Ja, Blauregen ist tatsächlich giftig für Hunde. Alle Pflanzenteile enthalten Lektin und Wisterin, die Ihren Hund beim Verzehr krank machen. In den Samen und Hülsen ist die höchste Konzentration dieser Giftstoffe. Schon ein kleiner Biss kann einen Tierarztbesuch nötig machen.
Meiner Erfahrung nach kommt das häufiger vor als man denkt. Ich habe es letzten Sommer beim Labrador meiner Nachbarn erlebt. Der Hund fand herabgefallene Samenhülsen unter dem Blauregen und zerkaute drei davon. Innerhalb von zwei Stunden begann er zu speicheln und erbrach sich zweimal. Sein Bauch war druckempfindlich und am Abend hatte er starken Durchfall. Der Tierarzt gab ihm Infusionen und Mittel gegen Übelkeit. Er erholte sich innerhalb eines Tages, aber die ganze Familie hatte einen großen Schrecken bekommen.
Zwei Substanzen richten den Schaden im Körper Ihres Hundes an. Lektin stört die Zellfunktion der Darmschleimhaut. Das löst das Erbrechen und die Übelkeit aus, die zuerst auftreten. Wisterin reizt die Magen- und Darmschleimhaut. Das führt zu den Schmerzen und dem Durchfall, die danach folgen. Die NC State Extension stuft die Gefahr als gering ein. Die meisten Hunde erholen sich mit der richtigen tierärztlichen Behandlung innerhalb eines Tages.
Ihr Hund ist nicht das einzige gefährdete Haustier. Die NC State Extension Plant Toolbox listet Hunde, Katzen und Pferde als betroffene Tierarten auf. Da Blauregen für Haustiere giftig ist, müssen Sie alle Ihre Tiere in der Nähe dieser Pflanze im Auge behalten. Katzen kauen selten auf Hülsen, aber Pferde, die in der Nähe von herabgefallenem Material grasen, sind ernsthaft gefährdet. Die Vergiftungssymptome sind bei allen drei Tierarten gleich: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall.
Herabgefallene Hülsen aufsammeln
- Wann prüfen: Kehren Sie im Spätsommer und Herbst, wenn trockene Hülsen in großer Zahl zu Boden fallen, täglich unter Ihrer Pflanze.
- Warum es wichtig ist: Hülsen enthalten die höchste Giftkonzentration im Vergleich zu Blättern und Blüten und sind damit die größte Gefahr für Ihre Haustiere.
- Richtig entsorgen: Sammeln Sie die Hülsen in einen Beutel und werfen Sie ihn in den Restmüll, statt sie auf den Kompost zu geben, wo Haustiere sie ausgraben könnten.
Zugang zur Pflanze versperren
- Einzäunen: Stellen Sie einen kleinen Gartenzaun um den Fuß Ihres Blauregens, damit Hunde nicht an herabgefallene Hülsen und niedrige Triebe gelangen.
- Hund trainieren: Üben Sie ein zuverlässiges „Aus"-Kommando und trainieren Sie es in der Nähe der Pflanze, damit Ihr Hund lernt, Abstand zu halten.
- Höhe nutzen: Wenn Sie Blauregen an einer hohen Pergola wachsen lassen, bleibt die Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren und es fällt weniger Material auf Bodenhöhe.
Schnell handeln nach Aufnahme
- Tierarzt anrufen: Kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt oder den tierärztlichen Giftnotruf, wenn Sie vermuten, dass Ihr Haustier einen Teil der Pflanze gefressen hat.
- Auf Anzeichen achten: Speicheln, Erbrechen und Bauchschmerzen innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Aufnahme sind die häufigsten Frühwarnzeichen.
- Probe mitnehmen: Bringen Sie ein Stück von dem, was Ihr Haustier gefressen hat, zum Tierarzt mit, damit die Pflanze identifiziert und die richtige Behandlung gewählt werden kann.
Tödliche Fälle durch Blauregen sind bei Hunden sehr selten. Meistens endet es bei einem unangenehmen Tag mit Erbrechen und Bauchbeschwerden. Trotzdem sollten Sie es gar nicht erst dazu kommen lassen. Sammeln Sie herabgefallene Hülsen auf, halten Sie Ihren Hund vom Fuß der Pflanze fern, und Sie können Ihre Blauregen-Blüten genießen, ohne Ihre Haustiere zu gefährden.
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