Ist ein Tropfschlauch dasselbe wie ein normaler Gartenschlauch?

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Paul Reynolds
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Nein, ein Tropfschlauch ist nicht dasselbe wie ein Gartenschlauch, den Sie zum Autowaschen oder Befüllen eines Pools verwenden würden. Viele fragen sich, ob ein Tropfschlauch und ein Gartenschlauch dasselbe Produkt sind, aber sie erfüllen sehr unterschiedliche Aufgaben. Ein normaler Gartenschlauch transportiert Wasser zu einem bestimmten Punkt. Ein Tropfschlauch gibt Wasser über seine gesamte Oberfläche in den darunterliegenden Boden ab.

Man kann sie sofort unterscheiden, wenn man sie in die Hand nimmt. Ich bewahre beide Typen in meinem Schuppen auf, und der Unterschied im Griff ist offensichtlich. Mein normaler Gartenschlauch hat eine glatte, glänzende Vinyl-Oberfläche und fühlt sich leicht an. Der Tropfschlauch ist rau, schwerer und hat eine Textur wie grobes Schleifpapier. Diese raue Oberfläche kommt vom porösen Materialdesign. Recycelter Gummi wird zu einem Schlauch voller winziger Öffnungen geformt.

Der technische Unterschied zwischen beiden geht tiefer als nur die Textur. Ein normaler Gartenschlauch ist wasserdicht gebaut. Er transportiert Wasser unter vollem Druck, ohne einen einzigen Tropfen durch die Wände entwichen zu lassen. Ein Tropfschlauch tut absichtlich das Gegenteil. Tausende winziger Poren durchziehen seine Wände, und wenn Sie das Wasser bei niedrigem Druck aufdrehen, schwitzt Feuchtigkeit aus jedem Zentimeter heraus. Die SDSU Extension merkt an, dass Tropfschläuche aus recycelten Reifen hergestellt werden. Wasser sickert aus Poren über die gesamte Länge.

Wenn man einen Tropfschlauch und einen Gartenschlauch direkt vergleicht, lassen sich die Unterschiede in drei Bereiche aufteilen. Das Material ist der größte. Gartenschläuche verwenden glattes Gummi oder Vinyl, das Wasser im Inneren halten soll. Tropfschläuche verwenden porösen recycelten Gummi oder Polyurethan, das Wasser nach außen durchlässt. Die Druckbelastbarkeit kommt als Nächstes. Gartenschläuche funktionieren problemlos bei 2,8 bis 5,5 bar. Tropfschläuche arbeiten am besten bei 0,7 bis 1,7 bar und können bei höherem Druck platzen oder ungleichmäßig sprühen.

Der dritte Unterschied ist der Verwendungszweck. Einen Gartenschlauch nutzen Sie, um Wasser von Punkt A nach Punkt B zu transportieren. Einen Tropfschlauch nutzen Sie, um Wasser über ein ganzes Gartenbeet auf Bodenniveau zu verteilen. Einer ist ein Transportwerkzeug. Der andere ist ein Bewässerungswerkzeug. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben, aber sie ergänzen sich hervorragend als Team.

Hier ist die Anordnung, die ich in meinem eigenen Garten verwende und die ich jedem empfehle. Schließen Sie Ihren normalen Gartenschlauch vom Wasserhahn bis zum Rand Ihres Gartenbeets an. Schrauben Sie dann den Tropfschlauch an das Ende des normalen Schlauchs und schlängeln Sie ihn durch Ihre Pflanzen. Der Gartenschlauch fungiert als Zuleitung und transportiert Wasser unter vollem Druck vom Wasserhahn. Der Tropfschlauch übernimmt das letzte Stück und verteilt Feuchtigkeit über den Boden, wo Ihre Pflanzen sie brauchen.

Diese Kombination bietet Ihnen das Beste aus beiden Welten. Sie erhalten die Reichweite eines langen Gartenschlauchs, ohne Druck zu verlieren. Und Sie bekommen die langsame, gleichmäßige Bewässerung eines Tropfschlauchs genau dort, wo es zählt. Fügen Sie einfach einen Druckminderer zwischen beide ein, um den Tropfschlauch in seinem idealen Niederdruckbereich zu halten.

Beim ersten Mal machte ich den Fehler, meinen Tropfschlauch mit vollem Hauswasserdruck zu betreiben. Wasser sprühte in wilden Strahlen aus Schwachstellen, statt durch die Poren zu sickern. Ein Druckminderer für ca. 10 € behob das Problem sofort. Jetzt liefert der Schlauch jedes Mal, wenn ich ihn aufdrehe, ein sanftes, gleichmäßiges Schwitzen über die gesamte Länge. Überspringen Sie dieses kleine Bauteil nicht, wenn Ihre Anlage richtig funktionieren soll.

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