Sie brauchen eine Art Spalier für Kletterrosen, aber es muss kein klassisches Holzspalier sein. Kletterrosen können sich nicht selbständig an Wänden festhalten oder um Pfosten winden. Ohne eine Stützstruktur, an der Sie die Triebe befestigen können, liegen die Ranken einfach auf dem Boden und werden ein wirres Durcheinander. Jedes stabile vertikale oder horizontale Gerüst erfüllt seinen Zweck, solange Sie die Triebe daran befestigen können.
Ich habe in den letzten fünf Jahren drei verschiedene Stütztypen in meinem Garten getestet. Ein Holzspalier sah in der ersten Saison wunderschön aus, begann aber im dritten Jahr an den Verbindungen zu faulen. Die ständige Feuchtigkeit durch Morgentau und Regen zersetzte es schneller als erwartet. Ein Metallbogen hielt deutlich besser und gab meiner Rose eine dramatische Form. Doch das dunkle Metall wurde im Sommer glühend heiß und verbrannte Triebe, die daran anlagen. Mein horizontales Drahtsystem erwies sich als klarer Sieger. Es ist günstig, nahezu unsichtbar und hat fünf volle Saisons ohne jede Wartung überstanden.
Der Grund, warum Sie auf eine Stütze nicht verzichten können, liegt in der Pflanzenbiologie. Kletterrosen bilden lange, biegsame Triebe, die unter guten Bedingungen 3 bis 6 Meter lang werden. Efeu haftet mit Luftwurzeln. Clematis windet sich mit Blattstielen. Aber Kletterrosen haben keine Möglichkeit, sich selbständig an Oberflächen festzuhalten. Sie haben sich entwickelt, um mit ihren Dornen als Haken durch andere Sträucher und Bäume zu klettern. Im Garten reichen diese Dornen nicht aus, um schwere Triebe an einer Wand oder einem Zaun aufrecht zu halten.
Die Wahl der richtigen Stützstruktur für Kletterrosen hängt von Ihrem Gartenstil und Budget ab. Lauben und Pergolen schaffen beeindruckende Blickpunkte, kosten aber 200 bis 1.000 Euro je nach Material. Drahtsysteme mit Ringschrauben im Abstand von 30 Zentimetern kosten unter 50 Euro für eine komplette Wandinstallation. Säulen eignen sich gut für kleinere Sorten, die etwa 2,5 Meter hoch werden. Sogar ein stabiler, toter Baumstamm kann als natürliche Stütze dienen, wenn er an der richtigen Stelle steht.
Horizontales Drahtsystem
- Kosten: Unter 50 Euro für verzinkten Draht und Ringschrauben – damit die günstigste Option, um große Wandflächen zu begrünen.
- Haltbarkeit: Hält 10 oder mehr Jahre ohne Austausch und trägt schwere, ausgewachsene Triebe, ohne durchzuhängen oder sich zu lösen.
- Am besten für: Große, flache Oberflächen wie Wände und Zäune, bei denen die Rosen im Mittelpunkt stehen sollen und nicht die Konstruktion selbst.
Metallbogen oder Rosenbogen
- Optische Wirkung: Schafft einen dramatischen Garteneingang oder Wegelement, das schon vor der Rosenblüte im Frühling die Blicke auf sich zieht.
- Stabilität: Pulverbeschichteter Stahl trägt das Gewicht ausgewachsener Kletterrosen, ohne sich zu verbiegen, und widersteht Rost über viele Jahre.
- Zu beachten: Dunkles Metall absorbiert Hitze in der direkten Sonne – umwickeln Sie Kontaktstellen mit Schaumstoff oder wählen Sie einen weiß beschichteten Bogen.
Vorhandener Zaun oder Pergola
- Vorteil: Nutzt, was bereits vorhanden ist, spart Geld und Installationszeit und verschönert eine schlichte Gartenstruktur.
- Befestigungsmethode: Binden Sie die Triebe mit weichen Stoffstreifen oder dehnbaren Pflanzenbindern alle 30 bis 45 Zentimeter an den Zaunlatten fest.
- Wuchsmuster: Waagerechtes Leiten entlang der Zaunoberkante bringt mehr Blüten als senkrechtes Wachstum, weil es die Bildung von Seitentrieben anregt.
Sie können eine Kletterrose ohne Spalier wachsen lassen, indem Sie sie an einem Zaun, einer Pergola oder einer Gartenmauer mit Haken und Bindern führen. Dieser informelle Ansatz passt zu Bauerngärten, in denen ein entspannter Look gewünscht ist. Entscheidend ist, dass die Stütze stabil genug ist, um einen ausgewachsenen Trieb zu halten. Ein voller Trieb mit nassen Blättern und Blüten kann mehrere Kilogramm wiegen.
Welche Stütze Sie auch wählen – installieren Sie sie vor dem Pflanzen Ihrer Kletterrose. Pfosten einschlagen oder Löcher in die Wand bohren, nachdem die Rose gepflanzt ist, riskiert das Durchtrennen von Wurzeln und wirft Ihre Pflanze zurück. Verwenden Sie weiche, dehnbare Pflanzenbinder statt Draht, da Draht in die Rinde einschneidet, wenn der Trieb mit der Zeit dicker wird. Passen Sie die Höhe Ihrer Stütze an die ausgewachsene Größe Ihrer Sorte an, damit Sie sie später nicht noch erweitern müssen.
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