröffentlicht:
Aktualisiert:

Ja, Einbruchschutz-Spitzen sind in vielen Gebieten legal. Aber lokale Regeln zu Höhe, Platzierung und Beschilderung gelten fast überall. Man kann nicht einfach Spitzen auf einen Zaun schrauben und fertig. Ihre Gemeindesatzung, HOA-Regeln und Versicherung spielen alle eine Rolle dabei, ob die Spitzen bleiben dürfen.

Ich habe einen Nachmittag damit verbracht, die Vorschriften für Zaunspitzen in meinem eigenen Landkreis nachzuschlagen. Ein Nachbar fragte nach dem Anbringen von Spitzen an unserem gemeinsamen Zaun. Was ich fand, überraschte mich. Meine Stadt erlaubt Spitzen auf Zäunen über 1,80 Meter auf Privatgrund. Aber sie verbietet sie an jedem Zaun, der einem öffentlichen Gehweg zugewandt ist. Die Gemeinde nur einen Kilometer südlich verbietet sie an allen Wohnhäusern. Die Regeln ändern sich von einer Postleitzahl zur nächsten.

Die grundlegende Rechtslage funktioniert so: Spitzen sind auf privaten Zäunen erlaubt, die innerhalb Ihrer Grundstücksgrenzen stehen. Der Zaun muss hoch genug sein, dass Personen nicht versehentlich an die Spitzen geraten. Die meisten Vorschriften für Zaunspitzen setzen die Grenze bei 1,80 Metern über dem Boden. Diese Höhe schützt Kinder, Briefträger und Passanten vor Kontakt.

Einige Städte haben zusätzliche Regeln über die Höhenbegrenzung hinaus. Manche verlangen Warnschilder in der Nähe von Zäunen mit Spitzen. Andere begrenzen die Spitzenlänge auf 5 cm oder weniger, um Verletzungen einzuschränken. Einige Orte schreiben stumpfe statt spitze Enden vor. Ihr direkter Nachbar könnte legale Spitzen haben, während Ihre gegen die Vorschriften verstoßen. Es hängt davon ab, auf welcher Seite der Gemeindegrenze Ihr Haus liegt.

Selbst dort, wo Sicherheitsspitzen auf Zäunen legal sind, können Sie verklagt werden, wenn sich jemand verletzt. Wenn Kinder die Spitzen erreichen können, haben Sie eine besondere Sorgfaltspflicht. Ihre Hausratversicherung deckt möglicherweise keine Verletzungen durch Sicherheitszubehör wie Spitzen ab. Manche Policen schließen Ansprüche im Zusammenhang mit Spitzen, Stacheldraht und anderen scharfen Gegenständen am Zaun aus.

Prüfen Sie drei Quellen, bevor Sie Spitzen an Ihrem Zaun anbringen. Erstens: Rufen Sie Ihr örtliches Bauamt an und fragen Sie nach Höhen- und Platzierungsvorschriften. Zweitens: Lesen Sie Ihre HOA-Regeln, falls vorhanden. Viele HOAs verbieten Spitzen unabhängig davon, was die Gemeinde erlaubt. Drittens: Rufen Sie Ihren Versicherungsvertreter an. Stellen Sie sicher, dass Ihre Police Verletzungsansprüche im Zusammenhang mit Spitzen abdeckt.

Ich würde mir außerdem Ihren Plan schriftlich genehmigen lassen, bevor Sie Material kaufen. Eine Genehmigung oder schriftliche Bestätigung vom Bauamt schützt Sie, falls ein Nachbar später Beschwerde einlegt. Bewahren Sie Kopien aller Unterlagen auf. Dieser kleine Aufwand im Vorfeld erspart Ihnen Bußgelder, erzwungenen Rückbau oder rechtliche Probleme.

Sicherheitsspitzen auf Zäunen schrecken Eindringlinge ab, wenn sie richtig eingesetzt werden. Aber die rechtliche Seite erfordert mehr Aufwand, als die meisten erwarten. Informieren Sie sich zuerst gründlich, holen Sie die nötigen Genehmigungen ein und sichern Sie sich mit der richtigen Versicherung ab. Dann können Sie Spitzen mit vollem Seelenfrieden montieren – im Wissen, dass Sie auf der richtigen Seite des Gesetzes stehen.

Vollständigen Artikel lesen: Gartenzaun-Ratgeber für jeden Garten

Weiterlesen