Die größten Probleme des Kirschbaums sind Bohrer, Pilzkrankheiten, Trockenstress und eine kurze Lebensdauer. Yoshino-Kirschen sind mehr Bedrohungen ausgesetzt als die meisten Gartenbäume. Ihre dünne Rinde, schwachen Wurzeln und ihr Feuchtigkeitsbedarf machen sie empfindlich. Ein Baum, der im Frühling perfekt aussieht, kann bis zum Herbst zu sterben beginnen, wenn Sie die Warnsignale übersehen.
Häufige Probleme bei Kirschbäumen lassen sich in drei Gruppen einteilen: Schädlinge, Krankheiten und Stress. Bohrer graben sich unter die Rinde und töten Äste von innen heraus ab. Die Sprühfleckenkrankheit überzieht Blätter mit dunklen Flecken und verursacht vorzeitigen Blattfall. Echter Mehltau bedeckt neue Triebe mit weißem Flaum, der das Sonnenlicht blockiert. Ich habe erlebt, wie der Baum eines Kunden innerhalb von nur sechs Wochen von einer vollen grünen Krone zu halb kahl wurde, weil sich die Sprühfleckenkrankheit schneller ausbreitete, als wir sie behandeln konnten. Diese Bedrohungen treffen hart und breiten sich schnell aus.
Ein Grund, warum Kirschbäume so oft sterben, ist die genetische Einförmigkeit. Die meisten Yoshino-Kirschen sind Klone, die aus Stecklingen desselben Elternbaums gezogen wurden. Jeder Baum teilt die gleiche DNA, die gleichen Stärken und die gleichen Schwachstellen. Eine Krankheit oder ein Schädling, der einen Yoshino angreifen kann, kann jeden Yoshino in der Gegend befallen. Dieser Mangel an genetischer Vielfalt bedeutet, dass es keine natürliche Resistenz in der Population gibt. Es ist, als hätte man eine Armee, in der jeder Soldat die gleiche Schwäche hat.
Die Zahlen aus Washington D.C. erzählen die ganze Geschichte. Japan schenkte der Stadt 3.020 Yoshino-Bäume im Jahr 1912. Bis 1999 waren nur noch etwa 125 übrig. Das ist eine Verlustrate von 96 % über 87 Jahre – selbst mit USDA-Pflanzenexperten, die sich um sie kümmerten. Bohrer, Überschwemmungen, Altersschwäche und Krankheiten spielten alle eine Rolle. Wenn die besten Baumpflegeteams des Landes so viele verloren haben, zeigt das, wie schwer es diese Bäume haben.
Hier sind die Hauptbedrohungen für Ihren Yoshino und was Sie gegen jede einzelne tun können.
Bohrende Insekten
- Warnsignale: Kleine runde Löcher in der Rinde und Sägemehlhäufchen am Stammfuß bedeuten, dass Bohrer bereits im Inneren sind.
- Angerichteter Schaden: Larven fressen Gänge durch die innere Rinde und unterbrechen den Wasser- und Nährstofftransport zu den Ästen oberhalb der Eintrittsstelle.
- Ihre Abwehr: Inspizieren Sie den Stamm zweimal jährlich und behandeln Sie mit einem Rindenspray, bevor die erwachsenen Käfer im späten Frühjahr schlüpfen.
Pilzkrankheiten
- Sprühfleckenkrankheit: Dunkle Flecken auf den Blättern führen zu vorzeitigem Blattfall, was den Baum vor der Winterruhe schwächt.
- Echter Mehltau: Ein weißer Belag auf neuen Blättern blockiert Licht und hemmt das Astwachstum während der wichtigen Sommerwachstumsphase.
- Ihre Abwehr: Schneiden Sie für gute Luftzirkulation, vermeiden Sie Überkopfbewässerung und wenden Sie Fungizid beim ersten Anzeichen von Flecken oder weißem Belag an.
Klima- und Trockenstress
- Hitzeschäden: Heiße, trockene Sommer trocknen oberflächennahe Feinwurzeln aus und verursachen Blattverbrennungen an exponierten Ästen.
- Kälteeinbrüche: Spätfröste im Frühling töten offene Blüten und können die Rinde junger Bäume aufreißen, die noch nicht abgehärtet sind.
- Ihre Abwehr: Mulchen Sie die Wurzeln, gießen Sie bei Trockenheit und wickeln Sie junge Stämme im Winter ein, um Frostrisse zu vermeiden.
Physische Schäden durch Rasenmäher und Fadentrimmer sind ein weiterer stiller Killer. Eine einzige tiefe Rindenwunde öffnet Bohrern und Pilzsporen die Tür zum Stamm. Nach meiner Erfahrung verhindert ein 90-cm-Mulchring um den Stammfuß jede Notwendigkeit, in der Nähe des Baums zu mähen oder zu trimmen. Dieser eine einfache Schritt verhindert mehr Schäden, als die meisten Menschen ahnen.
Die Wahrheit darüber, warum Kirschbäume sterben, läuft auf die Anhäufung von Stress hinaus. Ein einzelnes Problem allein wird einen gesunden Yoshino nicht umbringen. Aber ein Trockenjahr plus ein Bohrerangriff plus ein Pilzausbruch treiben selbst einen starken Baum über die Erholungsgrenze. Bleiben Sie jeder Bedrohung mit regelmäßiger Pflege voraus, und Sie können Ihren Baum jahrzehntelang über den Durchschnitt hinaus am Leben halten. Die meisten Probleme von Kirschbäumen lassen sich mit etwas Aufmerksamkeit pro Monat verhindern.
Vollständigen Artikel lesen: Yoshino-Kirschbaum – Pflege und Anbauanleitung