Ja, Sie können Leitungswasser in der Hydroponik verwenden, aber Sie müssen es zuerst testen und aufbereiten. Das meiste Stadtwasser funktioniert nach ein paar einfachen Schritten einwandfrei. Prüfen Sie den pH-Wert und den Mineralgehalt, bevor Sie etwas in Ihr System gießen. Diese beiden Messwerte zeigen Ihnen, ob Ihr Wasser korrigiert werden muss oder direkt einsatzbereit ist.
Ich habe mein eigenes Leitungswasser getestet, als ich mit dem Anbau begann, und einen pH-Wert von 7,5 gemessen. Das liegt deutlich über dem Bereich von 5,5 bis 6,5, den hydroponische Pflanzen brauchen. Die Wasserqualität in der Hydroponik ist wichtiger, als die meisten Anfänger denken. Meine erste Charge Salat wuchs langsam und hatte gelbe Blattränder, weil ich Leitungswasser direkt in den Eimer geschüttet hatte. Als ich begann, den pH-Wert zu testen und ihn mit ein paar Tropfen pH-Senker zu korrigieren, erholten sich die Pflanzen in etwa einer Woche. Jetzt teste ich bei jedem Befüllen.
Chlor im Hydroponik-Wasser ist das andere große Problem, das Sie angehen müssen. Städte fügen dem Leitungswasser Chlor oder Chloramin hinzu, um Keime abzutöten. Das ist zum Trinken in Ordnung, aber schlecht für die nützlichen Mikroben an Ihren Pflanzenwurzeln. Chlor verflüchtigt sich von selbst, wenn Sie einen Eimer füllen und ihn 24 Stunden offen stehen lassen. Die University of Minnesota empfiehlt, Anzuchtmedien 24 Stunden einzuweichen, um Rückstände auszuspülen. Dieser Zeitrahmen funktioniert auch für Ihre Leitungswasser-Aufbereitung. Chloramin ist schwieriger zu handhaben. Es verlässt das Wasser nicht von selbst, daher brauchen Sie einen Aktivkohlefilter, um es zu entfernen.
Ihr Leitungswasser enthält auch Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Diese erhöhen die Gesamtnährstoffbelastung in Ihrem Tank. Wenn Ihr Leitungswasser 200 PPM oder mehr anzeigt, bevor Sie Nährstoffe hinzufügen, können diese zusätzlichen Mineralien Ihre Verhältnisse durcheinanderbringen. Wasser unter 150 PPM eignet sich gut als Basis zum Nährstoffmischen. Testen Sie Ihr Leitungswasser vor jedem Befüllen mit einem günstigen TDS-Messgerät, um Ihren Ausgangswert zu kennen.
Zuerst pH und PPM testen
- pH-Zielwert: Bringen Sie Ihr Wasser in den Bereich von 5,5 bis 6,5, bevor Sie Nährstoffe hinzufügen, da Pflanzen außerhalb dieses Fensters keine Nährstoffe aufnehmen können.
- PPM-Check: Verwenden Sie ein TDS-Messgerät, um Ihren Mineralgehalt abzulesen, und halten Sie das Basiswasser unter 150 PPM für die besten Ergebnisse.
- Testkosten: Eine einfache pH- und TDS-Messgerät-Kombination kostet etwa 15 bis 25 Dollar und hält jahrelang für tägliche Messungen.
Chlor und Chloramin entfernen
- Chlor-Lösung: Füllen Sie einen Eimer und lassen Sie ihn 24 Stunden offen stehen, damit das Chlor von selbst in die Luft entweicht.
- Chloramin-Lösung: Verwenden Sie einen Aktivkohlefilter am Schlauch, da Chloramin sich nicht verflüchtigt, egal wie lange Sie warten.
- Schnelltest: Rufen Sie Ihren Wasserversorger an oder prüfen Sie dessen Website, um herauszufinden, welchen Typ er in Ihrer Region verwendet.
Andere Wasserquellen
- Regenwasser: Kostenlos und sauber mit nahezu null PPM, aber Sie müssen es in lebensmittelechten Behältern auffangen und lagern.
- Umkehrosmose-Wasser: Umkehrosmosefilter entfernen fast alles und geben Ihnen einen sauberen Start mit 0 bis 10 PPM.
- Destilliertes Wasser: Funktioniert hervorragend, wird aber bei größeren Systemen schnell teuer, wenn Sie es im Laden kaufen.
Für die meisten Hobby-Grower reicht aufbereitetes Leitungswasser in der Hydroponik völlig aus. Testen Sie es einmal im Monat, da sich Stadtwasser mit den Jahreszeiten verändert. Halten Sie einen 24-Stunden-Eimer gefüllt bereit, damit Sie immer sauberes Wasser für Nachfüllungen und Wasserwechsel haben.
Wenn Ihr Leitungswasser über 300 PPM anzeigt oder Ihre Pflanzen dauerhafte Nährstoffprobleme zeigen, besorgen Sie sich einen kleinen Umkehrosmosefilter. Die 50 bis 80 Dollar Kosten zahlen sich schnell aus, wenn Sie aufhören, jede Woche gegen schlechtes Wasser anzukämpfen. Gutes Wasser ist die Grundlage jedes gesunden Hydroponik-Systems – wenn Sie diesen Schritt richtig machen, wird alles Weitere deutlich einfacher für Sie.
Vollständigen Artikel lesen: Leitfaden für Hydrokultur-Gärtnern